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Sprengstoffweste entpuppt sich als Attrappe: Pariser Angreifer trug Papier mit IS-Fahne bei sich

Polizisten sichern den Tatort vor einem Pariser Polizeikommisariat ab.

Polizisten sichern den Tatort vor einem Pariser Polizeikommisariat ab.

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AP

Paris -

Am Jahrestag des Anschlags auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ hat ein Mann ein Pariser Polizeirevier angegriffen. Der mit einem Messer bewaffnete Mann habe „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gerufen und versucht, am Eingang des Kommissariats einen Beamten zu attackieren, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag. Polizisten erschossen den Mann. Er trug eine „Vorrichtung, die eine Sprengstoffweste sein könnte“, sagte Ministeriumssprecher Pierre-Henry Brandet der Nachrichtenagentur AFP. Bei der Sprengstoffweste hat es sich nach Angaben der Polizei aber lediglich um eine Attrappe gehandelt haben.

Der Angreifer trug ein Papier mit einer Fahne der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und ein auf Arabisch verfasstes Bekennerschreiben bei sich. Das teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit und leitete Terror-Ermittlungen ein. Die Identität des von der Polizei erschossenen Mannes war zunächst weiterhin unklar.

Der Angriff galt einem Polizeirevier in einem Problemviertel im nördlichen 18. Pariser Bezirk. Die Rue de la Goutte d'Or, in der sich das Polizeirevier befindet, wurde abgeriegelt. Außerdem waren Sprengstoffexperten der Polizei im Einsatz, um das Gebiet zu sichern. Innenminister Bernard Cazeneuve begab sich zum Polizeirevier. (afp)


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