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Basketball-Eurocup: Alba schlägt Klaipeda und warten auf den nächsten Rivalen

Einen Schritt voraus: Albas Robert Lowery (l.) lauert Daniel Ewing auf.

Einen Schritt voraus: Albas Robert Lowery (l.) lauert Daniel Ewing auf.

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dpa

Zum Schluss wollte sich Robert Lowery auch mal was wünschen. Er und seine Teamkollegen sollten ja am Dienstagabend ins Achtelfinale des Eurocups einziehen, die Fans, die Vereinsführung und der Trainer hatten es sich gewünscht, und am Ende schafften es Lowery und seine Basketballer dann ja auch mit dem 76:62 (41:21) über Neptunas Klaipeda. Am 24. Februar haben sie nun Heimrecht. Gegen Bilbao oder den FC Bayern. „FC Bayern“, sagte Lowery. „Ich weiß, dass es da eine große Rivalität gibt.“

Der Abend war wunschgemäß losgegangen für die Berliner. Dragan Milosavljevic trabte zum Aufwärmprogramm aufs Parkett. Und nicht nur das, er gehörte zur Startformation und führte sich gleich mal mit den ersten beiden Punkten der Partie ein. Der Guard hatte zuletzt wegen einer Bänderverletzung gefehlt. Nun gehörte er zu den Alba-Profis mit der meisten Spielzeit. Es wurde bereits in der ersten Hälfte deutlich, weshalb Milosavljevic von seinen Teamkollegen so vermisst worden war. Als er auf dem Platz stand, brachte Alba 25 Punkte zwischen sich und Klaipeda.

Das bewahrte die Gastgeber aber nicht vor Schwächephasen. Zwischen der 4. und der 7. Minute eine 0:10-Serie zum 12:12. Dann jedoch gewannen sie die Kontrolle über das Geschehen, führten nach dem ersten Viertel 22:14. Es war wieder einmal die Verteidigung, die Alba Möglichkeiten eröffnete.

Bezeichnend eine Szene aus der 19. Minute, als Robert Lowery den Ball eroberte, zum Fastbreak durchstartete und den Ball zum 38:21 durch den Ring drückte. Kurz darauf markierte er das 40:21, zog dabei ein Foul und brachte den Ball zur Halbzeitführung im Korb unter. Nun lagen sie mit 20 Zählern vorn. „Wir waren von Anfang an voll da“, sagte Ismet Akpinar.

Ewing hat Probleme

Wieder machte der 20 Jahre alte Regisseur seine Sache gut. Wie schon bei der Heimniederlage gegen Ludwigsburg am Sonnabend brachte er Intensität in Albas Auftritt und schirmte Klaipedas Point Guard Daniel Ewing erfolgreich ab. Sonst bester Schütze der Gäste, kam er in den ersten zwei Vierteln nur auf drei Punkte, allerdings legte er danach mit 14 Zählern zu.

Wer unter den 6 854 Zuschauern in der Arena ernsthaft erwartet hatte, Klaipeda würde sich durch den Rückstand beeindrucken lassen, sah sich getäuscht. Auf 50:39 ließen sie den Gegner herankommen (27.), zogen aber in der Defensive wieder an. Als stabilisierender Faktor erwies sich auch diesmal wieder Milosavljevic. Nicht nur mit Taten, sondern auch in Worten. So wies er in einer Szene in der 28. Minute Lowery lautstark zurecht, wobei dem Guard zumindest offensiv kein Vorwurf zu machen war. So markierte er aus rund sieben Metern das 60:42 zur letzten Pause.

Lowery schien das nicht zu reichen. Klaipeda brachte sich zwar an der Freiwurflinie heran (62:52, 33.); die Foulbelastung wuchs, Spielmacher Will Cherry wurde drei Minuten vor Schluss disqualifiziert. Doch Lowery flitzte unverdrossen übers Parkett und traf, flitzte und sammelte Bälle ein. Am Ende hatte er 24 Punkte zusammengeflitzt.

Coach Sasa Obradovic war zufrieden, mit Lowery, mit Akpinar, mit allen. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir jetzt im Achtelfinale stehen. Gegen Bayern München?“ Obradovic muss sich gedulden. Die Entscheidung fällt morgen.