19.02.2012

Samenspender Trent Arsenault: Er lebt ohne Sex - und hat 16 Kinder

Von Sebastian Moll
Der Facebook-Sexgott Trent Arsenault.
Der Facebook-Sexgott Trent Arsenault.
Foto: screenshot

Er hat sich geschworen, niemals Sex zu haben. Trotzdem ist Trent Arsenault ein fleißiger Samenspender und Vater von 16 Kindern. Im Internet bewirbt er sich und sein Trainingsprogramm.

Trent Arsenault ist 36, wirkt aber wie ein 17-jähriger. Er ist dürr und blass, und er arbeitet in der Computerbranche. Ein klassischer Nerd eben.

Sein Heim ist ein Verhau in einem kleinen Tal außerhalb von San Francisco. Ausgestattet ist es mit billigen Industrieregalen, in denen Elektronikgeräte und medizinisches Zubehör in Plastikcontainern lagern. Auf dem Grundstück hat er, wie ein kleiner Junge, Zelte aufgeschlagen. Jede Frau, die er mit hierher brächte, würde schreiend wieder davon laufen.

Und dennoch hat es Arsenault fertiggebracht, 15 Kinder von 15 Frauen zu haben. Der Grund dafür ist, dass die Damen gar keinen Kontakt zu ihm haben müssen. Trent Arsenault ist Jungfrau.

Der Mann, der aus einer streng gläubigen Familie stammt, hat eines der am besten gehenden Unternehmen einer wachsenden Sparte: Er vertreibt per Internet direkt seinen Samen an Single-Frauen und Paare mit Kinderwunsch. 500 Lieferungen hat er bereits auf den Weg gebracht, seit er 2010 in das Geschäft eingestiegen ist. Arsenault ist der Sexgott der Facebook-Ära.

Der Schwur

Begonnen hat das Ganze als Jugendspinnerei. Arsenault war 16 und lebte als Pfarrerssohn in einer Kleinstadt im ländlichen Missouri – einer der hinterwäldlerischsten Gegenden der USA. Trent war das zweite von drei Kindern, er ging vier Mal pro Woche zur Kirche. Seine Eltern waren eher streng als liebevoll, Freunde hatte er nur wenige. In seiner Freizeit hantierte er mit einem Amateurfunkgerät herum.

Irgendwann, in einer stillen Stunde auf dem Dachboden des Pfarrhauses, schworen sich Arsenault und sein bester Freund, dass sie ihr Leben der Wissenschaft widmen und niemals heiraten würden. Für den Freund war der Schwur, wie er dem New York Magazine jüngst erzählte, „eine Ausrede dafür, dass ich Mädchen, die mir gefielen, nicht ansprechen musste.“ Für Trent Arsenault hingegen war es bitterer Ernst.

Er hielt sich an sein Gelübde. Mädchen, mit denen seine Eltern ihn zusammenbringen wollten, ließ er abblitzen. So lange, bis diese ihre Verkupplungs-Versuche einstellten.

Arsenault konzentrierte sich voll auf seine Computerkarriere. Gleichzeitig setzte er sich in den Kopf, dem christlichen Gebot der Nächstenliebe nachzukommen, indem er kinderlosen Paaren zum Familienglück verhilft.

Das Trainingsprogramm

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