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Berliner Zeitung | Facebook-Post zur Asylpolitik: Die NPD wird mit einem Wahlplakat zum Gespött im Netz
03. February 2016
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Facebook-Post zur Asylpolitik: Die NPD wird mit einem Wahlplakat zum Gespött im Netz

NPD

Das NPD-Plakat zum Thema Abschiebung

Foto:

NPD

Berlin -

Ja, das ist so eine Sache mit den Werbeplakaten. Da hat jemand eine Idee und wird im Rausch der Kreativität so betriebsblind, dass er nicht mehr sieht, was er tut. Manchmal fehlen Buchstaben, manchmal passt das Bild nicht zum Text, und manchmal, ja, da sendet man ein Statement in die Welt, das eigentlich anders gemeint war – aber da ist es oft schon zu spät.

Für den Urheber ist das ärgerlich. Das Netz nimmt solche wunderschönen Patzer natürlich dankbar auf, verbreitet sie und lacht laut darüber. Die Netzgeier sind hungrig. Am lautesten lacht es, wenn  hinter solchen Aktionen Menschen oder Gruppierungen stehen, die ohnehin mit sinnbefreiten Forderungen Stimmung machen – da ist die rechtsradikale NPD natürlich ganz vorne mit dabei. Kaum verwunderlich also, dass sie in diesen Tagen zum Internetgespött schlechthin wird.

Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten

Aber von vorn. Der NPD-Landesverband Rheinland-Pfalz postete am Montag auf seiner Facebook-Seite ein Wahlkampfplakat. Darauf zu sehen: Ein riesiges Flugzeug. „Konsequent abschieben“, steht darüber. „Wir schaffen das. #jetzthilftnurnochNPD“, hat der Seitenbetreiber zu seinem Beitrag geschrieben.  So weit, so schlecht.

Nur wandern die Augen am Plakat weiter hinab - denn das machen Augen zuweilen – und direkt unter der Forderung „Konsequent abschieben“  liest man: „Unser Volk zuerst.“

Man muss nicht groß um die Ecke denken, um die beiden Zeilen miteinander zu verknüpfen. Die NPD möchte also das eigene Volk zuerst abschieben. So steht es schwarz-rot-gold auf weiß auf der Seite. Die entsprechenden Kommentare ließen natürlich nicht lange auf sich warten.

„Wie kann man nur so dämlich sein“, fragt ein Nutzer. „Einsicht ist der erste Weg zur Besserung“, ein anderer. Oder: „Der Moment, wo Dummheit, Blödheit und die Nichtexistenz kognitiver Fähigkeiten sich in einer Partei verbinden...“  Die Seite „Ueckermünde Nazifrei“ schreibt: „„Liebe NPD, eure erste gute Idee überhaupt und endlich wird unser langjähriges 'Nazis raus' mal konsequent umgesetzt, herrlich!"

Bundesverfassungsgericht will erneut über Verbotsantrag verhandeln

Und was hat die NPD dazu zu sagen: „Geht auf Eurer Multikulti-Wiese spielen und laßt Euch vergewaltigen.

Das Bundesverfassungsgericht will im März erneut über einen NPD-Verbotsantrag verhandeln. Zugelassen sind die Rechtsradikalen bei der Landtagswahl am 13. März in Rheinland-Pfalz allerdings, bei der vergangenen Wahl im Jahr 2011 erhielten sie 1,1 Prozent der Stimmen.


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