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Pegida-Demonstration: Hooligans verhöhnten Polizisten in Köln

Anhänger von HoGeSa ("Hooligans gegen Salafisten") nehmen an der Pegida-Demo in Köln teil.

Anhänger von HoGeSa ("Hooligans gegen Salafisten") nehmen an der Pegida-Demo in Köln teil.

Foto:

REUTERS

Köln -

Es sind widerliche Bilder, die am Samstag aus Köln um die Welt gehen: Bilder von alkoholisierten und extrem gewaltbereiten Hooligans, die am Nachmittag gegen 15 Uhr unter Polizeischutz vom Breslauer Platz durch die Innenstadt ziehen dürfen. Sie werfen mit Böllern, Flaschen und Steinen, brüllen übelste Parolen und provozieren die gepanzerte Hundertschaft so lange, bis die Einsatzleitung endlich ein Einsehen hat, und die Demonstration mit rund 1700 Teilnehmern nach einer halben Stunde für beendet erklärt, als ein Hooligan versucht, die Polizeisperre zu durchbrechen. Über Lautsprecher spricht die Polizei von „asozialem Verhalten“ und ist gezwungen, durch den Einsatz von Wasserwerfern und Reizgas das Schlimmste zu verhindern.

Demonstration von Hooligans beherrscht

Dass die Gruppe überhaupt losmarschieren darf, ist äußert verwunderlich und stößt selbst polizeiintern auf Kritik. Denn schon bei der Ankunft der Hooligans, die gegen 13.30 Uhr mit Zügen aus dem Ruhrgebiet den Kölner Hauptbahnhof erreichen, wird deutlich: Die von Pegida NRW angemeldete Demonstration wird von Hooligans beherrscht werden. Ein Regional-Express mit 450 Pediga-Teilnehmern ist gerade erst angekommen, als schon der erste Feuerwerkskörper gezündet wird. Durch die Detonation werden zwei Beamte der Bundespolizei verletzt. Sie erleiden ein Knalltrauma und müssen sich in ärztliche Behandlung begeben. Und schon steht die bange Frage im Raum: Kann die Polizei die Lage diesmal unter Kontrolle halten?

Das alles geschieht an der gleichen Stelle wie im Oktober 2014, als fast 5000 Hooligans rund 1300 Polizisten gegenüberstanden, die am Ende die Lage nicht mehr unter Kontrolle halten konnten. Damals war, wie am Silvester-Abend, erstmals von einem rechtsfreien Raum mitten in der Kölner Innenstadt die Rede. Diesmal ist die Landespolizei besser vorbereitet. Sie hat 1700 Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengezogen, die Bundespolizei sichert den Hauptbahnhof zusätzlich mit mehreren 100 Beamten und einer Hundestaffel.

Lesen Sie im nächsten Abschnitt: Nothammer, Drogen, Pyrotechnik - Was die Polizei bei Durchsuchungen gefunden hat

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