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Berliner Zeitung | Britischer Untersuchungsbericht : Richter spricht von Beteiligung Putins am Litwinenko-Mord
21. January 2016
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Britischer Untersuchungsbericht : Richter spricht von Beteiligung Putins am Litwinenko-Mord

Der ehemalige russische Geheimagent Litwinenko (rechts) bei einer Pressekonferenz im Jahr 1998

Der ehemalige russische Geheimagent Litwinenko (rechts) bei einer Pressekonferenz im Jahr 1998

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dpa

London -

Der Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko wurde einem Untersuchungsbericht zufolge wahrscheinlich mit Zustimmung des russischen Präsidenten Wladimir Putin ermordet. Den Giftmord habe wahrscheinlich der russische Geheimdienst FSB in Auftrag gegeben, schrieb Richter Robert Owen, der die gerichtliche Untersuchung des Falls in London leitete, in seinem am Donnerstag veröffentlichen Abschlussbericht.

Die Tat sei „wahrscheinlich gutgeheißen worden“ vom damaligen FSB-Chef Nikolai Patruschew „und auch von Präsident Putin“, schrieb Owen. Die gerichtliche Untersuchung ist nicht mit einem Prozess gleichzusetzen und hat keine direkten strafrechtliche Konsequenzen.
Litwinenko, ein früherer russischer Agent, war im November 2006 mit 43 Jahren in London an einer Vergiftung mit radioaktivem Polonium 210 gestorben. Er gehörte zu den schärfsten Kritikern der russischen Regierung. Kurz vor seinem Tod beschuldigte er Präsident Wladimir Putin, den Mord in Auftrag gegeben zu haben.

„Voreingenommen und undurchsichtig“

Owens Bericht ist diplomatisch heikel. Die britische Regierung wollte verhindern, dass der Fall öffentlich wieder aufgerollt wird, doch Litwinenkos Witwe Marina setzte sich vor Gericht durch.

Russland hat Großbritannien auch promt vorgeworfen, durch die Ermittlungen zum Tod des früheren KGB-Agenten und Putin-Kritikers Alexander Litwinenko die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu belasten. Die britischen Untersuchungen seien voreingenommen und undurchsichtig gewesen, erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums in Moskau am Donnerstag. Der Fall werde von der Regierung in London politisch ausgenutzt.

Dem Untersuchungsbericht zufolge hatten Putin und seine Regierung ein Motiv für den Mord. Die russische Führung hat eine Beteiligung an dem Mord stets zurückgewiesen. Auch der beschuldigte Lugowoj verwahrte sich gegen die Vorwürfe und nannte sie absurd. (dpa,rtr)


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