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Weltkusstag: Küss mich, Baby!

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dpa (5); reuters (6); wirelmage

Geküsst wird immer und überall. In der Familie, in der Politik, vor dem Traualtar und sogar Tiere werden von uns geküsst. Wir küssen uns zur Begrüßung, zum Abschied und manchmal einfach so zwischendurch. Warum lassen wir uns feuchte Küsse auf die Wangen drücken? Warum suchen wir die Lippen eines geliebten Menschen?

Nach Ansicht von Verhaltensforschern hat das Küssen seinen Ursprung in der Nachwuchspflege. Und zwar bei Menschen und bei Tieren. Aus dieser unschuldigen und friedvollen Eltern-Kind-Beziehung hat sich später der „Zärtlichkeits- und Befriedungsritus“ unter Erwachsenen entwickelt. Mediziner haben herausgefunden, dass bei einem hingebungsvollen Kuss mehr als 30 Gesichtsmuskeln in Bewegung sind. Adrenalin und Glückshormone werden ausgeschüttet, außerdem stärkt das Küssen das Immunsystem und schränkt die Produktion von Stresshormonen ein.

Küssen ist also gesund. Schon Platon glaubte, dass sich bei einem Kuss von Mund zu Mund die Seelen berühren. „Um eine Liebe, in der nicht mehr geküsst wird, steht es nicht gut“, schrieb der französische Philosoph Alexandre Lacroix. Also: Küsst euch!