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Kommentar nach dem Terror von Ankara: Der Albtraum der Türkei ist auch unserer

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Am Mittwochabend wurde die türkische Hauptstadt Ankara von einem Terroranschlag heimgesucht.

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Getty

Einen „360-Grad-Albtraum“ hat der US-Journalist Thomas L. Friedman die außen- und sicherheitspolitische Lage der Türkei genannt – weil sie mittendrin steckt in jenem explosiven Schlamassel, der vom Balkan über Syrien und den Irak bis zum asiatischen Teil Russlands reicht. Vor zehn Jahren war das. Damals war vom „Islamischen Staat“ noch nicht die Rede. Von der internationalen Flüchtlingskrise erst recht nicht. Nun beweisen die neuen Anschläge von Ankara, wie aktuell der Befund ist. Heute müssen wir hinzufügen: Es ist unser Albtraum.

Mag die EU den Mitgliedschaftsavancen des Landes noch so konsequent die kalte Schulter zeigen – seine Probleme sind europäische Probleme. Und ihr aktuelles Problem Nummer eins kann die Gemeinschaft nicht ohne die Türkei lösen: die Flüchtlingskrise. Leider gibt die Politik des „kranken Mannes am Bosporus“, wie schon ihr osmanischer Vorgänger genannt wurde, zu wenig Hoffnung Anlass. Denn Präsident Recep Tayyip Erdogan, der sich gern als starker Mann inszeniert, trägt durch seine Konfrontationspolitik zur eigenen Schwächung bei.

  1. Der Albtraum der Türkei ist auch unserer
  2. Nahrung für Erdogangs innenpolitisches Feindbild
  3. Albtraum der Türkei zum großen Teil hausgemacht
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