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Berliner Zeitung | Emnid-Umfrage: Terrorbekämpfung für Deutsche wichtiger als Flüchtlingslösung
03. January 2016
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Emnid-Umfrage: Terrorbekämpfung für Deutsche wichtiger als Flüchtlingslösung

Die Bekämpfung des islamistichen Terrors hat für viele Deutsche Priorität.

Die Bekämpfung des islamistichen Terrors hat für viele Deutsche Priorität.

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dpa

Berlin -

Die Deutschen halten laut einer Umfrage den Kampf gegen den islamistischen Terror für das wichtigste Thema im Jahr 2016. In der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die „Bild am Sonntag“ sagten 79 Prozent der Befragten, dass ihnen dieses Thema „sehr wichtig“ oder „äußerst wichtig“ sei. Damit kam es auf Platz eins von insgesamt zehn Themen, die zur Auswahl standen.

Die Umfrage wurde bereits am 22. Dezember gemacht, also vor der Terrorwarnung in München. Die Münchner Polizei hatte am Silvesterabend mit dem Terroralarm auf Hinweise auf mögliche Anschläge am Hauptbahnhof sowie am Bahnhof Pasing durch fünf bis sieben Attentäter irakischer und syrischer Herkunft reagiert.

Unterschiede zwischen Ost und West

Die Terrorwarnung wurde am Neujahrstag aufgehoben. Deutlich weniger wichtig ist vielen Deutschen der Umfrage zufolge, dass die Bundesregierung dieses Jahr den Flüchtlingszuzug verringert. Nur 44 Prozent der Befragten bewerteten dies als „äußerst wichtig“ oder „sehr wichtig“.

In Ostdeutschland war der Wert mit 52 Prozent etwas höher als im Westen (42 Prozent), wie die „Bams“ berichtete. Insgesamt landete das Thema damit auf dem vorletzten Platz. Nur die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet hat für noch weniger Deutsche (35 Prozent) im nächsten Jahr Priorität. Auf Platz zwei der Liste steht die bessere Ausstattung von Schulen. 78 Prozent der Befragten sagen, es sei ihnen „sehr wichtig“ oder „äußerst wichtig“, dass die Politik für mehr Geld und mehr Lehrer sorgt.

Der Kampf gegen den Rechtsextremismus (73 Prozent) und den Klimawandel (71 Prozent) wird ebenfalls von vielen als wichtig betrachtet. Auf den Plätzen fünf bis acht folgen der Erhalt der Stabilität des Euro (59 Prozent), mehr Geld für die Polizei (53 Prozent), die Angleichung der Löhne von Männern und Frauen (53 Prozent) und Steuersenkungen (44 Prozent). (afp)


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