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Von IS-Terrormiliz bestätigt: „Dschihadi John“ ist tot

Screenshot einer Szene aus einem Video, das von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am 02.09.2014 veröffentlicht wurde und einen maskierten Mann mit Messer bei der Hinrichtung des US-Journalisten Sotloff zeigen soll.

Screenshot einer Szene aus einem Video, das von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am 02.09.2014 veröffentlicht wurde und einen maskierten Mann mit Messer bei der Hinrichtung des US-Journalisten Sotloff zeigen soll.

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dpa

Al-Rakka -

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Tod des aus Enthauptungsvideos berüchtigten Mörders „Dschihadi John“ bestätigt. Eine Drohne habe am 12. November in der ostsyrischen Stadt Al-Rakka ein Auto getroffen und ihn getötet, heißt es in der am Dienstag im Internet verbreiteten Ausgabe des Propagandamagazins „Dabiq“.

Ein Sprecher des US-Pentagons hatte damals einen Tag nach dem Angriff erklärt, „Dschihadi John“ sei so gut wie sicher tot. Eine letzte Bestätigung fehlt bisher jedoch noch.

Emwasi tauchte im Enthauptungsvideo auf

„Dschihadi John“ ist eine der bekanntesten Figuren der sunnitischen Extremistengruppe. Der aus Kuwait stammende Extremist mit bürgerlichem Namen Mohammed Emwasi war erstmals im Enthauptungsvideo des US-Journalisten James Foley im August 2014 aufgetaucht. Emwasi war an weiteren Enthauptungen beteiligt. Der Mann trat in den IS-Videos stets vermummt auf und sprach Englisch mit Londoner Akzent.

„Dabiq“ rühmt Emwasi in einem dreiseitigen Artikel als „Märtyrer“. Demnach kämpfte er seit 2012 im syrischen Bürgerkrieg, wo er sich zunächst der Nusra-Front angeschlossen habe, dem Ableger des Terrronetzwerks Al-Kaida. Diese teilt zwar die Dschihad-Ideologie des IS, überwarf sich aber mit der Terrormiliz. Emwasi sei einer der ersten gewesen, die sich von der Nusra-Front losgesagt hätten.

Zugleich veröffentlichte der IS in dem Internetmagazin die Namen und Fotos von neun Attentätern, die im November an den Pariser Terroranschlägen beteiligt gewesen sein sollen. Dabei handele es sich um vier Franzosen, drei Belgier und zwei Iraker.
Bei den Anschlägen hatten Terrorkommandos 130 Menschen getötet. Auch sieben Attentäter kamen ums Leben. Weitere Angreifer und Komplizen werden gesucht. Der IS bekannte sich damals zu dem Attentat. (dpa)


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