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Chronik Obama in Berlin: Abflug aus Obama-City

Foto:

AFP

Air Force One verlässt Berlin
22:11
Die Air Force One ist gestartet, die First Family hat hat Berlin verlassen. Wir ziehen Bilanz: Arno Widmann und Holger Schmale über Obamas Besuch in Berlin.

Obamas steigen in Air Force One
21:56

Sie verlassen Berlin so strahlend wie sie gekommen sind: Der Präsident und die First Lady winken an der Flugzeugtür ein letztes Mal den Kameras zu. Drinnen warten bereits ihre Töchter auf sie.

Obama am Flughafen eingetroffen
21:50 Uhr

Nun sind auch Präsident Barack Obama und Michelle Obama eingetroffen. Sie werden von einem Ehrenspalier verabschiedet - während die Triebwerke bereits laufen. Zuvor waren die Standorte der einzelnen Soldaten mit Kreide markiert worden.

Obama lässt Töchter warten
21:45 Uhr

Obama ist auf dem Weg zum Flughafen, dort steht auch das Ehrenspalier bereits bereit. Doch noch ist der Präsident nicht eingetroffen, seine Töchter müssen warten.

Panne bei Obama-Rede: Teleprompter versagten

21:32 Uhr

Bei seiner Rede am Brandenburger Tor musste US-Präsident Barack Obama ausgerechnet auf sein wichtigstes Werkzeug verzichten, meldet die Nachrichtenagentur dpa. Die beiden Teleprompter, kleine Text-Projektoren rechts und links vom Rednerpult, funktionierten nicht, wie ein Mitarbeiter des Weißen Hauses am Abend in Berlin bestätigte. Seine mit Spannung erwartete Ansprache musste der Präsident daher weitestgehend vom Papier ablesen.
Mehrere mitgereiste US-Reporter, die Obama häufig bei Reden sehen, bemerkten seine untypisch zurückhaltende Gestik und seinen häufigen Blick nach unten. Manche spekulierten, dass er sein Jackett am Anfang des Auftritts nicht wegen der Hitze ablegte, sondern um den Technikern noch etwas mehr Zeit zu verschaffen. Ungeklärt ist, ob die Sonneneinstrahlung zu stark war oder ob ein anderes Problem vorlag. Besonders für Obamas Kritiker, die über seine angebliche Abhängigkeit von Telepromptern witzeln, ist das Malheur ein gefundenes Fressen. Obama nahm sich dafür öffentlich schon einige Male selbstironisch auf die Schippe.

Luftraum für andere Flugzeuge geschlossen
21:12 Uhr

Der Luftraum ist für andere Flugzeuge bereits geschlossen. Der Präsident wird auf dem US- Militärflughafen Rammstein in Rheinland-Pfalz zwischenlanden um zu tanken.. Das ist nötig, weil durch die Kürze der Startbahn in Tegel eine Vollbetankung der Air Force One nicht möglich ist. Die Piloten hätten Probleme mit der vollbetankten Maschine und deren Gewicht zu starten. Das Flugzeug ist zwar ausgerüstet mit einer Anlage zum Betanken in der Luft, aber die Kosten sollen gespart werden.

Obama-Töchter im Flugzeug
20.55 Uhr
Die Töchter steigen in die Air Force One. Die Kolonne mit Barack Obama wird sich in wenigen Minuten auf den Weg machen.


Obama-Töchter auf dem Weg zum Flughafen
20:40 Uhr
Der Konvoi mit den Töchtern des Präsidenten hat das Hotel verlassen und rollt zum Flughafen Tegel. Die Strecke ist geheim.

Obama-Töchter startklar zur Abreise
20:33 Uhr

Die Obama- Kinder fahren nach unseren Informationen in Kürze vom Hotel zum Flughafen Tegel. Ihre Eltern starten in etwa 30 Minuten vom Schloss Charlottenburg - also gegen neun Uhr. Auch Allen R. vom Lebensmitteldienst des Präsidenten macht sich auf den Weg zum Flughafen. Dort wird die Air Force One bereits startklar gemacht.

Obama-Töchter wieder im Hotel
20:16 Uhr
Es war ein kurzer Shopping-Ausflug: Nach unseren Informationen sind die Obama-Töchter wieder zurück im Hotel. Auf einen Film haben sie im Sony-Center wohl verzichtet.

Obama am Tisch mit Dirk Nowitzki

19:55 Uhr

Im Bankettsaal sitzt neben Obama Ulrich Grillo, der Chef des BDI. Daneben Dirk Nowitzki. Angela Merkel sitzt neben Michelle Obama. Merkel hat in einer kurzen Ansprache die Gäste willkommen geheißen - die schwitzen denn es ist heiß. Dann spricht Obama, stößt mit Merkel an.

Obama-Töchter in Potsdamer Arkaden
19:38Uhr

Durch das Untergeschoss sind die Obama-Töchter in die Potsdamer Platz-Arkaden gekommen, berichtet unsere Reporterin vor Ort. Begleitet wurden die beiden von vier bis fünf Bodyguards - und zahlreichen Beamten in Zivil. Als erstes ging es hoch zum Bücherladen Hugendubel im zweiten Geschoss. Dort holte sich Malia Ann eine Ampelmännchen-Tüte - wohl Berlin Souvenirs. Dann liefen die Obama-Töchter begleitet von vier Freunden durch das Shopping-Center. Sascha lief Arm in Arm mit einer Freundin. Sie wirkte müde. Bei Hugendubel fragte sie, wo sie sich mal hinsetzen konnte. Dann ging es rüber zum Sony Center. Dort verschwanden die Obama-Töchter im Kino.

Höchste Sicherheitsstufe für Obama-Töchter
19:25 Uhr

Während Obama diniert, geht es für die Obama-Töchter zum Shoppen in den Potsdamer Platz Arkaden. Dort gilt die höchste Sicherheitsstufe. Mitarbeiter des Centers sind überrascht über den plötzliche Polizeipräsenz. Das Gebäude werde hermetisch abgeriegelt, berichten Zeugen.

Obama diniert - Töchter shoppen
19:04 Uhr

Die Obamas, Angela Merkel und ihr Ehemann Joachim Sauer sind im Schloss Charlottenburg angekommen. Klassiker der deutschen Küche präsentiert der Zwei-Sterne-Koch Tim Raue beim Gala-Dinner im Schloss Charlottenburg. Das Menü besteht aus Beelitzer Spargel mit Zitrone und Saiblingskaviar, Kabeljau mit Schmorgürkchen und Estragonpüree sowie Königsberger Klopsen mit Rote Beete, Apfelsalat und Kartoffelpüree. Als Nachtisch gibt es für Obama und die mehr als 200 geladenen Gäste Bienenstich. Alles wurde vorgekostet. Währenddessen geht es für die Obama-Töchter shoppen - in den Potsdamer Platz Arkaden. Aber nur bis spätestens 20.30 Uhr - dann müssen sie wieder im Hotel sein.

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Aufbruch zum Dinner
18.30 Uhr

Die Hitze hat die Obamas ins Hotel getrieben - nun brechen sie auf zum Schloss Charlottenburg. Dort ist der rote Teppich schon ausgerollt.

Beelitzer Spargel für Obama
18.28 Uhr

Um 19 Uhr diniert Obama mit Kanzlerin Merkel und geladenen Gästen im Schloss Charlottenburg. Auf der Karte stehen nach Medienberichten: Beelitzer Spargel, Königsberger Klopse, Rote-Beete-Apfelsalat, Kabeljau mit Schmorgurken - und Birnenstich zum Dessert.

Obama mit Botschaftskindern
18.29 Uhr

Obama-Rede zum Nachlesen
18.13 Uhr

Russland bewertet Obamas Abrüstungsangebot kritisch
18.10 Uhr

Russland hat sich skeptisch zum Vorstoß von US-Präsident Barack Obama zur Reduzierung von Atomwaffen geäußert. Die Vorschläge könnten nicht ernstgenommen werden, so lange die Vereinigten Staaten gleichzeitig ihre Raketenabwehr verstärkten, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Dmitri Rogosin am Mittwoch.
Obama hatte zuvor in Berlin vor Tausenden Zuhörern am Brandenburger Tor erklärt, er wolle bis zu ein Drittel der amerikanischen Atomwaffen abschaffen. Damit würde er deutlich weitergehen, als die beiden Staaten es in ihrem Abkommen von 2010 vereinbart hatten. Damals wurde beschlossen, dass sie ihr Arsenal auf je 1550 Kernwaffen bis 2018 reduzieren. Obamas neuer Vorstoß würde nach Angaben eines Abrüstungsexperten bedeuten, dass die USA darüber hinaus 200 bis 300 zusätzliche Sprengköpfe abschafften.

Obamas Rede als Wortwolke
17.50 Uhr

Justice, Freedom, Berlin, People - das sagte der Präsident besonders häufig: Obamas Rede als Wortwolke.

Kein Shoppen für Obama-Töchter
17.12

Michelle Obama und die Töchter bleiben wohl vorerst im Hotel. Das Shoppen fällt wohl aus Der Grund nach Medienberichten: Der First Lady sei die Hitze nicht bekommen, heißt es. Sie soll sich hingelegt haben.

Rösler: Obama-Rede "herausragend"
17.10 Uhr

Obama trifft Steinbrück
16.58, Repräsentanz der Commerzbank am Pariser Platz

Im Rahmen seines Berlin-Besuchs hat US-Präsident Barack Obama auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück getroffen. Nach der Rede am Brandenburger Tor kamen beide zum Meinungsaustausch in der Repräsentanz der Commerzbank am Pariser Platz zusammen - die Atmosphäre wirkte locker und entspannt. Zu den Inhalten der Gespräche wurde zunächst nichts bekannt.

Entwarnung am Sony-Center
16.54
Entschärfer der Polizei öffnen den verdächtigen Karton am Sony Center. Er ist leer. Die Polizei gibt Entwarnung. Die umfangreichen und weiträumigen Absperrungen werden aufgehoben.

Sony-Center wird geräumt
16.20 Uhr

Das Sony-Center wird wegen des verdächtigen Gegenstandes geräumt. Zuvor wurde dort eine verdächtige Vorrichtung sichergestellt. Zugleich wurde vor dem Starbucks am Pariser Platz wird ein Lego-Karton abgelegt. Die Polizei sichert den Karton. Auch die Strecke des Konvois wird geändert. Rettungssanitäter sowie ein Notarzt kümmern sich in der Behrenstraße um Besucher, die wegen der Hitze zusammengebrochen sind.

Altmaier von Obama-Rede begeistert
16.15

Berlin im "Neuland"-Fieber
16.12 Uhr

Nach der Rede Obamas ist klar: Wenn es heute einen historischen Satz gab, kam er von Merkel.„Das Internet ist für uns alle Neuland“ sorgt im Netz für Begeisterung.

Merkel schenkt Obama Schallplatte mit Kennedy-Rede
16.11 Uhr
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat US-Präsident Barack Obama eine alte Schallplatte mit der berühmten Berlin-Rede seines Vorgängers John F. Kennedy geschenkt. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa. Kennedy hatte vor 50 Jahren als erster US-Präsident nach dem Mauerbau Berlin besucht. Am 26. Juni 1963 sagte er vor dem Rathaus Schöneberg: „Ich bin ein Berliner“ - die Rede ging als Bekenntnis zur Freiheit West-Berlins in die Geschichte ein. Neben der Langspielplatte schenkte Merkel ihrem Gast Bilder.

Obama verlässt den Pariser Platz
16 Uhr

Das war's. 28 Minuten dauerte die Rede Obamas. Historisch war sie wohl eher nicht. Die wichtigste Botschaft: Ein Angebot zur weiteren atomaren Abrüstung und der Aufruf in aller Welt für einen Frieden mit Gerechtigkeit einzutreten.

Obama: Wir wollen Atom-Sprengköpfe um bis zu ein Drittel reduzieren

US-Präsident Barack Obama hat in seiner Rede in Berlin ein weitreichendes Abrüstungsangebot gemacht. Ziel sei es, die strategischen Atomwaffen um bis zu ein Drittel zu verringern, sagte Obama in seiner mit Spannung erwarteten Ansprache vor dem Brandenburger Tor am Mittwoch.

Obama betont Kampf gegen Klimawandel

Obama warb für einen engagierten Kampf gegen den Klimawandel. Die USA hätten ihren Anteil an erneuerbaren Energien verdoppelt. „Wir müssen aber mehr tun und wir werden mehr tun.“ Das gelte auch für andere Länder. Nötig sei ein globaler Pakt, um den Klimawandel aufzuhalten. „Das ist unsere Aufgabe, und wir müssen uns an die Arbeit machen.“

Obama: "Wir sind Weltbürger"

US-Präsident Obama: „Die Prüfungen unseres Zeitalters verlangen von uns den gleichen Kampfgeist, den Berlin vor einem halben Jahrhundert gekennzeichnet hat“, sagte er. Obama erinnerte an die Kennedy-Rede. Dieser habe die Menschen auch aufgefordert, den Blick zu heben auf einen Frieden für alle. „Wir sind nicht nur Bürger Deutschlands oder Amerikas, sondern auch Weltbürger“, rief der Präsident unter dem Applaus der Zuhörer. Obama wandte sich gegen Diskriminierung und hob die Bedeutung von Glaubensfreiheit hervor.

Obama für Gleichstellung von Lesben und Schwulen

Obama spricht sich für eine weitgehende rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen aus. Deren Liebe müsse vor dem Gesetz gleichgestellt werden, sagt der US-Präsident. In der Bundespolitik wird derzeit über die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen diskutiert. In der Union gibt es dabei eine zum Teil sehr kontroverse Debatte.

Obama: "Die Offenheit hat gesiegt"

Obama würdigt in seiner Rede auch den Aufstand in der DDR vor fast genau 60 Jahren. Die Aufständischen nennt er die Helden vom 17. Juni 1953 und sagt: „Als die Mauer schließlich fiel, waren ihre Träume endlich erfüllt.“ Er sei stolz, auf der Ostseite des Brandenburger Tors reden zu können, betont der US-Präsident. „Die Offenheit hat gesiegt, die Toleranz, der Frieden, hier in Berlin.“

Obama spricht am Brandenburger Tor - ohne Jackett

Barack Obamas Rede hat begonnen. Er dankt Kanzlerin Merkel und Wowereit. Und sagt: "Wie ich bereits sagte, sehen Angela und ich nicht gerade unseren Vorgängern im Amt ähnlich. Aber die Tatsache, dass wir heute hier stehen können, an dieser Trennlinie, wo eine Stadt gespalten war, spricht für sich." Dann zieht er sein Jackett aus. "Ich fühle mich so wohl hier, dass ich mein Jackett ausziehen werde." Und fügt hinzu: "Wir können im Freundeskreise auch informell sein." Dann holt Obama ganz weit aus: Er spricht über die amerikanischen Verfassung und die Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Merkel und Wowereit begrüßen Obama am Brandenburger Tor
15.27 Uhr

Nach Wowereit begrüßt Kanzlerin Merkel den Präsidenten am Brandenburger Tor. Sie sagt: „Für mich steht außer Frage: Die transatlantische Partnerschaft ist auch im 21. Jahrhundert der Schlüssel zu Freiheit, Sicherheit und Wohlstand für alle. Auch im 21. Jahrhundert gibt es keine besseren Partner für einander als Amerika und Europa.“

Pariser Platz noch nicht voll
15.11 Uhr

Der Pariser Platz ist noch nicht voll – dabei sollte die Rede schon um 15 Uhr beginnen. Die Hitze hat offenbar viele ausgewählte Besucher abgehalten. Sollten Gäste nicht kommen, sollen ihre Sitze laut Bundespresseamt nicht besetzt werden. Mehr als 4000 eingeladene Gäste wurden erwartet. Vor dem Präsidenten sollen noch Wowereit und Merkel reden. Obama selbst ist bereits am Pariser Platz eingetroffen – aber er ist vor der Hitze in eines der Gebäude geflohen.

Claudia Roth kämpft sich zu Obama durch
15.00 Uhr

Grünen-Chefin Claudia Roth hat es nur mit Mühe zur Rede von US-Präsident Barack Obama am Brandenburger Tor geschafft. Denn sie hatte ihre Einladung vergessen - und die Sicherheitsvorkehrungen waren streng. Doch dann ließ man sie passieren. „Wenn man Tränengas in Istanbul übersteht, kommt man auch trotz vergessener Einladung durch - aber nur mit sehr viel Überzeugungsanstrengung“, sagte Roth.

„Protest wird sabotiert“
14.55 Uhr, Altonaer Straße

Der Prism-Protest an der Siegessäule wurde untersagt. Nun sammeln sich die Demonstranten an der Altonaer Straße an der Mündung zum Großen Stern. „Die Inszenierung des Präsidenten soll offenbar stimmen - die Inszenierung des Protests wird sabotiert. Nun wird die freie Meinung für freie Meinung in Straßenecken verdrängt,“ sagte Anke Domscheit-Berg, Organisatorin der Online-Petition.

Obama-Töchter allein unterwegs
14.54 Uhr

Die Obama-Töchter sind nun allein (also zumindest ohne Michelle Obama) in Berlin unterwegs. Ihre Mutter wird Obamas Rede anhören. Ob es nun ohne die Mutter zum Shoppen geht – unklar.

Sensation
14.52 Uhr, Brandenburger Tor

Dirk Niebel hat seine Bundeswehrkappe nicht auf. Auch in den Politikerreihen sind jetzt Fähnchen verteilt. Der Unions-Fraktionsgeschäftsführer winkt schon mal probehalber mit der deutschen.

Kolonne erreicht Brandenburger Tor
14.40 Uhr, Brandenburger Tor

Die Fahrzeugkolonne mit Obama fährt vor dem Brandenburger Tor vor.

Bundeskabinett wartet hemdsärmelig
14.35 Uhr, Pariser Platz

Das Bundeskabinett ist schon halbwegs vollzählig. Die Männer meist hemdsärmelig. Verteidigungsminister de Maiziere mit Strohhut - der ist am Pariser Platz ohnehin eine sehr beliebte Kopfbedeckung - nicht nur schnöde Käppis. Pofalla und Westerwelle mit Sonnenbrillen. Nur Innenminister Friedrich trägt Wacker dunkles Jackett.

Berliner von Sperrungen genervt
14.20 Uhr, Alexanderplatz

Am Alexanderplatz an der Ecke Karl-Liebknecht-Straße/Memhardstraße reagieren die Berliner zunehmend genervt auf die Straßensperrungen, gepaart mit der brütenden Hitze. "Total unnötig" und "nervig" sei dieser Trubel, so Passanten und Autofahrer.

David Garett spielt die Hymnen

Es gibt unterschiedliche Zuschauerzonen, unterscheidbar nach Nähe und Sitzgelegenheit; ganz vorne zwei Reihen grüne Klappstühle mit Kissen - Kabinett und Promis wie Dirk Nowitzki, dann einige Reihen Klappsitze ohne Kissen. Zum Beispiel für Bundestagsabgeordnete. Dahinter. Ein Absperrgitter, dann die Stehplätze. Erst dort wird schon jetzt mit Fahnen gewedelt.

Catering aufgehalten
14.10 Uhr, Kanadische Botschaft

Die Mitarbeiter der kanadischen Botschaft müssen mit ihrem Hunger ausharren. Der Catering-Wagen, der ihnen Essen bringen soll, steht an der Absperrung und darf zunächst nicht passieren. Nach einigen Diskussionen wird er schließlich von Mitarbeitern des Bundeskriminalamtes bis zur Tiefgarage der Botschaft gebracht.

Munition wird entschärft
13.25 Uhr, Tiergarten

Die gefundene Vorrichtung in der John-Foster Dulles Allee in Tiergarten entpuppt sich als Munition. Spezialisten der Polizei entschärfen sie.

Privates Mittagessen
13.30, Kanzleramt

Obama und Merkel gehen nach der Pressekonferenz privat Mittagessen. Nicht einmal die Dolmetscher sind dabei.

Bombenalarm im Tiergarten
13.12 Uhr, Berlin-Tiergarten

In der John-Foster Dulles Allee, unweit des Glockenturms im Tiergarten finden Polizisten eine unkonventionelle Vorrichtung. Sie lösen Bombenalarm aus. Zeugen berichten, dass sie zuvor mehrere Leute mit einem Notstromaggregat beobachtet haben wollen.

Obama redet Prism-Überwachung klein
13 Uhr, Kanzleramt

Prism ist für Terror-Bekämpfung notwendig und wird von US-Richtern überwacht. "Wir haben das richtige Gleichgewicht gefunden." Es gehe ausschließlich darum, gegen Terroristen und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen vorzugehen. "Wir lesen nicht die E-Mails des normalen Bürgers aus Deutschland, Amerika, Frankreich oder einem anderen Land." Über 50 konkrete Gefahrensituationen seien so identifiziert worden. Merkel: "Entdeckung der Sauerland-Gruppe ging auf US-Informationen zurück."

Dialog über Verhältnismäßigkeit
12.55 Uhr, Kanzleramt

Obama: "Guten Tag, it's wonderful to be back in Berlin."

Merkel und Obama erklären auf der Pressekonferenz nach ihrem gemeinsamen Gespräch, dass beide Seiten von dem geplantem Freihandelsabkommen profitieren. Prism sei von Merkel auch angesprochen worden. Die Terrorbekämpfung sei wichtig, aber sie wollen in einen Dialog über die Verhältnismäßigkeit eintreten. Für die USA bleibe Europa der wichtigste Eckpfeiler ihrer Außen- uns Sicherheitspolitik, sagt Obama.

„Das Internet ist für uns alle Neuland.“

Merkels antwortet auf eine Frage zum Internet-Spähprogramm „Prism“ löst heftige Reaktionen aus. Ein Beispiel:

Merkel und Obama zu Syrien

Syriens Präsident Assad habe jegliche Legitimität verloren. Merkel: Deutschland wird sich nicht an Waffenlieferungen an die Opposition beteiligen. "Deutschland hat klare rechtliche Regeln, wonach wir keine Waffen in Bürgerkriegsgebiete liefern dürfen. Und daran halten wir uns."

Stadtmitte für Verkehr weiträumig gesperrt
13 Uhr, Berlin-Mitte

Vor Obamas Rede am Brandenburger Tor hat die Berliner Polizei sämtliche Zufahrtsstraßen in das Ost-Berliner Zentrum abgeriegelt. Gesperrt sind unter anderem die Karl-Liebknecht-Straße (ab Alexanderplatz), die Memhardstraße, Rosa-Luxemburg-Straße sowie die Rosenthaler Straße. Der Verkehr wird weiträumig um das Stadtzentrum herumgeführt. Autofahrer haben keine Chance, ins historische Stadtzentrum zu gelangen. Hunderte Fahrer wissen an den gesperrten Kreuzungen nicht, wie sie an ihr Ziel gelangen sollen.

Rosen an Berliner Mauer
12.26 Uhr, Mauer-Gedenkstätte

Michelle Obama hat die Gedenkstätte Berliner Mauer verlassen und die Kolonne rollt zum nächsten Besuchspunkt.

11.49 Uhr, Straße des 17. Juni

Ein Mann mit einer "Alternative für Deutschland"-Fahne läuft auf der Straße des 17. Juni von der Siegessäule in die Richtung zum Brandenburger Tor. Auf seinem Weg wird er von der Polizei kontrolliert, anschließend darf er seine Meinung weiter verkünden.

Blumen für Michelle Obama
11.40 Uhr

Christiane Schmidt, Anwohnerin aus der Ackerstraße, hat einen Blumenstrauß für Michelle Obama mitgebracht. Aber sie kann ihn nicht übergeben.

Maskierte Person entdeckt
11.35 Uhr

Die Polizei ist verunsichert. An einer Absperrung stehen zwischen 3000 und 4000 Menschen. Aufklärer bemerken eine maskierte und verkleidete Person. Sie verschwindet kurz darauf.

„Guantanamo schließen!“
11.20 Uhr, Potsdamer Platz

Etwa 30 Mitglieder von Amnesty International haben sich am Potsdamer Platz versammelt, sie tragen orangefarbene Häftlingskleidung und halten Schilder hoch mit Aufschriften wie Justice is a human right" - Gerechtigkeit ist ein Menschenrecht. "Diese Aktion ist dazu da, Barack Obama an sein über vier Jahre altes Versprechen zu erinnern, das Gefangenenlager Guantanamo zu schließen", sagt Maja Liebing von Amnesty International.

Shopping mit Obama-Töchtern
11.15 Uhr, Potsdamer Platz

In den Potsdamer Platz Arkaden sind 20 Mannschaftswagen der Polizei versammelt. Für den Nachmittag haben sich die Obama-Töchter zum Shopping angekündigt. Sie bekommen Personenschutz. Die Einkaufspassage bleibt aber für normale Besucher geöffnet, bestätigt die Polizei.

Center-Manager Lutz Heinicke weiß nichts von einem Besuch der Obamas. "Warum sollen die einkaufen gehen, wenn sie was brauchen, kriegen sie es gebracht", meint er. Aber freuen würde sich Heinicke dennoch über die prominenten Gäste. "Hier war auch schon mal Britney Spears vor Ladenöffnung bei Mango shoppen."

Femen gegen Obama
11.10 Uhr, Siegessäule

Zwei Femen-Aktivistinnen versuchen an der Absperrung Aufmerksamkeit zu erlangen. Als sie versuchen sich zu entkleiden, greifen Polizistinnen ein. Die beiden Frauen werden festgenommen.

Merkel empfängt Obama
11.08 Uhr, Bundeskanzleramt

Die Kolonne erreicht das Bundeskanzleramt und Merkel empfängt und begrüßt Barack Obama.

Obama sagt leise Servus
11.02 Uhr, Schloss Bellevue

Auf der Treppe ein letzter Plausch mit Gauck - auf Englisch offenbar. Und beidseitiges Winken. Der US-Präsident hat zwölf Minuten Verspätung. Die Kanzlerin muss warten.

Hausmeister muss Benzinkanister abgeben
11 Uhr, Zionskirchplatz

Ein Hausmeister aus Mitte ist mit seinem Kleinlaster auf dem Weg zum Zionskirchplatz. Er transportiert Kanister, gefüllt mit Benzin für seine Rasenmäher. Polizisten halten den Mann an und beschlagnahmen die Kanister. Er könne sie sich morgen wieder abholen, erfährt er.

Summer in Obama-City
10.30 Uhr, Schloss Bellevue

Die italienische Fotografin Sara Dacci wartet vor Schloss Bellevue auf die Abfahrt von Barack Obama. Da darf der Sonnenhut nicht fehlen.

"Gehen Sie zu Obama?"
10.15 Uhr, Bahnhof Friedrichstraße

Für den Sicherheitscheck ist ein großes weißes Zelt aufgebaut. "Gehen Sie zu Obama?", fragt eine Frau mit schwarzem Rucksack einen jungen Uniformträger. "Ja." "Können sie mich mitnehmen?" Der Mann schüttelt freundlich den Kopf. Man bräuchte da eine Anmeldung und den Personalausweis. "Personalausweis habe ich", sagt die Frau. Aber das reicht nicht. Schade sei das, sagt sie. "Das ist doch blöd, dass da nur wieder so ein paar Ausgewählte hindürfen. Und keine normalen Leute."

10 Uhr

Für den Rettungsdienst der Feuerwehr herrscht Ausnahmezustand.

Kehranlage für S-Bahn gesperrt
10 Uhr, Südkreuz

Der Obama-Besuch betrifft auch die S-Bahn. Die Verstärkerzüge, die in der Regel zwischen 10 und 12.30 Uhr auf der Linie S 25 zwischen Teltow Stadt und Potsdamer Platz verkehren, müssen auch an diesem Mittwoch schon am Südkreuz wenden. Der Grund: Aus Sicherheitsgründen wurde die Kehranlage unter dem Potsdamer Platz, in dem normalerweise die S-Bahn-Züge vor der Rückfahrt einige Minuten abgestellt werden, gesperrt. Der S-Bahn-Verkehr im Nordsüd-Tunnel darf rollen, aber stehende Züge sind den Personenschützern des US-Präsidenten offenbar ein Graus.

9.55 Uhr

Der Pariser Platz wird erneut nach Sprengstoff und verbotenen Gegenständen durchsucht.

Gauck begrüßt Obama
9.50 Uhr, Schloss Bellevue

Barack Obama kommt pünktlich wie die Maurer. Und neben Gauck wirkt er gleich wie der Chef im Ring. Es ist Obama, der den Arm um Gauck legt - nicht umgekehrt. Das Bild wiederholt sich, als sie auf der anderen Seite des Schlosses wieder rauskommen, um die militärischen Ehren entgegen zu nehmen. Das Charisma des Gastes ist schwer zu schlagen. Der US-Präsident fragt: How are you? Der Bundespräsident freut sich.

Michelle Obama besichtigt Holocaust-Mahnmal
9.41 Uhr, Holocaust-Mahnmal

Michelle Obama hat in Berlin das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besichtigt. Die Frau des US-Präsidenten durchschritt am Mittwochmorgen einen Teil des wellenförmigen Feldes mit rund 2700 Betonstelen zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz. Begleitet wurde sie von Barack Obamas Halbschwester Auma.

Die Nervosität steigt
9.40 Uhr, Schloss Bellevue

Jetzt sind es nur noch zehn Minuten. Alle haben Aufstellung genommen.

Scharfstützen nehmen Kameramann ins Visier
9.30 Uhr

Der Präsident steigt in seine Limousine. Der Konvoi verlässt das Hotel. Auf einem Balkon in der Ebertstraße steht ein Mann, der für Aufregung bei den Sicherheitsleuten sorgt. Er hat eine Kamera in der Hand und missachtet die Aufforderung, den Balkon zu verlassen. Scharfstützen nehmen ihn ins Visier. Laserpointer werden eingeschaltet, um mögliche Zieloptiken zu beeinflussen. Bereits bei der Ankunft des Präsidenten am Dienstagabend waren die Fenster der Wohnung, nicht wie angeordnet geschlossen. Deshalb war das Tempo der Kolonne gedrosselt worden.

Ein Geschenk für Barack Obama
9.30 Uhr, Schloss Bellevue

Barack Obama ist noch nicht da. Aber es ist schon klar, was er geschenkt bekommt: einen Siebdruck des Künstlers Christoph Niemann. Er zeigt eines der schönsten und berühmtesten Bauwerke der USA - die Brooklyn Bridge von New York City.

Kein Straßenbahnverkehr
9.30 Uhr

Die BVG stellt den Straßenbahnverkehr auf der Bernauer Straße ein. Bis 13 Uhr wenden die Züge der Linie M 10 aus Richtung Warschauer Straße am Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, teilt die BVG-Leitstelle mit. Fahrgäste müssen von dort aus laufen, einen Ersatzverkehr gibt es nicht. Anlass: Gegen 12 Uhr will die Präsidentenfamilie die Mauer-Gedenkstätte besuchen.

Joachim Gauck fährt vor
9.18 Uhr, Schloss Bellevue

Der Hausherr fährt vor. Aber Joachim Gauck bleibt fast unbemerkt. Denn alle warten auf IHN.

Geöffnete Fenster werden verschlossen
9.20 Uhr

Entlang der Wegstrecke werden geöffnete Fenster entdeckt, die jetzt nach und nach geschlossen werden müssen.

Sperrgebiet am Brandenburger Tor
9.15 Uhr, Brandenburger Tor

Der Sicherheitsbereich rund um das Brandenburger Tor ist dicht. Weder Autos noch Fußgänger kommen in das Sperrgebiet. Einzig der Bundestagspräsident und der Staatssekretär des Auswertigen Amtes dürfen noch durch. Mitglieder des Bundestages müssen sich bei der Polizei melden, damit in ihrem Fall entschieden werden kann, ob sie den Sicherheitsbereich betreten dürfen.

9.11 Uhr

Die Strandbars an der Spree werden erneut durchsucht.

Stau und Straßensperrungen
9.00 Uhr

Die Spree wird gesperrt.

Die Mühlenstraße am Ostbahnhof wird für den Verkehr gesperrt. Für den Fall, dass Michelle Obama und die Töchter die East-Side-Gallery sehen wollen. Auch die Köpenicker Straße auf der Kreuzberger Spreeseite ist von Verkehrseinschränkungen betroffen. Die Polizei leitet die Autos weiträumig über den Innenstadtring um. Das bekommen auch Autofahrer zu spüren, die auf der Karl-Marx-Allee ins Zentrum gelangen wollen. Am Frankfurter Tor ist Schluss, Polizisten haben die Straße gesperrt, die Fahrzeuge müssen auf die Warschauer Straße abbiegen.

„Der heutige Tag ist eine Ausnahmesituation“, teilt die Verkehrsmanagementzentrale Berlin (VMZ) mit. Auf der Verkehrslagekarte sind viele Innenstadtstraßen rot markiert – was normalerweise um diese Zeit eher selten ist. Rot bedeutet: Stau.

Journalistenbus nimmt Umweg über Moabit
9 Uhr, Schloss Bellevue

Die Fahrt der Journalisten ins Schloss Bellevue hat länger gedauert, als anzunehmen war. Da das Regierungsviertel abgeriegelt ist, fährt der Bus einen Umweg über Moabit. Einer sagt: Das ist wie auf Klassenfahrt. Am Schloss dann eine herrliche Kulisse. Beamte rufen den Fotografen zu: Nicht über den Rasen laufen! Der wirkt wie mit der Nagelschere geschnitten. Und die Sonne knallt schon, als läge Berlin am Äquator.

8.48 Uhr

Am Hauptbahnhof kommen immer mehr Touristen an, die zum Tiergarten laufen.

8.45 Uhr

Polizisten wird untersagt, Handyfotos vom Präsidenten zu schießen, wenn die Kolonne an ihnen vorbei fährt oder der Präsident bei ihnen aussteigt.

8.35 Uhr

An dem Restaurant gegenüber vom Holocaust-Denkmal werden Hebelspuren festgestellt. Durch die Polizisten wird festgestellt, dass diese neu sind und ein Einbruch versucht worden ist.

Journalisten warten auf den Sicherheitscheck
7.10 Uhr, Bundespresseamt

Mehrere Dutzend Journalisten warten auf den Sicherheitscheck für die Fahrt zum Schloss Bellevue. Allein dpa hat drei Fotografen geschickt. Und die Bild-Zeitung ist natürlich auch da. Es gibt Brötchen, Kuchen, Kaffee und Säfte, um den Medien die Umstände zu versüßen. Bis zum Sicherheitscheck vergeht eine Stunde. Dann geht es in drei Bussen los.

Atomare Abrüstung
Mittwoch, 5 Uhr, New York

US-Präsident Barack Obama will einem Bericht der New York Times zufolge in Berlin weitere Schritte zur atomaren Abrüstung vorschlagen.

Brand in der Voßstraße
0.30 Uhr

Ein Anwohner der Voßstraße öffnet ein Fenster und sieht plötzlich Rauch. Er ruft die Feuerwehr, denn er denkt, dass es bei ihm im Haus brennt. Zeitgleich bemerken auch die Mitarbeiter der kanadischen Botschaft Rauch und alarmieren ebenso die Feuerwehr, denn auch sie denken, dass es bei ihnen brennt. Mitarbeiter der Berliner Polizei, die in einem höheren Stockwerk positioniert sind und Mitarbeiter des Secret Service bemerken das Feuer ebenfalls und können Flammen sehen. Der Secret Service ist besorgt und erkundigt sich wiederholt, ob für den Präsidenten und seine Familie eine Gefahr besteht. Die Polizei beruhigt die Agenten des Secret-Service. Es brennt Gerümpel auf der Baustelle in der Voßstraße. Die Feuerwehr hat die Flammen nach fünf Minuten gelöscht.

Landung in Tegel
Dienstag, 20.20 Uhr

Die Präsidentenmaschine „Air Force One“ setzt auf der Landebahn in Berlin auf. Zum stillen Empfang, wie das im Diplomatendeutsch heißt, des mächtigsten Politikers der Welt schickte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstagabend den Außenminister Guido Westerwelle. Immerhin. Ursprünglich war für diese Aufgabe nur der Protokollchef vorgesehen. Aber das war dann wohl doch zu wenig. (BLZ, dpa)

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