08.10.2011

22-Jähriger erleidet schwere Verletzungen: Erneut Gewaltattacke auf Berliner Bahnhof

Ein junger Mann hebt seine geballte Faust. (Symbolbild)
Ein junger Mann hebt seine geballte Faust. (Symbolbild)
Foto: dpa

Schon wieder ein Gewaltverbrechen auf einem Berliner S-Bahnhof: Ein 22-Jähriger wird schwer verletzt, als zwei Männer brutal auf ihn eintreten. Noch bevor die Polizei eintrifft, flüchten sie und entkommen.

Bei einem erneuten brutalen Übergriff auf einem Berliner Bahnhof ist ein junger Mann am Samstag schwer verletzt worden. Zwei unbekannte Männer traten am frühen Morgen am S-Bahnhof Schöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick auf das am Boden liegende Opfer ein, wie die Bundespolizei mitteilte. Der 22-Jährige erlitt Knochenbrüche im Gesicht und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Vorangegangen war ein heftiger Streit der drei Männer auf dem Bahnsteig, zu dessen Hintergrund die Polizei zunächst keine Angaben machen konnte. Das Wortgefecht eskalierte, der 22-jährige Berliner wurde zu Boden gerissen. Die Täter traten dann auf den am Boden liegenden jungen Mann ein.

Chronologie: Brutale Attacken in Bus und Bahn

Mit brutalen Angriffen im öffentlichen Nahverkehr lösen Schläger immer wieder Entsetzen aus. Oft sind die Täter Jugendliche. Am Samstag wurde in Berlin erneut ein junger Mann schwer verletzt. Der 22-Jährige wurde auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Schöneweide von zwei Unbekannten durch Tritte gegen den Kopf malträtiert. Er erlitt Knochenbrüche im Gesicht.

Ein 28-Jähriger aus Köpenick beobachtete die Schlägerei und alarmierte die Polizei. Noch vor Eintreffen der ersten Streifenwagen flüchteten die Täter. Ihr Opfer ließen sie verletzt auf dem Bahnsteig zurück. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung ein. Videoaufnahmen von der Tat gibt es einem Sprecher der Bundespolizei zufolge nicht.

Immer wieder schwere Gewalttaten auf Berliner Bahnhöfen

In den vergangenen Monaten war es wiederholt zu schweren Gewalttaten an Berliner Bahnhöfen gekommen. Erst am Freitag hatten Verwandte, Bekannte und Freunde bei einer Trauerfeier Abschied von einem 23-Jährigen genommen, der zusammen mit einem Begleiter von jungen Männern auf dem U-Bahnhof Kaiserdamm in Charlottenburg angegriffen worden war. Auf der Flucht war er auf dem Kaiserdamm von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden.
Nur zwei Tage später fiel das Urteil gegen einen 18-Jährigen vor dem Berliner Landgericht, der am Karsamstag einen 29-Jährigen auf dem U-Bahnhof Friedrichstraße mit einer Flasche niedergeschlagen und ihm danach mehrfach mit großer Wucht auf den Kopf getreten hatte. Von der Polizei veröffentlichte Sequenzen aus einem Überwachungsvideo, die Teile des Übergriffs zeigen, hatten für eine heftige öffentliche Debatte über den Fall gesorgt. (dpa/afp)

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