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Berliner Zeitung | Hohe Wahlbeteiligung: Auszählung nach Parlamentswahl im Iran beginnt
27. February 2016
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Hohe Wahlbeteiligung: Auszählung nach Parlamentswahl im Iran beginnt

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Die Iraner wählen ihr Parlament.

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AP

Teheran -

Nach Angaben des iranischen Innenministeriums haben 32 von 55 Millionen wahlberechtigten Iranern an der Parlamentswahl teilgenommen. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 58 Prozent und konnte die vom Innenministerium erhoffte 70 Prozent Marke nicht erreichen. Es gab auch erste Ergebnisse aus kleineren Wahlbezirken, die aber nicht aussagekräftig sind.

Die Ergebnisse aus den Großstädten, besonders der Hauptstadt Teheran, seien noch nicht bekannt, sagte Ministeriumssprecher Hussein-Ali Amiri am Samstag. In einigen Städten werde es aber zu einer Stichwahl kommen, weil die Kandidaten nicht die erforderliche 25 Prozent der Stimmen erhalten haben, fügte der Sprecher hinzu.

Einige Medien berichten von einer Führung der Reformer vor den Hardlinern. Sprecher Amiri wies diese Berichte jedoch zurück und warnte vor Spekulationen. Ohne die Ergebnisse aus den Großstädten könne man noch keinen Trend erkennen. Außerdem könne es Tage dauern, bis der genaue Ausgang bekannt ist.

Wichtiges Votum im Iran

Das Votum gilt als richtungsweisend, weil es Auswirkungen auf den Reformkurs von Präsident Hassan Ruhani und eines Tages auch auf einen Nachfolger des konservativen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei haben könnte.

Bestimmt wurden 290 Abgeordnete des Parlaments und 88 Mitglieder des Expertenrats. Beide Gremien werden derzeit von Hardlinern kontrolliert. Bei der Parlamentswahl geht es unter anderem darum, ob Ruhani künftig auf stärkeren Rückenwind der Volksvertretung setzen kann. Viele iranische Hardliner lehnen seinen Kurs ab. Der Expertenrat bestimmt den geistlichen und politischen Anführer des Iran. In die achtjährige Amtszeit der am Freitag neu bestimmten Mitglieder könnte die Entscheidung über eine Nachfolge des 76-jährigen Chamenei fallen. (dpa/Reuters)


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