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Nach dem Pokalsieg gegen Bayern München: Chance auf Revanche gegen Alba

Nach dem Jubel ist vor dem Spiel: Auf das Alba-Team kommt harte Arbeit zu.

Nach dem Jubel ist vor dem Spiel: Auf das Alba-Team kommt harte Arbeit zu.

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dpa/Andreas Gebert

Berlin -

Die Nacht von Sonntag auf Montag machten die Basketballer von Alba Berlin offenbar lange zum Tage. Bilder auf der Internetseite des Vereins zeigen Alex King und Kresimir Loncar aus dem Silberpokal trinkend, Jordan Taylor hinter einer Bar-Theke mit dem Cocktailmixer in der Hand und Will Cherry am DJ-Pult. Die Spieler hatten es sich verdient, waren sie doch aus München nach einem 67:65-Sieg über den gastgebenden FC Bayern als Pokalsieger zurückgekehrt. Nun aber steht eine Menge harte Arbeit an, in den kommenden acht Tagen spielen die Berliner drei Mal – und das ausgerechnet gegen den FC Bayern München, der nach der Finalniederlage in eigener Halle auf Revanche brennen dürfte. Die Rivalität zwischen Alba und Bayern ist ja ohnehin eine klassische Erzählung des deutschen Basketballs.

Zweimal Europa-Cup, einmal Bundesliga

Die Vorbereitung auf diese Duelle begann, nachdem der erste Jubel der Berliner auf dem Spielfeld verklungen war. Echten Streit anfachen mochte noch niemand, Alba-Manager Marco Baldi beließ es bei Worten, die nur mit bösem Willen zur Provokation taugen würden: „Das werden alles andere Spiele jetzt. Die werden richtig angezündet sein, das ist klar. Die haben zu Hause den Pokal gegen uns verloren. Und natürlich ist das eine Top-Motivation, in Europa die nächste Runde zu erreichen“, sagte er nach dem Alba-Triumph in München.

Zu Hin- und Rückspiel im Eurocup-Achtelfinale und einmal im Rahmen der Bundesliga treffen die Mannschaften nun aufeinander. Los geht es am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Arena am Ostbahnhof im europäischen Wettbewerb, die beiden anderen Spiele finden wieder in München statt. Die Trainer gaben sich betont professionell. Alba-Coach Sasa Obradovic sagte: „Es ist wie in einer Playoff-Serie. Und Bayern hat genug Erfahrung, auch nach Niederlagen wieder in das nächste Spiel zu gehen. Unglücklicherweise haben wir im vergangenen Jahr die Erfahrung gemacht, im Playoff-Halbfinale gegen sie zu verlieren.“ Auch nach dem Sieg in München sehe er Alba für die nun anstehenden Partien nicht in der Favoritenrolle, erklärte er noch.

Bayerns Trainer Svetislav Pesic, von 1993 bis 2000 bei Alba Berlin verantwortlich für eine erfolgreiche Ära, entdeckte beim Blick in die nähere Zukunft gar den Dialektiker in sich: „Beide Mannschaften werden für ihre weitere Entwicklung solche Spiele brauchen. Wir sind in der letzten Februarwoche, die Saison ist noch nicht vorbei. Ich glaube, wenn man gegen so einen Gegner wie Alba spielt, dann kann jeder Spieler und auch die Mannschaft insgesamt nur profitieren für die weitere Entwicklung.“

Spiele gegen Bayern versprechen Spannung

Alba Berlin übrigens profitierte aus heutiger Sicht vom ersten Duell gegen Bayern, das Mitte November als Bundesliga-Spiel stattfand, nicht. Nachdem die Mannschaft stark in die Saison gestartet war, folgte auf den überzeugenden 90:84-Bundesliga-Heimsieg eine lange Schwächephase.

Die drei nun anstehenden Spiele versprechen in jedem Fall eines: Spannung. Denn am Sonntag waren in München zwei gleichwertige Mannschaften aufeinander getroffen, es gab auf beiden Seiten harte Verteidigungsarbeit, engagierte Aufholjagden und überragende Einzelaktionen zu sehen – mit dem knapp besseren Ende für Alba Berlin. Dragan Milosavljevic, der mit einem Zug zum Korb und einem wilden Wurf Sekunden vor Schluss das Spiel zugunsten von Alba entschieden hatte, sagte nachher: „Wir haben wirklich als Team gespielt. Das ist das Wichtigste im Spiel von Alba. So müssen wir die ganze Saison weitermachen.“ Berlins Trainer Obradovic kündigte für die Begegnungen mit den Bayern an: „Wir werden kämpfen. Das ist das, was wir immer versprechen.“

Bayern-Philosoph Pesic wagte übrigens sogar noch einen Blick in die mittlere Zukunft: „Sieben Tage, drei Spiele, und dann ist alles vorbei – bis zu möglichen Playoff-Begegnungen.“


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