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Umfrage nach den Übergriffen in Köln: Jeder dritte Deutsche will Menschenmengen meiden

Viele Menschen sind nach den Übergriffen verunsichert.

Viele Menschen sind nach den Übergriffen verunsichert.

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dpa

Köln -

Die Verunsicherung nach den massiven Übergriffen in der Silvesternacht ist spürbar - und messbar. Laut einer Umfrage der ARD will fast ein Drittel der Befragten nach den Vorkommnissen am Kölner Hauptbahnhof größere Menschenansammlungen meiden. Von den befragten Frauen fühlen sich 37 Prozent unwohl. 60 Prozent der Befragten wollen ihr Verhalten dagegen nicht ändern. Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmerinnen sehen dazu keinen Anlass.

Das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap befragte im Auftrag der ARD von Montag bis Dienstag 500 Bürger telefonisch. Dabei kam auch heraus, dass 82 Prozent der Befragten eine Ausweitung der Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen befürworten, 17 Prozent sind dagegen.

De Maizière fordert mehr Videoüberwachung

In einem Zeitungsbericht hat sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) für schärfere Sicherheitsvorkehrungen wie mehr Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen gefordert. „Wir müssen alles dafür tun, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“.

Dazu gehörten „vorbeugende Aufklärung, mehr Videoüberwachung auf Plätzen, wo sich viele Menschen versammeln, Präsenz auf der Straße und harte Strafen“. Selbstverständlich gehöre dazu auch, dass ausländische Straftäter bei erheblichen Straftaten aus Deutschland ausgewiesen würden. „Ob hier nach der von mir angestoßenen und zum 1. Januar diesen Jahres in Kraft getretenen Neuordnung des Ausweisungsrechts weiterer Gesetzgebungsbedarf besteht, schauen wir uns jetzt an“, ergänzte der Innenminister. (dpa, tis)


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