Einen Monat nach der Havarie beginnen die Abpump-Arbeiten an der "Costa Concordia". Foto: REUTERS
Einen Monat nach der Havarie beginnen die Abpump-Arbeiten an der "Costa Concordia". Foto: REUTERS
Einen Monat nach der Havarie der "Costa Concordia" beginnt das Abpumpen des Öls aus den Tanks des Kreuzfahrtschiffs. Da sich die Wetterbedingungen gebessert hätten, konnten die Arbeiten vorverlegt werden. Sollte das Öl auslaufen, befürchten Experten eine Umweltkatastrophe.
Einen Monat nach der Havarie der „Costa Concordia“ hat das Abpumpen des Öls aus den Tanks des Schiffes begonnen. Die Arbeiten seien von Montag auf Sonntag vorverlegt worden, weil sich die Wetterbedingungen gebessert hätten, teilten die Behörden am Sonntagabend mit. In den Tanks der „Costa Concordia“ sind etwa 2300 Tonnen Treibstoff, überwiegend Schweröl. Sollte das Öl auslaufen, befürchten Experten eine Umweltkatastrophe. Die Vorbereitungen für das Abpumpen laufen seit Wochen, jedoch machte schlechtes Wetter den Bergungsexperten der niederländischen Firma Smit stets einen Strich durch die Rettung.
Unterdessen drückte Italiens Präsident Giorgio Napolitano bei einem Gedenkgottesdienst in Rom sein tiefes Bedauern über das Unglück aus. „Es war eine Tragödie“, sagte er am Sonntag in Rom. Der Staatschef sicherte den Angehörigen der Opfer seine Solidarität zu und lobte die Arbeit von Rettern und Tauchern. Diese hätten alles getan, um Überlebende zu retten und Tote zu bergen.
Bei der Suche nach weiteren Opfern sollte auch ein ferngesteuerter Unterwasser-Roboter eingesetzt werden. Foto: Luca Zennaro
Die Zahl der deutschen Toten nach dem Schiffsunglück ist auf sechs gestiegen. Foto: Luca Zennaro
Nach den neuesten Daten der Präfektur sind jetzt noch 16 Menschen verschollen, darunter sechs Deutsche. Foto: Luca Zennaro
Das Unglück geschah am 13. Januar vor der italienischen Insel Giglio. Foto: Luca Zennaro
Die Suche nach Vermissten in dem Wrack der «Costa Concordia» ist wegen schlechten Wetters vorerst unterbrochen worden. Foto: Luca Zennaro
Voraussichtlich bis Mittwoch wird man warten müssen, ehe das Abpumpen des gefährlichen Schweröls beginnen kann. Das Wetter soll bis Dienstag schlecht bleiben. Foto: Luca Zennaro
Im Inneren der Costa Concordia.
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Taucher suchen im Wrack der Costa Concordia noch immer nach knapp 30 Vermissten. Doch die Chance, im Bauch des havarierten Kreuzfahrtsschiffes noch Überlebende zu finden, schwindet von Stunde zu Stunde.
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Die „Costa Concordia“ war am Freitagabend mit mehr als 4.000 Menschen an Bord, darunter 566 Deutsche, nahe Giglio auf einen Felsen aufgelaufen und zur Seite gekippt.
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Die Rettungskräfte der italienischen Marine operieren von Schlauchbooten aus.
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Der Riss im Rumpf des Schiffes ist gewaltig. Ein Felsen hat das Metall auf mehreren Metern Länge aufgeschlitzt.
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Ein Taucher im Inneren des Wracks.
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Große Teile des Luxusliners stehen vollständig unter Wasser.
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Ein Taucher vor der Glocke des auf einen Felsen gelaufenen Schiffes. Foto: UFFICIO STAMPA GRUPPO CARABINIERI SUBAQUEI
Die Hilfsmannschaften befürchten ein komplettes Untergehen des auf der Seite liegenden Kreuzfahrtschiffes. Foto: Massimo Percossi
Auch eine Woche nach dem Unglück wird noch im Wrack des Schiffs nach Vermissten gesucht. Foto: Massimo Percossi
Das Wrack des gekenterten Kreuzfahrers vor der Insel Giglio. Foto: Massimo Percossi
Ein Hubschrauber über dem Wrack der "Costa Concordia". Foto: Massimo Percossi
Die Bergungsarbeiten sind schwierig, weil sich das Schiff stark zur Seite geneigt hat.
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Die Quergänge des Schiffes sind dadurch zu steilen Schächten geworden, unerklimmbar für eingeschlossene Passagiere.
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Die toskanische Feuerwehr ist mit einer Spürhundestaffel vor Ort.
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Die Hunde ins Schiff zu bringen, ist unter den aktuellen Bedingungen allerdings kaum möglich.
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Die Rettungskräfte müssen bei ihren Arbeiten immer das Wetter im Blick behalten, um nicht selbst in Gefahr zu geraten.
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Feuerwehrleute bereiten sich auf der Seite des Schiffes zum Abseilen vor.
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Eine Aufnahme der italienischen Küstenwache aus dem Inneren des Schiffs.
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Sowie hier weitere Außenaufnahmen des Wracks.
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Das Schiff liegt nur wenige Meter von der Küste entfernt auf Grund.
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Eigentlich hätte der Kapitän niemals so dicht am Ufer an der Insel vorbeifahren dürfen.
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Kapitänm Francesco Schettino hatte behauptet, ein Kartenfehler sei die Ursache für das Unglück gewesen.
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Der Felsen, den das Schiff traf, sei nicht in den Karten verzeichnet gewesen.
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Diese Darstellung bewerten Behörden und Seefahrtexperten allerdings als extrem unglaubwürdig.
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Zudem sind jetzt Mitschnitte von Telefonaten bekannt geworden, die den Kapitän weiter belasten.
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Die italienische Nachrichtenagentur Ansa veröffentlichte Zitate aus einem von den Blackboxen aufgezeichneten Telefonat zwischen Francesco Schettino und einem Offizier, der im Hafen der Insel Giglio Dienst hatte.
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Darin wird der schon kurz nach dem Unglück von Zeugen geäußerte Verdacht erhärtet, wonach der Kapitän früh von Bord gegangen war. Der Hafenmitarbeiter wies Schettino darin an, sich zurück auf das Schiff zu begeben.
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Demnach erreichte der Offizier Schettino um 1.46 Uhr auf dem Handy, als noch hunderte Menschen an Bord des sich langsam zur Seite neigenden Schiffes waren.
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Darin forderte der Mitarbeiter des Hafens: „Jetzt begeben Sie sich zum Bug, Sie klettern die Rettungsleiter hoch und leiten die Evakuierung!“
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Der Offizier wurde im Verlauf des Telefonats immer ungehaltener. „Sie müssen uns sagen, wie viele Leute da noch sind, Kinder, Frauen, Passagiere, die genauen Zahlen in jeder Kategorie!“, forderte er Schettino auf.
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„Was machen Sie? Geben Sie die Rettung auf?“, fragte der Offizier. „Nein, nein, ich bin da, ich koordiniere die Rettung“, antwortete Schettino, der von den Zeugen allerdings schon vor Mitternacht am Ufer gesehen wurde.
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Der Offizier sagte, es gebe „bereits Leichen“. „Wie viele?“, fragte Schettino zurück. Der Offizier darauf: „Das müssen doch Sie mir sagen! Was machen Sie? - Jetzt kehren Sie nach da oben zurück und sagen Sie uns, was wir machen können!“
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Schon 1.42 Uhr sagte der Kapitän in einem anderen Telefonat mit der Hafenmeisterei: „Wir können nicht mehr an Bord des Schiffes gehen, weil es zur Heckseite kippt.“ Der Offizier fragte völlig überrascht: „Kommandant, haben Sie das Schiff verlassen?“ Der Kapitän darauf: „Nein, nein, natürlich nicht!“
Kardinal Angelo Bagnasco mahnte, noch müsse die ganze Wahrheit über das Unglück ans Licht kommen und der Gerechtigkeit genüge getan werden. „Das ist notwendig, um die Wunden zu heilen und das Vertrauen wiederherzustellen.“ (dpa)
Elf Tage nach dem Unfall der «Costa Concordia» haben die Vorbereitungen für das Abpumpen des Schweröls begonnen. Foto: Enzo Russo
Für das Abpumpen der rund 2300 Tonnen Treibstoff wurde eine niederländische Spezialfirma beauftragt. Foto: Vigili del Fuoco
Medienvertreter aus aller Welt verfolgen das Geschehen auf der Insel Giglio. Foto: Enzo Russo
Das Schiff droht nach neuesten Messungen nicht weiter zu sinken. Foto: Vigili del Fuoco
Laut Auswärtigem Amt gelten noch zwölf Deutsche als verschollen. Vigili del Fuoco
Seit der Havarie vor elf Tagen wurden 15 Tote geborgen, etwa 20 Menschen werden noch vermisst. Foto: Carlo Ferraro
Die Retter suchen unermüdlich weiter nach den Vermissten. Foto Vigili del Fuoco
Erschreckend: Diese Touristen nehmen ein Foto vor der gekenterten Costa Concordia als Urlaubssouvenir mit nach Hause.
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Zwei Taucher der italienischen Marine sehen sich im Schiffsinneren um.
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Im Inneren der Costa Concordia schwimmt das zerstörte Mobiliar.
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Feuerwehrleute müssen das Rettungsequipment über den Luftweg heranschaffen.
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Angehörige der Opfer warten in dem kleinen Örtchen Giglio auf Nachricht.
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Rund um das Schiff wurden Öl-Barrieren gezogen, die verhindern sollen, das Treibstoff aus dem Schiff ins offene Meer fließt.
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Helfer sprengen Löcher in das Schiff, um an schwer zugängliche Stellen zu gelangen.
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Ein Marineoffizier koordiniert den Einsatz.
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Ein Polizeiboot nähert sich dem verunglückten Schiff.
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An Bord des Luxus-Schiffs befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls 4200 Menschen.
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Der Luxusliner "Costa Concordia" lief auf Grund.
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Mehrere Menschen sollen ins Wasser gesprungen worden sein, als das Schiff kippte.
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Entgegen ersten Angaben gab es doch Opfer.
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Ein älterer Mann soll nach dem Sprung ins Wasser einem Herzinfarkt erlegen sein.
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Die Crew bestand aus 1000 Mitgliedern, sie und die Passagiere wurden in Rettungsinseln zur Küste geschleppt.
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Die Costa Concordia nachdem sie auf Grund gelaufen war.
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Nach dem Unglück.
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Die Rettungsboote der Costa Concordia.
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Passagiere in ihren Rettungswesten.
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Die Costa Concordia liegt mit schwerer Schlagseite im Wasser.
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Gerettete Passagiere kommen im Hafen von Giglio an.
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Auf dem Weg nach Porto Santo Stefano.
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Rettungskräfte im Einsatz.
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Das Unglücksschiff.
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Teilweise im Wasser versunken.
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Gerettete Passagiere landen in Porto Santo Stefano.
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Schwere Havarie.
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Ein Boot der Carabinieri vor Ort.
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Ein Polizist hält ein Kleinkind in den Armen.
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Nach Angaben des Schiffsbetreibers waren 566 Deutsche an Bord...
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...die Gruppe der Deutschen war nach Angaben des Veranstalters eine der größten an Bord...
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...knapp ein Drittel der rund 3200 Passagiere stammten dem Veranstalter zufolge aus Italien, etwa 160 Gäste aus Frankreich....
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...bei Deutschlands größtem Reisekonzern TUI hatten nach Angaben eines Sprechers 14 Touristen aus der Schweiz Plätze auf der „Costa Concordia“ gebucht.