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Alba Berlin verliert 80:86 gegen Le Mans Sarthe: Le Mans macht Alba zu viel Mühe

Die Albatrosse kamen zu oft zu spät.

Die Albatrosse kamen zu oft zu spät.

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imago/Eibner

Jonas Wohlfarth-Bottermann machte es noch einmal spannend. Elf Sekunden waren noch zu spielen in Alba Berlins Eurocup-Partie gegen Le Mans Sarthe. Der Center verfrachtete den Ball in den Korb, mit vier Punkten lag sein Team hinten, doch der Gegner antwortete prompt mit zwei verwandelten Freiwürfen. 80:86 verloren die Berliner am Ende die Partie und vergaben die Chance, vorzeitig in die zweite Runde einzuziehen.

Worum es an diesem Abend ging, hatten die 7232 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof gleich nach dem Sprungball unschwer erkennen können. Um eine Reaktion nach der 69:80-Niederlage am Wochenende gegen Bremerhaven. Die Berliner starteten konzentriert und in dem Bemühen, Le Mans ihre Ambitionen zu verdeutlichen. Aggressiv in der Verteidigung und engagiert in der Offensive gingen sie zu Werke, was immerhin half, die Fehler auszugleichen. Die fünf Ballverluste etwa im ersten Viertel, das mit einem 16:20 endete.

Spielmacher Will Cherry ging mit gutem Beispiel voran, kämpfte, warf sich in jeden Pass der Gäste, sammelte wichtige Rebounds, setzte im Angriff Akzente, steckte etwa in der 14. Minute den Ball im Sprung Elmedin Kikanovic zu, der das 23:23 erzielte. Kikanovic wiederum strahlte unter dem Korb und aus der Halbdistanz Gefahr aus. Elf Punkte nach der Hälfte der Begegnung und 24 nach ihrem Ende machten ihn zu einer wertvollen Kraft für die Gastgeber und zu einem Grund dafür, das sein Team zur großen Pause nur knapp hinten lag.

Hoffnung schwand mit jeder Sekunde

Die Berliner hatten allerdings Mühe mit Le Mans’ Guard Tywain McKee, der sich immer wieder durch Albas Defense wuselte und dessen Trikotnummer 0 eine schlimme Untertreibung war.

Auf der anderen Seite blieb Kikanovic jedoch in dieser Phase der Einzige, der Zählbares zustande brachte und die Punkte 30 bis 39 für sein Team besorgte. Ein 39:50 passte allerdings nicht zu dem, was sie sich vorgenommen hatten, aber die Dreier der Franzosen hielten sie auf Distanz.

Auch die anderen im Alba-Team kämpften. Wohlfarth-Bottermann etwa, der Intensität ins Spiel brachte, ebenso Akeem Vargas, der seine Gegenspieler bisweilen zur Weißglut trieb. Nicht jeder machte das so geschickt. Dragan Milosavljevic bewegte sich gegen Ende des dritten Viertels mit dem vierten Foul am Rande der Disqualifikation.

Das 54:61 beim Start in den letzten Durchgang durch Kikanovic ließ noch alles offen, doch geriet Alba nun in der Verteidigung unter Druck, kam mal hier beim Rebound zu spät, beging mal dort ein Foul und steckte selbst in der Verteidigung der Gäste fest, die auf jeden Gegentreffer eine Antwort fanden. Nach dem 60:70 von Kresimir Loncar zum Beispiel stand es postwendend 60:72 (36.). Das 62:72 von Vargas indes und Cherrys anschließender Treffer mit Bonusfreiwurf brachten ein wenig Erleichterung. Dreier von Alex King und Will Cherry führten zum 70:74, doch Le Mans antwortete ebenfalls per Dreier.

Die Hoffnung schwand mit jeder Sekunde, noch einmal Kikanovic, noch ein Mal Cherry, noch ein Mal Taylor – und wieder eine Antwort.