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Burkina Faso : Wulff und der Fluch von Ouagadougou

Burkina Fasos Präsident Blaise Compaore. Die spinnen, die Deutschen!

Burkina Fasos Präsident Blaise Compaore. Die spinnen, die Deutschen!

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AFP

Die afrikanische Republik Burkina Faso hat kein Glück mit dem Besuch aus Deutschland. Im Juni 2010 kündigte sich der damalige Präsident Horst Köhler zum Staatsbesuch in der Hauptstadt Ouagadougou an - und trat wenige Tage vor der Reise zurück.

Nun bereitete sich das Land auf den nächsten deutschen Bundespräsidenten vor: Christian Wulff. Der sollte am Sonntag mit allen Ehren empfangen werden, durchkreuzte mit seinem Rücktritt aber erneut alle Pläne.

Traut sich der nächste Bundespräsident noch hin?

Schlimmer noch: Der SPD-Politiker Peer Steinbrück deutete kürzlich an, in der Schweiz gehe es wegen der Steueroasen zu wie in Ouagadougou. Dabei hat das Land gar keine Steueroasen, was für ein gemeiner Vergleich.

Ob sich der nächste Bundespräsident wohl noch traut, einen Besuch in dem Land anzukündigen? Und wenn er es tatsächlich bis dahin schafft: Braucht er wohl verstärkten Personenschutz, um der Rache der Afrikaner zu entgehen?

Das Land kann übrigens von Problemchen nur träumen, wie wir sie hierzulande mit unseren Ex-Bundespräsidenten hatten (Wulff) oder sie mit uns (Köhler): In Burkina Faso herrscht seit den 80er Jahren ein autoritärer Präsident, der unter anderem beste Beziehungen zu dem Massenmörder Charles Taylor hat. Da bleibt nur eine Erkenntnis: Die spinnen, die Deutschen!

#gallery (mit afp)


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