Japans Katastrophe: Die Wucht der Tsunami-Wellen zerstört am 11. März ganze Küstenlandstriche im Nordosten Japans. Mehr als 20 000 Menschen sterben. Foto: dpa
Japans Katastrophe: Die Wucht der Tsunami-Wellen zerstört am 11. März ganze Küstenlandstriche im Nordosten Japans. Mehr als 20 000 Menschen sterben. Foto: dpa
Alles in Aufruhr. Nach diesem Jahr wünschen viele, die Welt möge schrumpfen auf das Maß ihres eigenen Lebens: Was hat das alles mit uns zu tun?
Was für ein Jahr! Als wäre eine Rakete voller Sensationen vorbeigeschossen. Ganz mitgekommen ist da wohl niemand.
Im Grunde schüttelt man noch immer den Kopf und stellt entgeistert die Frage: Was war das denn?
Was 2011 geschah, reicht für ein ganzes Jahrzehnt. Diktaturen fielen, Völker erhoben sich, Politiker stürzten aus dem Zenit, das Meer fiel über Japan her, Griechenland versank in der Pleite, die Wirtschaft rund um den Globus geriet ins Stocken. Dioxin wurde im Futter entdeckt, die Medizin erwies sich als machtlos gegen das Ehec-Virus. Bin Laden wurde in Pakistan aufgestöbert. Jugendliche nahmen London auseinander. Ein 32-jähriger Unternehmer erschoss 69 Jugendliche. Und alle waren näher und schneller dabei als je zuvor.
Wie ist das alles zu fassen?
Wie aber verhält sich das eigene Leben zu diesen Vorgängen? Wie die Trennung vom Freund, die neue Wohnung, der Start im Beruf, der Tod der Mutter, der Dispo bei der Bank? Die Frage nach dem eigenen Leben und wie es zusammenhängt mit dem turbulenten Rest der Welt gehört zu den Überforderungen, die das Jahr abverlangte. Die Frage lautet schlicht: Wie ist das alles zu fassen?
Leider wieder da: Der ehemalige Verteidigungsminister zu Guttenberg (rechts) gab nach seinem Rücktritt ein erstes Interview in "Der Zeit". Immerhin einer hat ihn vermisst: Lothar Matthäus.
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Verzockt: UBS-Händler Kweku Adoboli hat etwa 2,3 Milliarden Euro in den Sand gesetzt. Heute sitzt er in U-Haft.
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Abgehoben: Weil Facebook boomt, ist Mark Zuckerberg einer der Gewinner des Jahres. Geschäftlich zumindest, denn im selben Jahr erschien der für Zuckerberg ziemlich peinliche Film "The Social Network".
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Gelandet: Für die Enthüllungen von Wikileaks wurde Julian Assange gefeiert wie ein Heiliger. Nach schweren Datenpannen wollen Spiegel, Guardian und New York Times nichts mehr mit der Enthüllungsplattform zu tun haben.
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Und Tschüss (1): Ex-Premierminister und Politclown Silvio Berlusconi haut endlich ab. Gut für Italien, aber irgendwie wird es ohne ihn auch ein bisschen langweiliger.
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Und Tschüss (2): Theo Zwanziger räumt seinen Stuhl als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes.
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Und Tschüss (3): In Tunesien begann der arabische Frühling, Ex-Diktator Ben Ali blieb am Ende nur die Flucht ins saudische Exil. Fünf Monate nach seiner Flucht wird er in seiner Heimat zu 35 Jahren Haft verurteilt. Es folgten...
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...der ägyptische Amtskollege Mubarak und...
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...der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi.
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Auch weg: Ein Stefan Mappus kann da an Strahlkraft nicht mithalten, aber auch der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident musste gehen. Und im Ländle gabs wenigstens ein Revolutiönsle.
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Willkommen: An seine Stelle rückte Winfried "Winne" Kretschmann von den Grünen.
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Ja-Wort des Jahres: Prinz William heiratet die Bürgerliche Kate Middleton.
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Vorerst weg: Christian von Boetticher (CDU) hatte was mit einer 16-Jährigen - Grund genug, seine politischen Ambitionen vorerst auf Eis zu legen.
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Gescheitert: Die FDP stürzte in diesem Jahr in Wahlen und Umfragen in ein historisches Tief. Philipp Rösler trat als Parteichef zu wenig in Erscheinung - Zu unauffällig, zu wenig Biss.
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Zurück ins Leben: Ein Jahr ist es her, dass „Wetten, dass..?“-Kandidat Samuel Koch vor laufenden Kameras schwer verunglückte. Seither ist der 24-Jährige querschnittsgelähmt. Doch es geht bergauf. Im Juni gibt Koch sein erstes Fernsehinterview, im November gibt er öffentlich bekannt, bald die Reha-Klinik zu verlassen und Weihnachten zu Hause verbringen zu können.
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Sündenbock: Banker Josef Ackermann polarisierte 2011 wie kaum ein anderer, den Occupy-Protestierern diente er als Feinbild Nummer 1.
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Der Produzent: Bernd Eichinger stirbt überraschend am 24. Januar an einem Herzinfarkt. Der 61-Jährige galt nicht nur als wichtigster Mann im deutschen Filmgeschäft, sondern war auch international eine Größe. Zu seinen rund 70 Filmen gehören oscarprämierte Streifen wie „Der Untergang“ und „Nirgendwo in Afrika“.
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Zurück mit Heiratsantrag: Bei der Verleihung der Goldenen Kamera im Februar tritt Ex-Sportschau-Moderatorin Monica Lierhaus erstmals seit ihrer schweren Operation zwei Jahre zuvor öffentlich auf. Die Journalistin kämpft sichtlich mit den Folgen der Hirnverletzung - und rührt mit ihrem Heiratsantrag an Lebensgefährten Rolf Hellgardt vor laufender Kamera viele zu Tränen. Einen Monat später wird jedoch Kritik an Lierhaus laut, weil sie für ihr Engagement als neue Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie angeblich 450.000 Euro einstreicht.
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Königlich: Colin Firth bekam für seine Leistung in dem Film "The King's Speech" einen Oskar. Verdient!
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Die letzte Diva: Elizabeth Taylor stirbt am 23. März im Alter von 79 Jahren. Die amerikanische Leinwand-Ikone war eine der letzten Diven des alten Hollywood. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören „Die Katze auf dem heißen Blechdach“, „Kleopatra“ und „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“. Sie war achtmal verheiratet, davon zweimal mit Richard Burton.
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Reichster Mann: Der Mexikaner Carlos Slim Helú ist laut dem Magazin "Forbes" der reichste Mann der Welt 2011. Doch außerhalb seiner Heimat kennt den 71-jährigen Multimilliardär (geschätztes Vermögen: 53,5 Milliarden Dollar) kaum jemand. Seinen Erfolg verdankt er der Privatisierung des mexikanischen Telefonmarktes in den 90ern. Doch zu seinem Imperium gehören neben Telefonanbietern auch Banken, Hotels, Bauunternehmen und Kaufhäuser.
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Mutter Drombusch: Als Fernsehmama in der Familienserie "Diese Drombuschs" (hier mit Seriengatte Günter Strack) wurde sie dem deutschen Fernsehpublikum bekannt. Aber auch ihr jahrzehntelanger Einsatz für Kinder in Not macht Schlagzeilen. Am 4. April stirbt die Schauspielerin Witta Pohl im Alter von 73 Jahren.
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Die schönste Frau: Im April kürt das US-Magazin "People" Jennifer Lopez zum schönsten Promi der Welt. Die 42-jährige Sängerin und Schauspielerin löst Julia Roberts als Schönste der Schönen ab. Im Juli trennt sich Lopez von ihrem Mann Marc Anthony, doch beruflich läuft 2011 gut: Mit ihrer ersten Single "On the floor" aus dem Album "Love?" erreicht sie erstmals Platz 1 der deutschen Charts. Das Bild zeigt La Lopez bei ihrem Auftritt bei den American Music Awards im November.
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Meistermacher: Jürgen Klopp führt seine junge Dortmunder Mannschaft zum Titel - am 30. April kann er nach einem Sieg in Nürnberg mit seiner Mannschaft vorzeitig die Deutsche Fußballmeisterschaft feiern. Unter seiner Führung entwickeln sich Talente wie Mario Götze, Mats Hummels und Marcel Schmelzer zu international begehrten Weltstars.
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In Sex-Affären verstrickt: Als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) zählte Dominique Strauss-Kahn zu den mächtigsten Männern der Welt. Reich, elegant, respektiert - und vielleicht Frankreichs nächster Präsident. Doch all das war auf einen Schlag Vergangenheit, als ein Zimmermädchen aus einem New Yorker Hotel ihn im Mai der Vergewaltigung bezichtigte. Später wurde sie als unglaubwürdig eingestuft, die US-Justiz ließ die Anklage fallen, Spekulationen über ein Komplott machten die Runde - doch die Karriere des 62-Jährigen ist schwer beschädigt.
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Frau an der Macht: Mit dem Fall von Dominique Strauss-Kahn schlug die Stunde der 55-jährigen Christine Lagarde. Die Finanzexpertin wurde zur ersten Frau an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) - so wie sie zuvor als erste Anwältin die Führung einer der größten US-Kanzleien übernahm und die erste Finanz- und Wirtschaftsministerin Frankreichs war.
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Basketball-Export: Dirk Nowitzki ist der erste deutsche Basketballer der mit einem US-Team die NBA-Basketball-Meisterschaft gewinnt. Am 12. Juni kann er den erträumten Pokal in Empfang nehmen - und kann das offenbar selbst kaum fassen.
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Ministerin mit Babybauch: Kristina Schröder wird als erste Bundesministerin überhaupt während ihrer Amtszeit Mutter. Ihre Tochter Lotte Marie kommt am 30. Juni zur Welt. Nach Ablauf der Mutterschutz-Zeit übernimmt Schröder im September wieder die Amtsgeschäfte - auch das Ressort Familie.
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Im Abhörsumpf: Jahrzehntelang baute Rupert Murdoch ein beispielloses Medienimperium auf, jetzt muss der 80-Jährige weitgehend hilflos zusehen, wie der Abhörskandal um britische Boulevardzeitungen sein Lebenswerk in Gefahr bringt. Die Übernahme des Fernsehanbieters BSkyB musste der Australier bereits abblasen, sein Sohn James scheint als Kandidat für die Spitze der News Corp. irreparabel beschädigt, der Skandal geht immer tiefer.
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Retter von Utøya: Der Deutsche Marcel Gleffe fährt während des Attentats auf der norwegischen Insel Utøya mehrfach mit seinem Angelboot hin und her und rettet mindestens 20 Jugendliche aus dem Wasser. Dafür wird er später mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
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Vom Alkohol zerstört: Die Pop-Ikone Amy Winehouse wird am 23. Juli tot in ihrer Londoner Wohnung gefunden. Die britische Sängerin ist zu diesem Zeitpunkt eine der erfolgreichsten Soulstimmen. Sie kämpft jedoch ständig mit ihrer Drogenabhängigkeit und stirbt mit nur 27 Jahren an einer Alkoholvergiftung. Anfang Dezember erscheint posthum ihr Album "Lioness: Hidden Treasures".
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Loriot ist tot, es lebe Loriot!: Am 22. August stirbt mit Loriot Deutschlands größter Humorist. Der Sprachwitz und die Pointen des vielfach ausgezeichneten Humoristen Vicco von Bülow alias Loriot sind legendär - etwa der Sketch mit der Nudel im Gesicht, der Cartoon „Herren im Bad“ oder das Zeichentrickpärchen Wim und Wendelin. Auch seine Filme „Ödipussi“ und „Pappa ante portas“ begeisterten Millionen Menschen.
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Hoch hinaus: Die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner erreicht am 23. August den Gipfel des 8611 Meter hohen K2 im Karakorum. Die Österreicherin hat damit als erste Frau alle 14 Achttausender ohne Sauerstoffgerät bezwungen. Das Bild zeigt Kaltenbrunner auf dem Gipfel des 8516 Meter hohen Lhotse.
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Comeback nach Schlaganfall: Schauspielerin Gaby Köster zählte zu den erfolgreichsten deutschen Komikerinnen. Bis sie wegen eines Schlaganfalls Anfang 2008 komplett von der Bildfläche verschwand. Anfang September meldet sie sich zurück, mit einem Auftritt bei Stern TV und ihrem Buch "Ein Schnupfen hätte auch gereicht - meine zweite Chance". Das autobiographische Werk hält sich seither in den Top Ten der Bestsellerlisten.
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iGod: Steve Jobs prägte mit seinen Innovationen vom Mac-Computer über iPod bis zum iPad-Tablet wie kein anderer das digitale Zeitalter. Der US-amerikanische Computerpionier und Apple-Gründer stirbt am 5. Oktober im Alter von 56 Jahren an Krebs. Wenige Wochen später erscheint die von ihm autorisierte Biografie.
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In Freiheit: Mehr als fünf Jahre überlebt der israelische Soldat Gilad Schalit als Geisel der Hamas. Doch nach zähen Verhandlungen vereinbaren Israel und die radikal-islamische Palästinenser-Organisation einen Gefangenenaustausch. Schalit kommt eine Woche später frei (Bild) - im Austausch gegen 1027 palästinensische Häftlinge. Mehr als 3000 Plakate mit der Aufschrift "Gut, dich wieder zu Hause zu haben" heißen den mittlerweile 25-Jährigen in seiner Heimat willkommen.
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Smokin' Joe: Er war Muhammad Alis größter Gegner - und der erste Boxer überhaupt, der als Amateur Olympia-Gold gewann und danach als Profi Weltmeister wurde. Boxlegende Joe Frazier, Kampfname "Smokin' Joe", stirbt am 7. November im Alter von 67 Jahren an Leberkrebs.
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Mr. "Wetten, dass...?": "Gute Nacht, es war eine tolle Zeit, auf Wiedersehen." Mit diesen Worten verabschiedet sich Moderator Thomas Gottschalk am 3. Dezember von fast 15 Millionen Zuschauern. Die letzte "Wetten dass...?"-Sendung nach fast 25 Jahren lässt ein Jahr des Abschieds versöhnlich zu Ende gehen. Bereits Anfang Januar hatte Gootschalk seinen Rückzug aus der Samstagabend-Unterhaltung bekannt gegeben. Auslöser war der schwere Unfall seines Wettkandidaten Samuel Koch Ende 2010, aber auch der Quotendruck.
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Gnade: Die Iranerin Ameneh Bahrami verzichtet im Juli darauf, ihren Peiniger zu blenden, obwohl ein Gerichtsurteil dies gestattete. Der Mann hatte ihr aus Eifersucht Säure über den Kopf geschüttet.
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Vergeltung: Osama bin Laden ist tot, ein US-Kommando tötete ihn in Pakistan mit einem Kopfschuss, sein Leichnam wurde im Meer versenkt.
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Erinnern an Christa W.: Die berühmte Schriftstellerin Christa Wolf verstarb im Dezember im Alter von 82 Jahren. Bekannt wurde sie mit "Kein Ort. Nirgends" und "Kassandra".
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Schlussstrich: Biathlon-Star Magdalena Neuner ist gerade mal 24 Jahre alt, trotzdem hört sie nach dieser Saison auf. Neuner: "Ich sehne mich nach Normalität, nach etwas mehr Ruhe."
Angst vor Super-GAU: Die Katastrophe von Fukushima macht auch den Deutschen Angst.
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Gemeinsam ins Unterhaus: Die treue Fangemeinde begleitet den Abstieg der Frankfurter Eintracht in die zweite Liga. Neben dem Klassenbüchern und Spielberichten besonders gern gelesen: das erste Interview mit dem neuen Sportdirektor Bruno Hübner Ende Mai, die Berichte über den Wechsel von Patrick Ochs nach Wolsburg und das Gespräch mit Torwart-Urgestein Oka Nikolov nach seiner Vertragsverlängerung im Oktober.
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Guttenberg polarisiert: Aufstieg und Fall und Rückkehr von Deutschlands bekanntestem Plagiator erhitzt die Gemüter wie kaum ein anderes Thema.
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Netz der Islamfeinde: Im September deckt die FR auf, das hinter dem erfolgreichen Internetportal „Politically Incorrect“ ein internationales Netzwerk von Islamfeinden und Volksverhetzern steht. Die Karikatur stammt aus dem PI-Umfeld und zeigt einen zur Moschee umgestalteten Reichstag.
Foto: Diese Karikatur stammt aus dem Umfeld von „Politically Incorrect“. Sie zeigt einen zur Moschee umgestalteten Reichstag, mit dem vor einer Übernahme der deutschen Politik durch Islamisten gewarnt werden soll.
Kuss des Jahres: Im Liveticker verfolgen die Leser die Zeremonie zum Ja-Wort 2011 - und warten auf den Kuss von William und Kate. Um 14.34 Uhr ist endlich zu lesen: "Da ist die Zeitlupe. Keine Zunge, eindeutig, und was viel schlimmer wiegt: Kate zieht zurück. Lässt ihren William vor Milliarden stehen, wie einen kleinen Schuljungen, der mit seinen Lippen an einem Poster der Spice Girls hängt. Das kommt davon, wenn man sich eine aus dem gemeinen Pöbel sucht."
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Sparen wie die Griechen: Was würde passieren, wenn Deutschland ein Sparpaket bewältigen müsste wie Griechenland?, fragt sich die FR im Juni. Die Antwort: ein erschreckendes Szenario, in dem die Mehrwertsteuer auf 26 Prozent steigt und extremistische Parteien starken Zulauf erhalten.
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Langer Abschied: Das Schicksal von Moderator Thomas Gottschalk interessiert die Leser das ganze Jahr - von seinem angekündigten Ende bei "Wetten dass...?" über die Abschiedstournee durch sämtliche Medien bis zur Nachfolger-Frage. Hat eigentlich Lothar Matthäus schon gesagt, dass er nicht zur Verfügung steht?
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Dabeisein ist alles: Die einen öffnen den Sekt schon vor dem Start, die anderen zeigen, wie irre fit sie sind –und die meisten laufen einfach nur so. Das war beim J.P. Morgan Lauf 2011 mit 68.000 Teilnehmern nicht anders als die Jahre zuvor.
Kragen geplatzt: Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß wird im Frühjahr im heimischen Stadion von Fans kritisiert - und lässt danach verbal Druck ab. Ziel der Schmährede sind Ex-Coach van Gaal und Ex-Nummer-Eins-Torwart Thomas Kraft.
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Aufruhr in Arabien: Im März spitzen sich die Ereignisse in der arabischen Welt zu: im Jemen werden Tausende Demonstranten getötet, in Libyen tobt ein blutiger Bürgerkrieg. Im Liveticker verfolgen die Leser, wie die Weltgemeinschaft über eine passende Reaktion streitet - und schließlich die Nato das Kommando übernimmt. Die Jagd auf Gaddafi hat begonnen.
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Tischwackeln im Taunus: Im Februar erschüttert ein Erdbeben der Stärke 4,4 auf der Richterskala das Rhein-Main-Gebiet. Obwohl das Epizentrum bei Nassau an der Lahn liegt, wackeln im Taunus Tische und Schränke.
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Geldsorgen: "2013 kommt die große Inflation", warnt die FR im November - und spricht mit einen Vermögensverwalter über Geldanlagen in Krisenzeiten und das Positive an der erwarteten Teuerung.
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Umstrittener Auftritt. Darf er oder darf er nicht? Die Auftritte des fundamentalistische Islampredigers Pierre Vogel in Frankfurt werden im Frühjahr schon im Vorfeld heiß diskutiert - und beschäftigen auch die Gerichte. Mehr als 1500 meist jüngere Menschen kommen am 20. April auf den abgesperrten Roßmarkt, um Vogel über den „Islam - die missverstandene Religion“ reden zu hören.
Foto: Michael Schick
Kommunalwahl: Im Liveticker verfolgen die Hessen Ende März, wie die CDU in Gießen verliert, Darmstadts OB in die Stichwahl gezwungen wird und im Römer Schwarze und Grüne den Fortbestand ihrer Großen Koalition feiern.
Foto: Michael Schick
Rätsel um Müller: Gerd Müller, als "Bomber der Nation" gefeierter Ex-Fußballnationalspieler, verirrt sich im Juli im Trainingslager von Bayerns Amateuren in Italien und gilt 13 Stunden lang als vermisst. Die Polizei findet ihn in einem "desorientierten" Zustand auf.
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Tod eines Pferdes: Während des Weltcupspringens im italienischen Verona bricht Anfang November das Weltklassepferd Hickstead zusammen und stirbt.
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Mannheimer Youtube-Star: Eigentlich will sich Christine Zehnbauer nur über ihren lauten Nachbarn beschweren. Dann landet ihr Anruf bei der Polizei auf Youtube - und die Mannheimerin wird zum Star. Ende November stirbt die 46-Jährige.
Unbequeme Wahrheit: Bis 2020 könnten mindestens 40 Prozent des deutschen Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Das zeigt eine Studie des Wirtschaftsministeriums bereits im Sommer 2010. Veröffentlicht werden die unliebsamen Forschungsergebnisse jedoch erst im Februar und klammheimlich, berichtet die FR im April.
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Lena gegen Lena: "Eine peinlich-rührende Show vor halbleeren Rängen", urteilt die FR über den Tourauftakt von Lena im April in Berlin. Es zeige sich, dass das Popsternchen von 2010 für die ganz große Bühne noch nicht reif sei.
Perfekter Abgang: Seit 1995 ist Petra Roth OB von Frankfurt, am 1. November verkündet sie ihren vorzeitigen Rücktritt - und trifft damit die Opposition unvorbereitet. Der Kampf um ihre Nachfolge ist seither in vollem Gange.
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Prügel in der U-Bahn: Zwei Jugendliche verfolgen im Februar in einem Berliner U-Bahnhof einen 30-Jährigen, verprügeln ihn und verletzen ihn schwer. Nach der Attacke sucht die Polizei einen unbekannten Helfer. Der breitschultrige Mann, angeblich Mitglied des Rockerclubs Bandidos, soll die vier Schläger vertrieben haben.
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Sex sells. Straßenstrich Frankfurt: Während der Automobilmesse IAA im September erobern Straßenprostituierte Frankfurt - und werden geduldet. Die FR veröffentlicht ein Reportage über das Geschäft mit dem Sex auf der Straße..
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Leerer Sessel: Die EU-Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin glänzt gern - mit Abwesenheit. Die FDP-Politikerin hat 2011 und 2010 alle Sitzungen des EU-Petitionsausschusses geschwänzt. Das berichtet das Politmagazin "Panorama" im September.
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Cappucchino-Krieg im Nordend: Es ist ein einfacher Zettel, der im März für Empörung bei den Eltern im Frankfurter Nordend sorgt. Er hängt im Fenster des Café Sahnesteifs – und macht im Namen der Besitzer unmissverständlich klar: Kinder sind hier nicht erwünscht. Damit beginnt eine Wochen lange öffentliche Debatte darüber, was Kinder in der Stadt dürfen (sollen) und was nicht.
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Silikon und Hühnerkacke: ProSieben treibt im August Ehemalige aus den Niederungen von Funk und Fernsehen auf die Alm (im Bild: Ex-Top-Model-Kandidatin Tessa). Das Ganze erinnert erschreckend stark an die RTL-Dschungelshow - nur, dass hier Gina-Lisa statt Lorielle über Dekolleté-Tuning und Botox-Einsatz plaudert.
Foto: ProSieben
Ohren betäubend: Ende Oktober wird am Frankfurter Flughafen die neue Landebahn eröffnet. Seither formiert sich wieder heftiger Widerstand gegen den Fluglärm - selbst im Nobelviertel auf dem Frankfurter Lerchesberg. Und jeden Montag demonstrieren Tausende im Terminal.
Foto: Alex Kraus
Kuckuck für Kassenpatienten: Die Krankenkasse DAK geht scharf gegen säumige Kunden vor. Anfang des Jahres wird bekannt, dass sie gegen 220.000 Versicherte Inkassoverfahren eingeleitet hat.
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Oslo trauert: 76 Menschen streben bei den Attentaten des Rechtsextremisten Anders Breivik im Juli in Norwegen. Die Anschläge lösen auch hierzulande eine Debatte aus über Islamfeindlichkeit und den Umgang offener Gesellschaften mit extremistischem Terror.
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Tatort Jobcenter: In einem Frankfurter Jobcenter dreht im Mai eine Frau durch. Sie greift einen Polizisten mit einem Messer an und wird daraufhin von dessen Kollegin niedergeschossen. Die 40-Jährige stirbt eine Stunde später im Krankenhaus.
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Machtkampf im Netz: Mit Google+ landet der Internetkonzern Google im Juli einen Coup. Der Ansturm auf das neue soziale Netzwerk ist zunächst riesig, denn es sticht in die Schwachstellen seiner Konkurrenten Facebook und Co.
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Lieblingsbär: Nach dem plötzlichen Tod des weltbekannten Eisbären Knut im Berliner Zoo im März trauern Tausende. Tierschützer sind indes empört über Aufzucht und Haltung im Zoo.
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Tragödie beim Hessentag: Auf dem Rückflug vom Hessentag in Oberursel stürzt im Juni ein Werbe-Luftschiff ab. Drei Journalisten können sich durch einen Sprung retten. Der Pilot geht mit dem Zeppelin in Flammen auf.
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Staat klickt mit: Die Enthüllungen des Chaos Computer Clubs über den Einsatz von Spionagesoftware durch Ermittlungsbehörden beunruhigen Datenschützer und Politik. Dokumente aus dem Bayerischen Justizministerium belegen, in welchem Ausmaß schon vor Jahren überwacht wurde, berichtet die FR im Oktober.
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Stahl statt Gummi: Der Gummiknüppel hat bei der hessischen Polizei ausgedient. Das Land rüstet seine Einsatzkräfte im Februar mit mehr als 13.000 Teleskop-Schlagstöcken aus. Amnesty International Hessen warnt vor den Gefahren der neuen Stahlwaffe.
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Bombe von Koblenz: HC 4000 LB ist die Fachbezeichnung für die drei Meter lange Luftmine mit 1400 Kilo Sprengstoff, die Anfang Dezember Koblenz in Alarmstimmung versetzt. Die halbe Stadt wird evakuiert, die Bombe entschärft.
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Schwarzer August: Die Angst vor weltweitem Börsencrash treibt auch die Leser um. Im Live-Ticker verfolgen sie schließlich, wie die US-Notenbank den US-Leitzins auf niedrigem Niveau festschreibt - und so die Finanzmärkte halbwegs beruhigt.
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Die 99 Prozent: Die Empörung über soziale Ungerechtigkeit und die Gier der Banken bündeln sich weltweit in der Occupy-Bewegung. Die Bewegung behauptet von sich selbst, heterogen zu sein. Die FR gibt den Menschen ein Gesicht, die zumindest die Idee eint, dass vieles Übel in der Übermacht des Finanzsystems begründet sei.
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Tod mit 27: Die Sängerin Amy Winehouse wird am 23. Juli leblos in ihrer Wohnung gefunden. In den Jahren zuvor hatte sie nicht nur mit ihrer unverwechselbaren Stimme und ihrem besonderen Retro-Style, sondern auch immer wieder mit Drogen- und Alkoholexzessen auf sich aufmerksam gemacht.
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Macht der Ratingagenturen: Eine nüchterne Erklärung der Rating-Agentur Standard & Poor's im Juli verwandelt europäische Rettungsbemühungen in einen Scherbenhaufen. Die FR erklärt, wie Ratingagenturen funktionieren und wieso sie solche Macht haben.
Welche Artikel wurden 2011 am häufigsten gelesen, welche Bilder angeschaut? Unsere Leser haben abgestimmt, was sie am meisten interessiert hat - per Mausklick. Herausgekommen ist ein ganz eigener Jahresrückblick. An der Spitze: die Katastrophe von Japan im März. Hunderttausende verfolgen im Liveticker, was der Tsunami angerichtet hat, und informieren sich über den Kampf gegen die radioaktive Gefahr in Fukushima.
Beunruhigt stellte Die Zeit in einem Leitartikel im Mai dieses Jahres fest, dass die Wochenzeitschriften trotz der packenden Nachrichtenlage im ersten Quartal des Jahres sechs Prozent Auflage verloren, die Tageszeitungen zwei Prozent. Und das Interesse des Publikums wandere nicht etwa zum flinken Internet ab oder zu den Sondersendungen des Fernsehen. Viele Menschen wendeten sich vom Nachrichtenstrom einfach ab. Es werde ihnen zu viel. Sie würden überfordert die Stopptaste drücken und sich lieber den stilleren Herausforderungen des Privatlebens zuwenden.
Die große Täuschung
Tatsächlich ist der größte Medienerfolg des Jahres ein Blatt, das mit all dem nichts zu tun hat, die Landlust. Das Magazin, das sich mit Inbrunst nichts anderem zuwendet als dem Traum vom idyllischen Wohnen, hat inzwischen eine Auflage von mehr als 800 000 Exemplaren.
Inzwischen ist Guttenberg mit seiner Familie in die USA ausgewandert, hat bei einer Washingtoner Denkfabrik als Sicherheitsexperte angeheuert und arbeitet an seinem Comeback. Spätestens im Januar will er erstmals wieder vor großem Publikum in Deutschland auftreten - bei der Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst in Aachen.
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Dominique Strauss-Kahn führte die wichtigste internationale Finanzinstitution und wollte 2012 französischer Präsident werden. Doch der Vergewaltigungs-Vorwurf eines Zimmermädchens riss den IWF-Chef aus allen Karriereträumen. Was genau am 14. Mai in einer Suite des New Yorker Sofitel-Hotels geschah, ist weiter unklar. Der Top-Banker wurde festgenommen, kam hinter Gitter, wurde dann gegen Kaution in Hausarrest entlassen.
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Weitere Sex-Affären kamen ans Licht. Der New Yorker Skandal kostete ihn nicht nur den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds, sondern auch eine Kandidatur für die Sozialisten bei der Wahl 2012. Zweifel an der Glaubwürdigkeit der New Yorker Klägerin führten zur Einstellung des Strafverfahren - eine Zivilklage gegen DSK läuft aber noch.
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Anthony Weiner war US-Kongressabgeordneter und galt als hoffnungsvoller politischer Aufsteiger - bis er über eine Cybersex-Affäre stolperte. Im Juni tauchten anzügliche Fotos des heute 47-jährigen Demokraten im Internet auf. Eines davon zeigte ihn in Unterhosen, die Formen darunter klar zu erkennen.
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Zuerst behauptete der damals erst frisch verheiratete Wiener, er sei Opfer eines Hackers. Dann räumte er tränenreich ein, dass er mit sechs Frauen via Twitter und Facebook „unangemessen“ kommuniziert habe und sich nun einer Therapie unterziehe, „um ein besserer Ehemann zu werden“. Dennoch blieben ihm ein Rücktritt und jede Menge Spott nicht erspart: Schließlich wird sein Name „Wiener“ ausgesprochen, was umgangssprachlich für „Penis“ steht.
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Politikerrücktritte wegen törichter Äußerungen sind Japans Wähler längst gewohnt. Doch der Fall des Yoshio Hachiro, der als Industrieminister gerade mal acht Tage wirken durfte, hat selbst im Land der häufigen Politikerwechsel Seltenheitswert. Hachiro war gerade von einer Besichtigung der Atomruine Fukushima zurückgekehrt, um sich in Tokio zum vertraulichen Gespräch mit Reportern zu treffen. Warum er sich nach seinem AKW-Besuch nicht erst umzog, sondern seine Einsatzuniform anbehielt, weiß nur er. Jedenfalls soll er sich darin mit einem Ärmel an einem Reporter gerieben haben mit der Bemerkung „Hey, ich strahle auf Dich ab“ - oder so ähnlich, denn von dem vermeintlichen Zitat gab es verschiedene Versionen. Japans Öffentlichkeit fand das geschmacklos angesichts der allgemeinen Angst vor Verstrahlung. Hachiro blieb im September nur der Rücktritt.
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Gute Freunde sind in der Politik wichtig - hatte sich der britische Verteidigungsminister Liam Fox (50) gedacht. Also brachte der Konservative seinen alten Kumpel und Trauzeugen Adam Werritty aus Schottland mit nach Westminster. Der junge Mann, ohne jede vertragliche Bindung zur Regierung, ging im Verteidigungsministerium der Atommacht Großbritannien ein und aus, begleitete Fox auf Staatsreisen in die arabische Welt und wohnte sogar in dessen Dienstwohnung an der Themse.
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Schließlich wurde es selbst der eigenen Partei zu bunt. Fox musste klein beigeben und seinen Hut nehmen. Bis heute lässt die Affäre Fragen offen. War Fox schwul oder Werritty ein Rüstungslobbyist? Eher letzteres.
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Die kleine Slowakei und ihre Premierministerin Iveta Radicova hielten im Oktober mit Polit-Geplänkel die internationale Finanzwelt in Atem. Die Slowakei zögerte als letzter der 17 Euro-Staaten die Zustimmung zum Rettungsschirms EFSF heraus. Damit hing das Schicksal der zweitgrößten Währung der Welt über Tage von der Slowakei ab. Radicova verknüpfe die Abstimmung im Parlament über die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms mit der Vertrauensfrage. Sie verlor wegen der Blockadehaltung ihrer neoliberalen Koalitionspartner und trat zurück.
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Erst im zweiten Anlauf stimmte auch die sozialdemokratische Opposition für den Rettungsschirm. Radicova bleibt noch bis zu den vorgezogenen Neuwahlen im März 2012 mit eingeschränkten Vollmachten im Amt. Danach will sie wieder als Professorin für Soziologie arbeiten.
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Drei Gläser Wein sollen es gewesen sein, die der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) bei einer Afrika-Reise nicht bezahlt hat. Obwohl Beutel sich entschuldigte, gab es viel Wirbel, auch in seiner Partei. Die Rechnung aus Ruanda hatte Folgen: Beutel reichte Ende Oktober seinen Rücktritt ein und nimmt zum Jahresende den Hut.
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Der Wein brachte nach Ansicht vieler das Fass zum Überlaufen. Beutel, seit 1997 OB in der Medien-, Wein- und Fastnachtsstadt, machte zuvor Schlagzeilen bei Affären. Man sprach von der „Mainzer Handkäs-Mafia“. Da ging es zum Beispiel um eine Capri-Reise als Aufsichtsratsmitglied eines Energieunternehmens 2004. Das Amtsgericht Mainz erließ deshalb 2010 Strafbefehl wegen Untreue über 9600 Euro.
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"Ich kann ihn nicht mehr sehen, er ist ein Lügner", keifte Sarkozy im Gespräch mit US-Präsident Obama beim G20-Gipfel in Cannes Anfang November. Gemeint war der israelische Premier Benjamin Netanjahu. Dumm nur, dass das Mikrofon noch an war und alle Anwesenden Sarkozys verbalen Ausrutscher mitbekamen.
Flapsige Bemerkungen über die tödliche Fukushima-Strahlung, unzüchtige Eigenfotos im Internet und die leidige Doktor-Arbeit: Das Jahr 2011 war nicht nur in Deutschland reich an skurrilen Politiker-Abgängen. Karl Theodor zu Guttenberg riss die Affäre um Plagiate in seiner Doktorarbeit im Februar aus seinen Träumen von einer Kanzlerkandidatur. Zwei Wochen hielt er durch, dann trat er als Verteidigungsminister zurück (Bild).
2009 verschwand die 100-Watt-Glühbirne, 2010 das 75-Watt-Modell, 2011 die 60-Watt-Birne - und vom 1. September 2012 an werden auch 40-Watt-Birnen nicht mehr produziert. Altbestände dürfen noch verkauft werden.
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Effizientere Geräte
Schon seit dem 20. Dezember müssen Fernseher ein EU-Effizienz-Siegel tragen mit den bekannten Klassen von A bis G tragen. Wie absurd das System inzwischen ist, zeigt sich Mitte 2012. Dann dürfen zum Beispiel nur noch Kühlschränke verkauft werden, die 20 Prozent weniger Energie verbrauchen als Effizienzklasse A, die schlechteste Klasse ist dann A+, die beste A+++. Schon lange wird gefordert, die neuen Geräte auf A bis G zu verteilen.
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Solarstrom
Wer sich im neuen Jahr eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach schraubt, bekommt ab 1. Januar weniger Geld für den ins Netz eingespeisten Strom. Die auf 20 Jahre festgeschriebene Vergütung sinkt um 15 Prozent. Mitte des Jahres könnte es noch mal weniger werden – das hängt davon ab, wie viele Solaranlagen hierzulande insgesamt installiert werden.
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Lebensversicherungen
Wer beabsichtigt, eine Lebensversicherung abzuschließen, wird sich 2012 vermutlich ärgern, denn das Finanzministerium senkt den Rechnungszins für Verträge, die ab 2012 geschlossen werden, auf 1,75 Prozent. Bislang müssen Versicherer den Sparanteil mit mindestens 2,25 Prozent verzinsen. Für Altverträge aus den 90er-Jahren gelten zum Teil noch Garantiezinsen von vier Prozent.
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Unisex-Tarife
Egal ob Kranken-, Renten- oder Kfz-Versicherung: Bei Verträgen, die ab dem 21. Dezember 2012 abgeschlossen werden, dürfen die Beiträge nicht mehr nach Geschlecht differenziert werden. Ob auch Altverträge betroffen sind, ist bisher noch offen.
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Bußgeld
Geldstrafen über 70 Euro werden innerhalb der EU von 2012 verfolgt und eingetrieben. Wer im EU-Ausland sein Auto falsch parkt oder geblitzt wird, bekommt es mit der Justiz zu tun.
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Umweltzonen
Die Feinstaubgrenze von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter darf nur an 35 Tagen im Jahr überschritten werden, was bislang aber in den meisten Städten nur lax kontrolliert wurde. Im kommenden Jahr werden die Innenstädte von Frankfurt, Stuttgart, Osnabrück und Krefeld die Regel verschärfen. Dort dürfen dann nur noch Autos mit einer grünen Umweltplakette fahren. Auch die Umweltzonen in Heidelberg, Freiburg, Karlsruhe und Ulm werden verschärft.
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Flensburg
Die Punktezähler in Flensburg lockern ihr Regime. Künftig verlieren Verkehrssünder ihre Punkte in Flensburg automatisch nach drei Jahren. Selbst wenn sie innerhalb dieser Frist noch einmal erwischt wurden. Der Führerscheinentzug droht auch in Zukunft allen, die mehrfach durch rüpelhaftes Verhalten auffallen.
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TÜV-Plaketten
Ab April 2012 entfällt die Rückdatierung der TÜV-Plakette, wenn der Fahrzeughalter den Termin der Hauptuntersuchung um mehr als zwei Monate überschreitet. Dafür wird die Hauptuntersuchung teurer und wird anders gestaltet. Im Prüfbericht gibt es zu festgestellten Mängeln nun detailliertere Hinweise als bisher.
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Kinderbetreuungskosten
Für Eltern ergeben sich ab dem 1. Januar 2012 deutliche Erleichterungen bei der steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten. Künftig kann, wer Kinderbetreuungskosten hat, diese einfach als Sonderausgaben steuerlich geltend machen.
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Kindergeld und Freibeträge
Für die Gewährung von Kindergeld oder Kinderfreibeträgen wird 2012 auf die Einkommensüberprüfung bei volljährigen Kindern verzichtet. Nach der Neufassung durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 wird ein volljähriges Kind bis 25 Jahren unabhängig von seinen eigenen Einkünften und Bezügen berücksichtigt. Nach Abschluss einer erstmaligen Ausbildung oder eines Erststudiums allerdings nur, wenn es keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, die seine Zeit und Kraft überwiegend in Anspruch nehmen.
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Übertragung von Kinderfreibeträgen
Nach bisheriger Rechtslage kann bei geschiedenen oder getrennt lebenden Eltern der Kinderfreibetrag auf einen Elternteil übertragen werden, wenn der andere seiner Unterhaltspflicht dem Kind gegenüber nicht nachkommt. Von 2012 an wird diese Möglichkeit auch auf Fälle erweitert, in denen der andere Elternteil mangels Leistungsfähigkeit gar nicht unterhaltspflichtig ist.
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Kinderschutz
Das neue Bundeskinderschutzgesetz soll helfen, Kinder besser vor Missbrauch und Vernachlässigung zu bewahren – unter anderem durch speziell geschulte Familienhebammen. Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendhilfe müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Daneben sollen verbindliche Standards für die Kinder- und Jugendhilfe Pflicht werden.
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Rente
Die Rente mit 67 gibt es erst ab 2029. Im kommenden Jahr erfolgt aber der erste Schritt dahin: Das Rentenalter wird um einen Monat verlängert. In den kommenden Jahren verlängert sich die Arbeitszeit um jeweils einen weiteren Monat. Wer heute 47 Jahre und jünger ist, wird bis zum 67. Lebensjahr arbeiten müssen, um die volle gesetzliche Rente zu bekommen.
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Riester-Rente:
Riester-Rentenverträge, die ab Januar abgeschlossen werden, dürfen als Auszahlungsbeginn frühestens das 62. Lebensjahr vorsehen (bisher 60. Lebensjahr). Man kann zwar weiterhin mit einem früheren Auszahlungsbeginn "riestern" - Allerdings zahlt der Staat dann nichts drauf. (Im Bild: Ex-Bundesarbeitsminister Walter Riester, SPD)
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Hartz IV
Die Lohn- und Preisentwicklung lässt Regelsätze steigen: Alleinstehende bekommen ab 1. Januar 374 Euro – ein Plus von zehn Euro. Wer mit seinem Partner zusammenlebt, bekommt neun Euro mehr, also 337 Euro.
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Mindestlohn
2012 ist auch die Einführung eines Mindestlohns für Zeitarbeitsfirmen geplant. Er wird im Osten bei 7,01 Euro pro Stunde und im Westen bei 7,89 Euro liegen.
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Arbeitnehmerfreizügigkeit:
Bulgaren und Rumänen erhalten eine Arbeitserlaubnis für Deutschland, wenn sie einen Hochschulabschluss haben oder für eine Berufsausbildung ins Land kommen. Auch Erntehelfer aus diesen beiden Ländern dürfen jobben, wenn sie zu den in Deutschland geltenden Bedingungen eingestellt werden.
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Pflegezeit
Arbeitnehmer können sich künftig zwei Jahre lang um pflegebedürftige Angehörige kümmern. Sie können ihre Arbeitszeit in dieser Phase um die Hälfte reduzieren, erhalten aber weiterhin 75 Prozent ihres Gehalts. Zum Ausgleich müssen sie nach Ablauf der Pflegezeit wieder voll arbeiten, erhalten aber ebenfalls nur drei Viertel ihres Gehalts – so lange bis das Zeitkonto wieder ausgeglichen ist. Eine gesetzliche Verpflichtung hierzu besteht für den Arbeitgeber nicht.
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Krankenversicherung
Zahnersatz wird teurer: Kassenpatienten müssen für Kronen, Brücken und Prothesen mehr bezahlen. Grund ist, dass die Krankenkassen nur die Kosten für die sogenannte Regelversorgung übernehmen. Der Aufschlag gegenüber den bisherigen Gebühren beträgt nach Angaben des Gesundheitsministeriums durchschnittlich sechs Prozent. Andere Schätzungen gehen aber von bis zu 20 Prozent aus.
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Kfz-Steuer
Ab Januar ist ein neuer CO2--Grenzwert entscheidend. Steuerfrei ist dann nur noch ein Kohlendioxid-Ausstoß bis 110 Gramm pro Kilometer. Für jedes Gramm darüber werden zwei Euro fällig. Für Autos, die bis Ende Dezember zugelassen werden, gilt noch ein steuerfreier CO2-Grenzwert von 120 Gramm pro Kilometer.
Ab dem 1. April darf ein Strom- und Gasanbieterwechsel höchstens drei Wochen dauern. Ab Februar müssen die Kunden darüber hinaus auch besser informiert werden. In Rechnungen soll vermerkt werden, zu welchen Terminen man kündigen kann, sowie die Telefonnummer der Schlichtungsstelle Energie.
Für das Vertrauen in die restlichen Medien war 2011 kein gutes Jahr. Als die tunesische Jugend sich erhob, nachdem der Gemüsehändler Mohamed Bouazizi sich aus Verzweiflung über die abermalige Beschlagnahme seines mobilen Verkaufsstandes verbrannt hatte, als dann der Aufruhr sich wie ein Flächenbrand ausbreitete und ein arabisches Land nach dem anderen erfasste, da fühlte sich die Öffentlichkeit mit einem Mal getäuscht durch das Bild, das ihnen bislang vom Islam gezeichnet worden war.
Wo waren die zahllosen Islamexperten in den Monaten zuvor gewesen? Warum hat niemand uns vorbereiten können auf diese Aufstände? Warum hat niemand uns informiert über diese ganz weltliche Lust auf Demokratie und Wohlstand, die die arabische Welt plötzlich so verwandt erscheinen ließ?
In der vermeintlich so gut informierten Informationsgesellschaft tat sich ein großes Leck auf. Man erkannte, wie trügerisch ein Weltbild ist, das jahrelang nur aus der Nachrichtenlage gespeist wird. Der normale Alltag eines ganzen Kulturraums bleibt dabei ein weißer Fleck, überwuchert von Sensationen an dessen Rändern.
Anschaulich: Pier Paolo Pasolini: Afrika, letzte Hoffnung. Hrsg. von Peter Kammerer. Fotos von Didier Ruef, übersetzt von Annette Kopetzki und Dorothea Dieckmann. Corso, Hamburg 2011. 144 S., 24,90 Euro. – Das schöne Buch mit verblüffenden Einsichten. (Sabine Vogel)
Foto: Corso Verlag
Wertvoll: Alfons Schuhbeck: Meine Reise in die Welt der Gewürze. Zabert Sandmann, München 2011. 384 Seiten, 24,95 Euro. – Von seiner Reise zu den Bazaren von Istanbul bis Marrakesch bringt der Fernsehkoch und Gewürzschamane aus Bayern nicht nur 150 neue Rezepte mit, er erzählt auch höchst kundig von der Heilwirkung von Zimt und Pfeffer, Kümmel und Ingwer. (Sabine Vogel)
Foto: Zabert Sandmann
Liebe: Hilal Sezgin: Landleben. Von einer die rauszog. DuMont, Köln 2011. 269 S., 19,99 Euro. – Aussteigen und Ankommen. Bei Jana, dem Schaf, den bissigen Gantern und kranken Hühnern. Mitten im Leben. (Harald Jähner)
Foto: Dumont Verlag
Geschmack: Aimée Bender: Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen. Berlin Verlag 2011. 304 S., 19,90 Euro. – Ein Mädchen schmeckt plötzlich aus jedem Essen den Zustand desjenigen, der es zubereitet hat. Ein Mädchenbuch und viel mehr als das. (Harald Jähner)
Foto: Berlin Verlag
Härte: Andreas Altmann: Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und mein eigenes Scheißleben. Piper, München 2011. 256 S., 19,99 Euro. – Es gibt so brutale Väter, dass ihnen eins aufs Maul gebührt. Den andern kann man zum Dank dieses Buch schenken. (Harald Jähner)
Foto: Piper Verlag
Zeitreisen: Navid Kermani: Dein Name. Hanser, München 2011. 1229 S., 34,90 Euro. – Ein ganzes Jahrhundert und ein Totengedenken. In diesem Roman sind mindestens drei Romane enthalten. (Harry Nutt)
Foto: Hanser Verlag
Gut gedacht: Martin Seel: 111 Laster, 111 Tugenden. Eine philosophische Revue. Fischer, FfM 2011. 288 S., 18,95 Euro.– Man wird die Laster ebenso wenig los wie die Tugenden. Martin Seel klärt auf über den Segen und den Fluch der Regeln für das richtige Leben. Tugenden sind Laster, die ihr Schlimmstes nicht ausleben. Und Laster sind Tugenden, die ihr Bestes versäumen. (Harry Nutt)
Foto: S. Fischer
Wachmacher: Katharina Rutschky: Im Gegenteil. Politisch unkorrekte Ansichten über Frauen. Wagenbach , berlin 2011. 144 S., 10,90 Euro. –Hundeversteherin, Köchin, Intellektuelle. Die Essays der 2010 gestorbenen Autorin. (Harry Nutt)
Foto: Wagenbach Verlag
Oberschlau: Andreas Steinhöfel: Rico, Oskar und der Diebstahlstein. Carlsen, Hamburg 2011. 336 S., 12,90 Euro. – Erwachsene lieben den Steinhöfel’schen Sound voller Witz und Weisheit. Kinder lachen sich schlapp und erfahren ganz viel über das Leben. (Cornelia Geißler)
Foto: Carlsen Verlag
Schadenfroh: Christoph Hein: Weiskerns Nachlass. Suhrkamp, Berlin 2011. 319 S., 24,90 Euro. – Hein führt einen unbelehrbaren Akademiker vor; einen Mann, der die Zeit verschlafen hat und von Frauen nichts versteht und den man gerne scheitern sieht. (Cornelia Geißler)
Foto: Suhrkamp Verlag
Heute: Thomas Melle: Sickster. Rowohlt, Berlin 2011. 336 S., 19,95 Euro. Metropolenbewohner zwischen Turbo-Kapitalismus und totaler Klapsmühle. Das Berlin des Jahres 2011. (Jens Balzer)
Foto: rowohlt Berlin
Morgen: Mark Greif: Bluescreen. Suhrkamp, Berlin 2011. 231 S., 15 Euro. Rousseau, Rap, Realityfernsehen und die Zukunft der Demokratie: ein Strauß bunter Gegenwartsdiagnosen vom kommenden Großmeister der Popkritik. (Jens Balzer)
Foto: edition suhrkamp SV
Ewig: Steve Earle: I’ll Never Get Out of This World Alive. Blessing, München 2011. 384 S., 19,95 Euro. Heroinabhängiger Quacksalber in New Orleans spricht mit dem toten Hank Williams und verliebt sich in eine Marienerscheinung. Dostojewski als Countrysänger. (Jens Balzer)
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Unschlagbar: Gary Shteyngart: Super Sad True Love Story. Rowohlt, Reinbek 2011. 464 S., 19,95 Euro. – Der Untergang der USA als sprachgewaltig funkelnde Satire. (Christian Bommarius)
Foto: Rowohlt Verlag
Unendlich: Amir Hassan Cheheltan: Amerikaner töten in Teheran. Beck, München 2011. 189 S., 18,95 Euro. – Kurze Weltgeschichte des Hasses in sechs Kapiteln. (Christian Bommarius)
Foto: C.H. Beck
Unterhaltend: Philipp Blom: Böse Philosophen. Hanser, München 2011. 400 S., 24,90 Euro. – Der Atheisten-Stammtisch Diderots als literarisches Leseereignis. (Christian Bommarius)
Foto: Hanser Verlag
Abenteuerlich: Edmund de Waal: Der Hase mit den Bernsteinaugen. Zsolnay, Wien 2011. 350 S., 19,90 Euro. – Der überaus spannende Weg winziger japanischer Kunstwerke steht für die komplizierten, von der Politik beeinflussten Lebenswege einer jüdischen Familie. (Christian Bommarius)
Foto: Zsolnay
Erinnern: Charles Lewinsky: Gerron. Nagel & Kimche, München 2011. 544 S., 24,90 Euro. – Berührender, schöner Roman über den jüdischen Regisseur, der als Häftling in Theresienstadt der Nazi-Propaganda dienen sollte. (Anke Westphal)
Foto: Nagel & Kimche
Extrem: Josh Bazell: Einmal durch die Hölle und zurück. Fischer, Frankfurt am Main 2011. 409 S., 18,95 Euro. – Bazell schreibt die härtesten, unverschämtesten Krimis. Dies ist die Fortsetzung seines fulminanten Thrillers „Schneller als der Tod“ und erzählt, wie es mit dem Mafia-Kronzeugen weitergeht, der als Arzt untertauchte. (Anke Westphal)
Foto: S. Fischer
Eigen: Fatih Akin: Im Clinch. Die Geschichte meiner Filme. Rowohlt , Reinbek 2011. 256 S., 24,95 Euro. – Es ist nie zu früh für eine „Autobiografie“. (Anke Westphal)
Foto: rowohlt
Bildschön: Craig Thompson: Habibi. Übers. v. Stefan Prehn. Reprodukt Verlag, Berlin 2011. 672 S., 39 Euro. – Der Comic des Jahres, und der amerikanische Zeichner Craig Thompson ist ganz auf der Höhe seiner Kunst. (Christian Schlüter)
Foto: Reprodukt Verlag
Dringend: Axel Honneth: Das Recht der Freiheit. Suhrkamp, Berlin 2011. 628 S., 34,90 Euro. – Das Buch gegen die neoliberale Totalverhunzung eines der Zentralbegriffe des Politischen. (Christian Schlüter)
Foto: Suhrkamp
Leckerschmecker: Sarah Wiener: Herdhelden. Gräfe und Unzer, München 2011. 216 S., 24,90 Euro. – Die fernsehbekannte Köchin stellt uns Kulinarisches aus ihrer österreichischen Heimat vor: ökologisch korrekt! (Christian Schlüter)
Verführend: Umberto Eco: Der Friedhof in Prag. Die Entstehung der „Protokolle der Weisen von Zion“ als raffinierte Verschwörungsgeschichte mit historischem Hintergrund. Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber. Hanser, München 2011. 528 Seiten, 26 Euro. (Sabine Vogel)
25. März 2010: Die Eurogruppe sagt Athen ein Hilfspaket aus Krediten unter Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu. Eine Taskforce unter Leitung von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy wird eingesetzt, um eine Reform des Stabilitätspakts auszuarbeiten.
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23. April 2010: Griechenland beantragt das Hilfsprogramm. Das Land hat Schulden in Höhe von 300 Milliarden Euro angehäuft. Schnell ist klar: Allein können sich die Hellenen nicht retten.
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Obwohl der griechische Premierminister Giorgos Papandreu sofort drastische Einschnitte vor allem in der Sozial- und Rentenpolitik anordnet, muss Griechenland die anderen EU-Staaten um Hilfe bitten. 2. Mai 2010: Die Eurogruppe beschließt Notkredite von 110 Milliarden Euro für Athen.
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7. Mai 2010: Trotz des Rettungsschirms für Athen rauscht der Euro weiter in den Keller. Spanien und Portugal drohen, in den Sog zu geraten. Weltweite Kursverluste schüren die Nervosität. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) warnt vor einer „systemischen Krise“. Die EU-Staats- und Regierungschefs beschließen einen Rettungsschirm für die gesamte Eurozone. 10. Mai: Die EU-Finanzminister einigen sich auf einen 750 Milliarden Euro schweren Abwehrschirm unter Beteiligung des IWF. Angela Merkel will die Hilfen für das hochverschuldete Griechenland an harte Auflagen knüpfen. Am Ende schnürt die EU ein Hilfspaket von 110 Milliarden Euro - davon zahlt Deutschland 22,4 Milliarden.
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18. Oktober 2010: Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt ihre Forderung nach automatischen Sanktionen fallen und erhält Rückendeckung von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy für Vertragsänderungen sowie eine Beteiligung privater Gläubiger an einem permanenten Rettungsmechanismus. Der Beschluss zur Einbeziehung von Investoren jagt die Risikoaufschläge auf Staatsanleihen für Euro-Sorgenkinder in die Höhe.
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Vor Ort eskaliert die Situation: Aus Ärger über die harten Einschnitte ihrer Regierung rufen die Griechen einen Generalstreik aus.
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Tausende Menschen sind auf den Straßen, manche verbrennen EU-Flaggen, so wie hier.
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Trotz der Kredite kann Griechenland nicht aufatmen: Das Land muss sich in den nächsten Monaten von Grund auf sanieren. Auch, wenn das unbequem für die Bevölkerung wird.
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Während der Proteste zünden Demonstranten auch eine Bank an. Dabei sterben drei Angestellte in den Flammen - ein Jahr später werden Blumen zum Gedenken niedergelegt.
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29. Oktober 2010: Der EU-Gipfel gibt grünes Licht für begrenzte Vertragsänderungen und eine Gläubigerbeteiligung. Die Finanzmärkte reagieren nervös, Irland gerät immer stärker unter Druck. 21. November: Irland beantragt Hilfe aus dem Euro-Rettungsschirm.
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Über Jahre hinweg galt Irland als wirtschaftlicher Musterschüler der EU. Als Grund für die jetzigen Probleme sehen Experten unter anderen die außergewöhnlich niedrige Unternehmenssteuer von 12,5 Prozent, mit deren Hilfe der Inselstaat über Jahre Firmengründer aus dem Ausland anlockte. 28. November: Die EU-Finanzminister gewähren Dublin ein Hilfspaket von 85 Milliarden Euro.
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Ein anderer Grund für Irlands Probleme sind die Milliardenkredite, die der irische Staat seinen Banken in der Zeit nach dem Zusammenbruch von Lehmann Brothers gewähren musste.
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Der Antrag auf EU-Finanzhilfen hat in Irland auch eine Regierungskrise ausgelöst: Die Grünen kündigten ihren Rückzug aus der Koalition an und forderten Neuwahlen von Premier Brian Cowen.
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Der Chef der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet sorgt sich um die Stabilität des Euro.
16. Dezember: Der EU-Gipfel beschließt eine begrenzte Änderung des Lissabon-Vertrags und das Aufspannen eines permanenten Rettungsschirms für die Zeit ab 2013.
4. Februar 2011: Der EU-Gipfel gibt grünes Licht für Merkels „Pakt für den Euro“. Mit ihm verpflichten sich die Regierungschefs der Währungsunion zu Strukturreformen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. 14. Februar: Die Finanzminister der Euro-Staaten einigen sich darauf, den permanenten Rettungsschirm mit 500 Milliarden Euro verfügbaren Mitteln auszustatten.
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15. März 2011: Die EU-Finanzminister segnen die geplante Reform des Euro-Stabilitätspakts ab, die frühere und härtere Sanktionen gegen Defizitsünder einführt. Das Parlament muss der Reform bis zum Sommer zustimmen. Experten fürchten, die "griechische Krankheit" könnte als nächstes Portugal erwischen.
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Das Kabinett von Premierminister Jose Socrates hat für Portugal gerade einen harten Sparhaushalt beschlossen und hofft, so die Krise noch abwenden zu können.
23. März 2011: Einen Tag vor dem EU-Gipfel bricht die portugiesische Regierung im Streit über ein geplantes Sparprogramm auseinander.
25. März 2011: Der EU-Gipfel verabschiedet ein Gesamtpaket zur Überwindung der Schuldenkrise. Dazu gehören der permanente Rettungsschirm, eine Schärfung des Stabilitätspakts und ein neuer „Euro-Pakt-Plus“, mit dem sich die Regierungschefs zu Strukturreformen verpflichten.
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Moody's hat die Bewertung der Bonität von Portugal im April 2011 um eine Note von A3 auf BAA1 gestuft. Zum Vergleich: Deutschland hat die Höchstnote «AAA» von Standard & Poor's.
6. April 2011: Die portugiesische Regierung bittet die EU um Finanzhilfen.
3. Mai 2011: Der portugiesische Ministerpräsident José Sócrates erklärt, dass sein Land die Verhandlungen um ein 78-Milliarden-Euro- Hilfspaket abgeschlossen habe.
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6. Mai 2011: Ein informelles Treffen einiger Euro-Finanzminister in Luxemburg befeuert die Debatte über die Schuldenkrise. Gerüchte über Erwägungen der griechischen Regierung, aus dem Euro auszutreten, werden dementiert.
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13. Juni 2011: Die Ratingagentur Standard & Poor's senkt die griechische Kreditwürdigkeit um drei Stufen - von B auf CCC.
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05. Juli 2011: Das Bundesverfassungsgericht befasst sich mit Klagen gegen den Euro-Rettungsschirm. Die obersten Richter müssen entscheiden, ob die Griechenlandhilfen gegen das Grundgesetz oder gegen europäisches Recht verstoßen.
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Der Ruf nach einer europäischen Ratingagentur wird lauter - ebenso die Kritik an den drei großen US-Ratingagenturen.
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15. Juli 2011: Beim zweiten europäischen Banken-Stresstests fallen acht Kreditinstitute durch. Deutsche Banken sind nicht darunter.
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21. Juli 2011: Beim Sondergipfel beschließen die Eurostaaten ein zweites Hilfspaket für Griechenland.
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21. September 2011: Die Ratingagentur Standard & Poor's stuft die Kreditwürdigkeit von sieben italienischen Kreditinstituten ab und droht damit, dass dies auch bei acht weiteren Häusern geschehen könnte. Italien hat derzeit 1890 Milliarden Euro Schulden, das sind 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
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29. September 2011: Der Bundestag stimmt über den erweiterten Euro-Rettungsschirm EFSF ab. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou reist in den Tagen zuvor nach Berlin, um Kanzlerin Merkel von den Sparanstrengungen Griechenlands zu überzeugen.
Die Auswirkungen der Finanzkrise ebben 2009 langsam ab, da rollt die Euro-Krise auf Europa zu. Oktober 2009: Die neue griechische Regierung revidiert die Angaben über die Staatsverschuldung drastisch nach oben. Das Vertrauen in die Staatsfinanzen beginnt zu sinken.16. Dezember: S&P stuft als zweite Bewertungs-Agentur Griechenlands Kreditwürdigkeit herab. Spekulationen auf eine Staatspleite werden beflügelt. Der Euro bricht ein.
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Frank Nordhausen ist Korrespondent in Istanbul und versucht jeden Tag mehr zu verstehen, wie die Riesenmetropole tickt. Er erzählt von Menschen zwischen den Welten, von Nähe und von Ferne, von Okzident und Orient. Vom Leben unter Türken, das sich hier ganz anders anfühlt als in Neukölln. mehr...
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