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Eurocup: Alba überzeugt beim 83:67 gegen Mailand

Da geht’s lang: Will Cherry.

Da geht’s lang: Will Cherry.

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imago/Mario Stiehl

Mit dem deutlichen 83:67 im Hinspiel der letzten 32 Klubs im Eurocup der Albatrosse gegen die Mannschaft aus Mailand hatte vor der Partie außer Obradovic und seinen Spielern wohl niemand gerechnet. Zu stark sind die Mailänder auf dem Papier: Sie haben einen Kader gespickt mit internationalen Top-Spielern (Alessandro Gentile, Charles Jenkins, Krunoslav Simon) und mit Jasmin Repesa einen sehr erfahrenen Trainer. Zudem fehlte den Berlinern der Stamm-Aufbauspieler Jordan Taylor. Durch die Verletzung, die er sich am vergangenen Sonntag gegen Ludwigsburg am Daumen zugezogen hat, wird er die nächsten sechs Wochen nicht spielen können. Dennoch machte Alba ein sehr gutes Spiel. Oder vielleicht gerade deswegen?

Von Beginn an waren sie in der Verteidigung am Gegner nah dran. Die Berliner störten früh, ließen keine einfachen Pässe zu. Und hatten zudem Glück, dass einige Würfe der Mailänder einfach nicht reinfallen wollten. Der ansonsten so wurfstarke Aufbauspieler der Mailänder, Andrea Cinciarini, verwarf gleich mehrere Dreier, obwohl er frei stand.

Hingegen Alba traf und traf. Das hatte auch mit dem guten Passspiel des Berliner Leistungsträgers Dragan Milosavljevic zu tun, der bereits im ersten Viertel vier Assists verteilte, seine Spieler unter dem gegnerischen Korb perfekt bediente. Es hatte aber auch mit Wurfglück zu tun, als beispielsweise Akeem Vargas einen Dreier übers Brett in den Korb bugsierte. So erspielten sich die Berliner zunächst einen komfortablen Zehn-Punkte-Vorsprung. Der aber gegen Ende der ersten Halbzeit auf einen Punkt dahinschmolz (41:40). Denn die Mailänder kamen immer besser ins Spiel.

Vor allen Dingen der serbische Center der Mailänder, Milan Macvan, machte den Albatrossen sowohl unterm Korb, als auch außerhalb der Dreierlinie das Leben schwer. Glücklicherweise brachte sich Macvan durch unnötige Fouls schnell selbst aus dem Spiel. Bei den Berlinern brillierte hingegen Ismet Akpinar. Er erfüllte seine Stellvertreter-Aufgabe für den Taylor sehr gut, traf freie Dreier aber auch die schwierigen Würfe. Am Ende steuerte er elf Punkte zum Sieg bei.

Auch in der zweiten Halbzeit erwischten die Berliner den besseren Start. Allen voran Will Cherry stach durch Zug zum Korb hervor. Beide Mannschaften lieferten sich von nun an ein ausgeglichenes Spiel auf hohem Niveau. Und mit viel Kampfgeist. Sowohl die Mailänder als auch die Berliner warfen sich nach jedem Ball und schlitterten über den Hallenboden. Ein Spiel, das auch den 6251 Zuschauern sehr viel Spaß bereitete.

Dann setzte sich Alba ab. Und das hatte vor allen Dingen wieder mit Milosavljevic zu tun, denn er traf nun einen Dreier nach dem anderen, insgesamt traf er fünf. Am Ende brachte er es auf 23 Punkte, er war der Spieler des Tages. In seiner schüchternen Art sagte er nach dem Spiel: „Wir haben toll gespielt. So müssen wir weiterspielen.“ Dann kann Alba noch richtig weit kommen im Eurocup.



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