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Präsident Hassan Ruhani: Iran sieht Israel als „Hauptbedrohung“ des Nahen Ostens

Irans Präsident Hassan Ruhani will eine bessere Beziehung zum Westen pflegen.

Irans Präsident Hassan Ruhani will eine bessere Beziehung zum Westen pflegen.

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dpa

Teheran -

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat Israel zur „Hauptbedrohung in der Region“ erklärt. Das Land rede immer nur vom Frieden, sei aber in Wirklichkeit „kriminell“ und „terroristisch“, sagte Ruhani am Mittwoch laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Isna. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Dienstag bei einer Rede im US-Kongress das iranische Atomprogramm erneut als Bedrohung für sein Land bezeichnet. Die Welt sehe mit „Befriedigung den Fortschritt bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und der 5+1-Gruppe“ der fünf UN-Vetomächte und Deutschland, sagte Ruhani.

Lediglich das „Regime der Aggression und der Besatzung ist unzufrieden und wütend“. „Die Völker der Welt und die Amerikaner“ bräuchten keine Ratschläge von einem Land, das mehrere Atombomben besitze und sich internationaler Kontrolle widersetze. Israel gilt schon lange als einzige Atommacht im Nahen Osten und verfügt Expertenschätzungen zufolge über etwa 200 Atomsprengköpfe. Iran und die 5+1-Gruppe wollen bis Ende März eine Grundsatzeinigung über das Atomprogramm Teherans erreichen.

Bis Anfang Juli soll dann ein vollständiges Abkommen samt der technischen Einzelheiten vorliegen. Angestrebt wird ein dauerhaftes Abkommen, das dem Iran die friedliche Nutzung der Atomtechnologie erlaubt, zugleich aber die Möglichkeit nimmt, kurzfristig Atomwaffen zu entwickeln. Im Gegenzug sollen die in dem Streit verhängten internationalen Sanktionen gegen Teheran aufgehoben werden, die im Iran eine schwere Wirtschaftskrise ausgelöst haben.


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