09.02.2012

Punkte in Flensburg: Reform der Verkehrssünderdatei

In Zukunft reichen schon acht Punkte in Flensburg, damit der Führerschein entzogen wird.
In Zukunft reichen schon acht Punkte in Flensburg, damit der Führerschein entzogen wird.
Foto: dpa

Das Punktesystem für Verkehrssünder in Flensburg soll 2013 radikal verändert werden. Anstelle von drei Punkten bei "groben" Verstößen gibt es nur noch einen Punkt. "Schwere" Verstöße, wie das Überfahren einer roten Ampel, werden mit zwei Punkten geahndet. Bei insgesamt acht Punkten wird der Führerschein entzogen.

Die Bundesregierung plant einem Medienbericht zufolge eine Reform des Flensburger Zentralregisters für Verkehrsverstöße. Im Mittelpunkt der Reformpläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) stehe laut Medienberichten eine radikale Vereinfachung des bisherigen Punktesystems. Alle Tatbestände, die bisher mit ein bis drei Punkten sanktioniert worden seien, würden im neuen System mit einem Punkt gebündelt. Für schwerere Delikte (bisher drei bis sieben Punkte) gebe es künftig generell zwei Punkte in Flensburg.

Seien insgesamt acht Punkte erreicht, werde der Führerschein eingezogen und nicht mehr bei 18 Punkten wie bisher, berichtete die Zeitung. Nach Informationen von „AutoBild“ erfolgt bei einem Stand von vier Punkten eine „Ermahnung“, bei sechs Punkten gebe es eine letzte „Verwarnung“. Punkte könnten wie bisher durch Nachschulung rechtzeitig abgebaut werden. Bei Straftaten wie Trunkenheit am Steuer werde der Führerschein weiterhin sofort entzogen.

Die Reform ist demnach für das kommende Jahr geplant. Ramsauer wolle noch diesen Monat Einzelheiten vorstellen. Bis dahin solle auch geklärt sein, was mit den alten Punkten im Flensburger Zentralregister geschehen soll. (afp)

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