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Alba-Berlin-Neuzugang Robert Lowery: „Ich bin stark und hart im Nehmen“

Hätte nach der Basketball-Karriere auch gute Chancen als Bob-Marley-Double: Albas Neuling Robert Lowery.

Hätte nach der Basketball-Karriere auch gute Chancen als Bob-Marley-Double: Albas Neuling Robert Lowery.

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imago/Camera 4

Wenn es um Albas Neuzugang Robert Lowery geht, fällt ein Wort wieder und wieder: „Energie“. So sagt Trainer Sasa Obradovic: „Ich hoffe, er wird uns Energie geben und ein guter und kreativer Spieler sein.“ Lowery selbst, ein 1,88 Meter großer US-Amerikaner, sagt: „Als Spieler bin ich jemand, der Energie bringt. Ich bin stark und hart im Nehmen.“ Dabei wirkt der 28-jährige Guard inmitten seiner riesigen Rasta-Mähne fast ein wenig zart.

Mehr Energie braucht Alba Berlin nach den Ausfällen von Jordan Taylor (Daumenverletzung) und Niels Giffey (Sehnenverletzung im Fuß) zweifellos dringend. Die kräftezehrende Spielweise der Mannschaft kann gar nicht auf ausreichend viele qualifizierte Schultern verteilt werden. Insbesondere aber braucht es konstante Leistung im Spielaufbau, wo sich das Fehlen von Jordan Taylor seit Anfang Januar gelegentlich deutlich bemerkbar machte. „Es hat zu viel auf zwei Spielern gelastet“, sagt Trainer Obradovic.

Einigen fehlen Routine, Übersicht und Konstanz

Gemeint sind der 20-jährige Ismet Akpinar und der 24-jährige Will Cherry. Beide haben zwar durchaus einige Glanztaten im Aufbauspiel vollbracht, beide offenbarten aber auch Schwächen. So bekam Akpinar am Dienstag im Eurocup-Spiel gegen Aris Saloniki fast 27 Minuten Einsatzzeit und erzielte elf Punkte.

„Mehr Spielzeit sieht man natürlich gerne. Ich fühle mich wohl mit dieser Rolle und mit der Verantwortung“, sagt er. Doch in manchen Situationen fehlt es dem deutschen Nachwuchsspieler noch an Routine und Übersicht. Sein Trainer jedenfalls urteilt: „Er hat sich auf vielen Feldern verbessert. Aber das Produkt ist noch nicht fertig.“

Dem US-Amerikaner Will Cherry mangelt es nach Beobachtung Obradovics manches Mal an Konstanz: „Unsere Fehler und vielleicht auch seine sind nach großen Spielen aufgetreten. Wir gewinnen gegen Bayern München, aber dann ist er im nächsten Spiel in Ludwigsburg schlecht.“ Gegen Saloniki half zuletzt auch Dragan Milosavljevic im Spielaufbau aus und schaffte fast das Triple-Double: 16 Punkte, zehn Rebounds und neun Assists wurden am Ende für ihn notiert.

Optimismus trotz kurzer Vorbereitungszeit

Robert Lowery, der vom griechischen Erstligisten Nea Kifissia kam und einen Vertrag bis Ende Februar mit der Option auf Verlängerung bis Saisonende hat, kann auf beiden Guard-Positionen spielen. Er könne punkten, er könne verteidigen, er könne rennen, er fühle sich demütig und geehrt, jetzt für Alba Berlin zu spielen, sagte er. „Was auch immer der Trainer von mir oder der Mannschaft verlangt – ich bin bereit, es zu tun“, kündigt er bescheiden an.

Zum ersten Mal wird er für die Berliner am Sonnabend im Pokal-Viertelfinale gegen Würzburg (18:30 Uhr in der Mercedes-Benz-Arena) auf dem Parkett stehen. „Ich erwarte viel von ihm, aber im Moment ist es schwer, Vorhersagen zu machen, was genau das sein wird“, sagt Trainer Obradovic.

Am Dienstag erst wurde Lowerys Verpflichtung offiziell, vier Tage bis zum ersten Spiel sind eine zu kurze Zeit, um Albas Spielsystem und Spielzüge zu lernen. Der Neuzugang selbst gab sich auch in dieser Frage optimistisch-professionell: „Es ist natürlich immer schwierig, aber das ist mein Beruf. Es ist mein Beruf, Spielzüge zu lernen.“