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Kommentar zu sexuellen Übergriffen am Hauptbahnhof: Anarchie im Schatten des Kölner Doms

Der Kölner Dom.

Der Kölner Dom.

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imago/JOKER

Köln -

Frauen sind Freiwild, und das mitten in der Stadt. Dort, wo Köln für Hunderttausende Touristen – und seine Bürger ohnehin – am sichtbarsten Köln ist. Im Schatten des Domes, vor und im Hauptbahnhof.

Seit langem herrschen dort und am angrenzenden Rheinufer anarchische Zustände. Vor den Portalen des Gotteshauses wird mit Drogen gehandelt, auf den angrenzenden Grünflächen riskieren Menschen, am hellen Tag ausgeraubt zu werden.

Reaktionen nur innerhalb von Kernarbeitszeiten?

Was sich in der Silvesternacht ereignet hat, ist jedoch von neuer Dimension. Organisierte Groß-Banden überfallen Frauen, entkleiden, berauben und beschimpfen sie. Das ist mehr als die Abwesenheit des Rechtsstaates. Es ist die schlimmste Form seiner Verhöhnung, denn er wird nicht ernst genommen. Was sich jetzt ereignet hat, mag als Entwicklung überraschend sein. Dass indes auch Tage später kein Verantwortlicher öffentlich ein Signal gibt, man werde derartige Zustände nicht hinnehmen, ist bedenklich. Wenngleich es ins Bild passt.

Darf man mit Reaktionen nur innerhalb von Kernarbeitszeiten rechnen? Dass die Bundespolizei den Bahnhof abgeschrieben haben soll, fügt sich in diesen Zusammenhang.

Während Parksünder mit Akribie verfolgt werden, rauben dreiste Räuber unweit davon und ungeahndet Menschen aus. Das ist unerträglich.



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