16.02.2012

Weiberfastnacht: Zehntausende feiern Karneval am Rhein

Ohne Worte... Foto: dapd

In Köln, Düsseldorf und Mainz sind die Jecken los - und nicht nur dort: Zehntausende Karneval-Fans feiern auf den Straßen den Höhepunkt der närrischen Zeit. Besonders gefragt sind dieses Jahr warme Ganzkörperkostüme. Wir zeigen die Bilder.

Bei schmuddeligem Wetter hat an Weiberfastnacht der Straßenkarneval in Köln und Düsseldorf begonnen. Trotz Nieselregens strömten bereits morgens Tausende verkleideter Jecken in die Innenstädte der rheinischen Karnevalshochburgen. „Wir sind schon seit halb fünf unterwegs“, sagte etwa die 29-jährige Yvonne, die am Donnerstag im Bienen-Kostüm aus Baden-Württemberg nach Köln angereist war. Viele Narren hatten sich wegen der Kälte für wärmende Plüschkostüme entschieden, unter anderem als Bär.

Besser traf's die Narren in Mainz: Bei strahlend blauem Himmel versammelten sich um Punkt 11.11 Uhr mehrere Tausend bunt gekleidete Narren auf dem Schillerplatz in der Innenstadt.

Karneval am Rhein: Die Narren sind los!

Bildergalerie ( 20 Bilder )

Karnevalsstimmung kam auch im Koblenzer Polizeipräsidium auf. Während hier das Personal aus der Verwaltung und Sachbearbeitung feierte, wurden die Streifenfahrten der Polizisten verstärkt.

Ab Weiberfastnacht übernehmen symbolisch die Jecken das Regiment über die Städte. Vielerorts stürmten vor allem Frauen die Rathäuser.In Düsseldorf wurde Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) von den „Möhnen“ (närrischen Weibern) „überwältigt“ und seine Krawatte beschnitten. In Lahnstein (Rhein-Lahn-Kreis), in Rhens (Kreis Mayen-Koblenz) sowie in Ransbach-Baumbach (Westerwaldkreis) mussten sich die Bürgermeister der charmanten Übermacht der Möhnen ergeben. Zahlreiche Rathausschlüssel wechselten symbolisch bis zum Aschermittwoch ihre Besitzer.

10.000 auch in Bad Kreuznach

Auch in Bad Kreuznach bevölkerten Tausende Narren die Innenstadt. Im Laufe des Tages wurden dort mehr als 10.000 Menschen erwartet.
Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) versuchte in Daun, gemeinsam mit Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen (SPD) das Rathaus gegen den Sturm der Möhnen zu verteidigen. Integrationsministerin Irene Alt (Grüne) war zu diesem Zeitpunkt schon von einer Schar Altweiber aus dem rheinhessischen Weiler in einen Käfig gesperrt worden.
Am Nachmittag wurden beim großen Schwerdonnerstagsumzug in Mülheim-Kärlich (Kreis Mayen-Koblenz) bis zu 15.000 Besucher erwartet.
Der närrische Ausnahmezustand auf den Straßen, in den Kneipen und Sälen dauert bis Aschermittwoch. Der Höhepunkt der Karnevalssession wird mit den Rosenmontagszügen und Millionen Zuschauern am Montag (20. Februar) erwartet. (dapd, dpa)

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