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Berliner Zeitung | Eurovision Songcontest: Pegida-Gründer Lutz Bachmann verteidigt Xavier Naidoo
24. November 2015
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Eurovision Songcontest: Pegida-Gründer Lutz Bachmann verteidigt Xavier Naidoo

Lutz Bachmann

Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann

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dpa

Lutz Bachmann hat sich bei der Pegida-Kundgebung am Montagabend zum Fall Xavier Naidoo geäußert: „Eine linksfaschistische Krake hat sich auf Deutschland gelegt“, so der Pegida-Gründer. Der Sänger war nach Kritik an seinen vermeintlich schwulenfeindlichen Texten und seinen Auftritten bei den rechten „Reichsbürgern“ im vergangenen Jahr als ESC-Kandidat zurückgezogen worden.

Bei der Kundgebung vor dem Reichstag im Oktober 2014 hatte Naidoo unter anderem gesagt, Deutschland sei immer noch ein „besetztes Land“ - Gedankengut, das immer wieder in rechten Kreisen kursiert. Bachmann verteidigt Naidoo so indirekt gegen die immer wieder zitierte „Lügenpresse“. Die ARD sei mit der Rückzugs-Entscheidung eingeknickt.

Die Sympathie für Xavier Naidoo scheint bei Lutz Bachmann aber erst kürzlich ausgebrochen zu sein - vor einigen Jahren beschimpfte er den Mannheimer als „Kameltreiber“:

Während der Demonstration der fremdenfeindlichen Bewegung in Dresden wurde ein Kameramann attackiert und leicht verletzt. Nach Angaben der Polizei musste der 43-Jährige nach Schlägen im Krankenhaus untersucht werden. Ein 28 Jahre alter Tatverdächtiger und zwei seiner Begleiter wurden gestellt. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. An der Kundgebung am Abend beteiligten sich deutlich weniger Menschen als zuletzt.

Nach Schätzungen der Studentengruppe „Durchgezählt“ versammelten sich 4750 bis 5500 Menschen auf dem Theaterplatz vor der Semperoper. In der vergangenen Woche hatten die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ noch bis zu 8000 Menschen auf die Straße gebracht.

Zeitgleich und zum Teil in Sicht- und Hörweite gingen auch diesmal in Dresden wieder mehrere hundert Menschen gegen Hass und Hetze auf die Straße. „Durchgezählt“ meldete rund 800 Teilnehmer. Zu der Demonstration hatte die Gruppe Gepida - „Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter“ - aufgerufen. Die Polizei war mit knapp 400 Beamten im Einsatz. (dpa, red)