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Kommentar zur Teamfähigkeit von Lehrern: Es kommt auf die Schulleiter an

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Lehrer sollten mehr zusammenarbeiten.

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dpa

Es ist heutzutage rufschädigend, jemanden als nicht teamfähig zu bezeichnen. Wenn mehr als 90 Prozent der Lehrer sagen, sie wollen gern mit Kollegen zusammenarbeiten, dann mag also auch der eine oder andere darunter sein, der sich gedacht hat: „Ich sage das lieber mal so. Ich muss es ja hinterher in meinem Klassenkämmerlein nicht so machen.“ Und dennoch ist die Selbstauskunft der Lehrer in einer Studie mehrerer großer Stiftungen ein eindeutiges Votum. Wir sollten die Lehrer also beim Wort nehmen.

Teamfähigkeit stärken

Für die Bildungspolitiker in den Ländern heißt das: Sie sollten das Thema offensiv auf die Agenda setzen und es stärker in der Ausbildung verankern. Die Schulleiter wiederum müssen Projekte mitinitiieren und fördern. Und alle gemeinsam müssen dafür sorgen, dass die Zusammenarbeit einen festen zeitlichen und organisatorischen Rahmen bekommt. Es ist viel zu tun, damit Lehrer wirklich von Einzelkämpfern zu Teamspielern werden können.

Gute Mannschaft braucht guten Trainer

Es ist wie im Sport: Eine gute Mannschaft braucht einen noch besseren Trainer, der aus jedem Spieler das Beste herausholt – der aber vor allem dafür sorgt, dass alle zusammen mehr sind als nur die Summe ihrer Einzelleistungen. Eine Schule und ein Kollegium zu leiten, ist eine hochkomplexe Management-Aufgabe, die viel menschliches Geschick erfordert. Darauf müssen wir bei der Auswahl von Schulleitern achten. Dafür müssen wir sie beständig fortbilden.


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