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Großeinsatz: US-Polizei verhaftet hunderte Pädophile

Ein Kriminalbeamter untersucht verdächtige Dateien (Archivbild).

Ein Kriminalbeamter untersucht verdächtige Dateien (Archivbild).

Foto:

dpa

Bei einem internationalen Polizeieinsatz sind in den USA und sechs weiteren Ländern insgesamt 245 Pädophile festgenommen worden.

Die meisten von ihnen seien in den USA gefasst worden, teilte der Chef der US-Einwanderungs- und Zollbehörde, John Morton, in Washington mit. In welchen Staaten die restlichen 23 Pädophilen festgenommen wurden, sagte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

123 Kinder in Sicherheit gebracht

Wie Morton weiter angab, konnten bei der "Operation Sunflower" 123 missbrauchte Kinder ausfindig gemacht und in Sicherheit gebracht werden, davon 110 in den USA (siehe Pressemitteilung auf Englisch) .

Fünf der Kinder seien jünger als drei Jahre, neun zwischen vier und sechs Jahre alt gewesen. Fast die Hälfte habe noch bei ihren Peinigern gelebt. Morton sagte zudem, es habe sich um 70 Mädchen und 53 Jungen gehandelt. Der Einsatz fand demnach bereits zwischen dem November und Dezember statt.

Laut Pressemitteilung der US-Polizeibehörde ICE ist die "Operation Sonnenblume" nach einem Fall aus dem vergangenen Jahr benannt - Ein 16-jähriger hatte in einem Pädophilen-Chatraum angekündigt, ein Mädchen zu vergewaltigen und um Rat gefragt. Der Täter veröffentlichte dabei auch ein Foto von dem Mädchen, im Hintergrund war ein Straßenschild mit einer Sonnenblume zu sehen. Laut Polizei war es jenes Schild, das am Ende zu dem Peiniger führte. Beamte konnten das 11-jährige Mädchen rechtzeitig befreien. (afp/jon)