20.02.2012

Tod von Guiseppe M. : Berliner U-Bahn-Schläger bereut

Für Guiseppe M. endete die Flucht tödlich.
Für Guiseppe M. endete die Flucht tödlich.
Foto: dapd

Guiseppe M. starb, weil er nach einer Schlägerei flüchtete und gegen ein Auto prallte. Einer der Angeklagten räumt nun ein, an dem Tod mit schuldig zu sein. Er habe sich verhalten "wir ein betrunkener Idiot".

Nach einer tödlichen Hetzjagd auf einen jungen Berliner hat sich ein 21-jähriger Angeklagter mitschuldig am Tod des Opfers bekannt.

„Mein Verhalten ist mitverantwortlich“, erklärte der Angeklagte am Montag zu Prozessbeginn vor dem Berliner Landgericht.Ihm wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.

Die beiden Angeklagten hatten Guiseppe M. und einen 23 Jahre alten Begleiter im September vergangenen Jahres um vier Uhr früh im Berliner U-Bahnhof Kaiserdamm angesprochen und um Zigaretten gebeten.

"Wie betrunkene Idioten"

Nachdem sie diese nicht erhielten, reagierten sie laut Anklage aggressiv. T. räumte vor Gericht ein, dass beide sich laut und großspurig aufgeführt hätten. Nach zwei Flaschen Wodka hätten sie sich benommen wie betrunkene Idioten, sagte der Hauptangeklagte.

Nach einer Schlägerei soll der Berliner den 23-jährigen M. im September verfolgt haben. Das Opfer wurde bei seiner panischen Flucht von einem Auto erfasst und tödlich verletzt.

„Ich war geschockt und hatte Panik“, erklärte der 21-Jährige Angeklagte, der den Unfall beobachtete. Der 22-jährige Mitangeklagte gab eine Beteiligung an der Schlägerei zu. Er war selbst verletzt und hatte von dem Geschehen auf der Straße nichts mitbekommen. (afp,dpa)

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