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Youtube-Hit: Dieser Syrer erklärt anderen Flüchtlingen Deutschland

Firas al-Shater floh aus Syrien - nun erklärt er anderen Flüchtlingen Deutschland und Deutschland die Flüchtlinge.

Firas al-Shater floh aus Syrien - nun erklärt er anderen Flüchtlingen Deutschland und Deutschland die Flüchtlinge.

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Peter Althaus

Dieser Flüchtling erklärt Deutschland! Sogar so gut, dass man es sogar als Deutscher besser versteht. Kostprobe gefällig: "Wenn die Deutschen etwas machen, dann machen sie es richtig", sagt er im Video. Hunderttausende haben bereits sein erstes Video gesehen und lachen mit dem knuddeligen Syrer.

Firas al-Shater floh vor dem brutalen Assad-Regime nach Deutschland, saß vorher neun Monate im brutalen Folterknast - weil er auf Demonstrationen gefilmt hatte.

Befreundete Filmemacher holten ihn nach Deutschland, wollten ihm helfen. Nun dort angekommen, wollte er nicht rumsitzen. "Ich hab Sprachkurse gemacht, Deutsch gelernt, versucht Leute kennenzulernen", erzählt der 24-Jährige. Doch er will etwas zurückgeben - mit seinen Mitteln. Also drehte der Filmemacher im vergangenem Jahr einen Kurzfilm. Er hatte sich mitten auf den Alexanderplatz gestellt mit einem Schild. "Ich bin syrischer Flüchtling. Ich vertraue Dir - vertraust Du mir? Umarme mich!", stand darauf. Und in der Tat haben ihn viele Deutsche umarmt.

Suche nach Sponsoren

Aus dieser Aktion wurde nun die Idee geboren, anderen Flüchtlingen mit Humor Deutschland zu erklären. So spricht er auf Deutsch über seine Erfahrungen und die Eigenarten in Deutschland. "Es geht darum, wie ein Flüchtling die deutsche Kultur entdeckt", sagt Jan Heilig, der das Projekt mit ihm gemeinsam realisieren will. Derzeit suchen die beiden noch nach den nötigen Sponsoren. Sind diese erstmal gefunden, soll es noch mehr Videos geben. "Darin werden wir unter anderem auf deutsche Eigenarten schauen", so Firas al-Shater. "Ich will noch nicht zu viel verraten aber das Vereinsleben ist auf jeden Fall sehr interessant", sagt er.

Doch dabei allein soll es nicht bleiben. "Wir wollen auch den Flüchtlingen eine Stimme geben. Auch sie sollen sellbst zu Wort kommen", sagt Jan Heilig. Bisher werde eher über die Flüchtlinge berichtet als von ihnen, kritisiert er. Wenn das dann aber mit Firas al-Shater geschieht, brauchen sich aber zumindest die Deutschen keine Gedanken zu machen. Denn mit seinem Humor hat er Deutschland schon im Sturm erobert.