blz_logo12,9

Kosten-Nutzen-Rechnung: Massive ADAC-Kritik an Dobrindts Maut-Plänen

Maut

Kommt die Pkw-Maut in Deutschland oder nicht?

Foto:

dpa

Düsseldorf -

Der ADAC hat massive Kritik an den Plänen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für eine Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen geübt. „Das wichtigste Ziel der geplanten Maut, Mehreinnahmen für den Erhalt und Ausbau unserer Straßen zu erzielen, wird verfehlt“, sagte ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker der „Rheinischen Post“.

Eine Studie im Auftrag des ADAC habe gezeigt, „dass von ausländischen Pkw-Fahrern bei einer Autobahnmaut jährliche Bruttoeinnahmen von lediglich 262 Millionen Euro zu erwarten wären“, sagte Becker. Dies stehe in keinem Verhältnis zu den erwarteten Kosten von etwa 300 Millionen Euro.

Becker warnte auch vor der Kompensation durch die Kfz-Steuer. Der ADAC befürchtet außerdem, dass die geplante Entlastung deutscher Autofahrer über die Kfz-Steuer nicht die europäischen Hürden nehmen wird. „Damit wäre in Deutschland eine Pkw-Maut für alle Autofahrer eingeführt“, so Becker.

Zudem wäre eine Mehrbelastung der Ausweichstraßen die Folge der Maut - und damit auch ein erhöhtes Unfallrisiko. (ksta)