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Müritz-Hotel: Berliner Investor will einstiges DDR-Vorzeige-Hotel sprengen

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Der Abriss hat bereits begonnen: Im September soll das einstige DDR-Vorzeigehotel gesprengt werden.

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dpa

Klink/Berlin -

Hier haben zu DDR-Zeiten viele Werktätige und ihre Familien ihren Sommerurlaub verbracht: Das Müritz-Hotel in Klink, ein funktioneller Bau in beige und grau - schmucklos, aber direkt an der malerischen mecklenburgischen Seenplatte gelegen.

Seit zwei Jahren steht das 1974 eröffnete Gebäude bereits leer, der Abriss hat bereits begonnen. Die Berliner Avila-Gruppe will das Gebäude im September sprengen lassen. Derzeit entfernen Spezialisten verbaute Schadstoffe wie Asbest und Teer.

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Inzwischen wurde das Hotelgebäude eingezäunt, um den Bau während des Abrisses vor Vandalismus zu schützen.

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Wenn alles nach Plan läuft, wird an der Stelle ab Frühjahr 2018 ein neues Hotel mit rund 500 Betten entstehen. Veranschlagte Kosten: 30 Millionen Euro. Außerdem will die Avila-Gruppe auf dem Gelände Apartment- und Ferienhäuser sowie Wohnungen für Hotelmitarbeiter errichten.

Der Abriss war bereits vor mehreren Jahren beschlossen worden, ein Antrag auf Denkmalschutz verzögerte die Pläne zunächst. Schließlich einigten sich die Avila Gruppe mit den Behörden, dass der Erhalt des Gebäudes umfangreiche Umbaumaßnahmen erfordern würde. Ein Erhalt des Hotels wäre so nicht rentabel gewesen. (Red.)