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„Extremistische Organisation“: Russland verbietet Zeugen Jehovas – Besitz beschlagnahmt

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Symbolbild

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dpa

Moskau -

Das Oberste Gericht Russlands hat die Zeugen Jehovas verboten und die Beschlagnahmung ihres Besitzes angeordnet. Dies verkündete Richter Juri Iwanenko am Donnerstag. Das Justizministerium hatte das Gericht aufgefordert, die Zeugen Jehovas als „extremistische Organisation“ zu verbieten.

Die Religionsgemeinschaft reagierte „schockiert“ auf die Entscheidung. „Ich hätte nicht gedacht, dass das im modernen Russland möglich sein könnte, wo die Verfassung das Recht auf freie Religionsausübung garantiert“, sagte ein Vertreter der Verwaltung der Zeugen Jehovas, Jaroslaw Siwulski, vor Journalisten. Er kündigte an, in Berufung zu gehen.

Die Zeugen Jehovas, die 395 Zentren in ganz Russland unterhalten, wurden dort seit 1996 wiederholt beschuldigt, mit aggressiven Methoden Gläubige anzuwerben. Wegen des Vorgehens der Behörden gegen die Religionsgemeinschaft wurde Russland bereits mehrfach vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg zu Schadenersatzzahlungen verurteilt. Dabei wurde unter anderem auf Verstöße gegen Grundrechte wie Religions-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit verwiesen. (afp)


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