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Nach Vergewaltigung: Indische Polizei weist Vorwürfe zurück

Indische Polizisten bei einer Demo gegen Gewalt.
Indische Polizisten bei einer Demo gegen Gewalt.
Foto: AFP

Nachdem ein Freund des Vergewaltigungsopfers in Indien schwere Vorwürfe gegen die dortige Polizei erhebt, wehrt sich diese und verteidigt ihre Reaktion auf den Vorfall. Man habe die Frau binnen 34 Minuten ins Krankenhaus gebracht, heißt es.

Die Polizei in Neu Delhi hat Vorwürfe verschleppter Hilfeleistung im Zusammenhang mit der Vergewaltigung einer später verstorbenen jungen Inderin zurückgewiesen. Der erste Streifenwagen habe die Frau und ihren ebenfalls verletzten Begleiter sechs Minuten nach Eingang des Notrufs erreicht, teilte die Polizei am Samstag mit. 34 Minuten nach dem Notruf hätten Polizisten mit den Opfern das Krankenhaus erreicht. Das belegten die GPS-Systeme der Streifenwagen. Es habe „keine Versäumnisse“ der Polizei gegeben.

Die beiden Opfer waren von mehreren Männern in einem Bus in ihre Gewalt gebracht und dort misshandelt worden. Die Frau wurde bestialisch vergewaltigt und gefoltert. Dann wurden beide aus dem Bus heraus nackt auf die Straße geworfen. Der Begleiter der später verstorbenen 23-Jährigen hatte in seinem ersten Interview den Vorwurf erhoben, niemand habe geholfen, nachdem die Täter sie aus dem Bus geworfen hätten. Auch nach dem Eintreffen der Polizei hätten die Beamten wertvolle Zeit verschwendet.

Die Frau war am Samstag vor einer Woche an ihren Verletzungen gestorben, nachdem sie in ein Spezialkrankenhaus nach Singapur verlegt worden war. Fünf Männer sind unter anderem wegen Mordes und Vergewaltigung angeklagt. Beim sechsten Beschuldigten wird noch geprüft, ob er minderjährig ist. (dpa)

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