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Bayern München: Götze in der Bayern-Welt angekommen

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Endlich da: Mario Götze bei seiner Vorstellung in München.
Endlich da: Mario Götze bei seiner Vorstellung in München.
Foto: dpa
München –  

Bei seiner Vorstellung in München umschifft Mario Götze gekonnt alle Fangfragen zu seinem Wechsel. Während der Dortmunder einen Bewacher zur Seite hat, bangt Mario Gomez um die Genehmigung seines Transfers zum AC Florenz.

Was macht man nur, wenn einen alle schon kennen und man sich trotzdem vorstellen soll? Mario Götze hat am Dienstag vor dieser Aufgabe gestanden, und er hat sie gelöst, wie man das von ihm erwarten durfte und weshalb ihn Matthias Sammer auch gleich ausdrücklich lobte. Alle „Fangfragen exzellent pariert“ habe der Nationalspieler, befand der Sportvorstand des FC Bayern und redete sich bei dieser Gelegenheit gleich einmal ein bisschen in Rage, wobei die Fangfragen danach meist eher auf Sammer und nicht auf Götze zielten.

Götze, 21, war ja von Dortmund für 37 Millionen Euro übergelaufen, was der BVB auch auf gemeine Hintergedanken Sammers zurückführte. „Ich weiß gar nicht, warum wir ein Problem mit Dortmund haben sollten“, erregte sich Sammer also nun, „Dortmund redet seit Wochen über Bayern München. Aber Bayern München sagt seit Wochen nichts.“ Man habe kein Problem, er bitte das zu respektieren. Irgendwie klang das nicht wirklich beschwerdefrei.

Das Thema kann durchaus etwas entgleiten, wenn der Hauptdarsteller nur noch wenige Geheimnisse verraten möchte. Das hat Sammer auch anderweitig zu spüren bekommen, als es immer wieder um Mario Gomez ging. Der verfügt zwar über denselben Vornamen wie Götze, aber ganz bestimmt wird er über den FC Bayern nicht mehr solche Sätze sagen wird wie der neu hinzugewonnene „Germanys next Topstar“, wie das Stadionheft der Münchner Götze bereits angekündigt hatte.

Erste Schritte am Gardasee

„Sportlich ist das für mich der richtige Weg. Ich bin überzeugt, dass ich mich hier weiterentwickeln werde“, sagte Götze. Bei Gomez geht es dagegen vorerst nur noch darum, wie sich die Verhandlungen mit dem AC Florenz um die geforderte Ablöse entwickeln. „Die Fakten liegen auf dem Tisch, sind aber noch nicht geklärt“, sagte Sammer dazu. Noch sei man nicht zufrieden. Heißt: Erhöht Florenz den Einsatz nicht in diesem Pokerspiel, wird Gomez zwar an diesem Donnerstag nach Italien reisen – allerdings mit dem FC Bayern ins Trainingslager an den Gardasee.

Dorthin wird Götze garantiert fahren, und er hofft, dort nach seinem Muskelbündelriss in der kommenden Woche ins Lauftraining einsteigen zu können. Vor allem aber geht es darum, ihn in den neuen Kollegenkreis zu integrieren. „Einen der herausragenden Spieler der Welt“ hat ihn Sammer genannt, und auch Götze hat durchaus auf seinen Stellenwert hingewiesen.

Die hohe Ablöse gehöre zum „normalen Lauf der Dinge im Fußball“ und sei „eher eine Wertschätzung, worauf man stolz sein kann. Ich bin gerade 21 geworden und kann meinen Traum leben.“ Was man eben so sagt, um selbstbewusst und bescheiden zugleich zu wirken.

Ende Juli ist mit Götze im Mannschaftstraining zu rechnen, und dann wird sich auch so langsam abzeichnen, was der neue Trainer Pep Guardiola wirklich mit ihm vorhat. In den „frühzeitigen, planerischen Gesprächen“ mit Guardiola seien dessen „Spielidee“ und der gewünschte „Spielertypus“ dafür bereits erkennbar gewesen, verriet Sammer, „die Idee in verschiedenen Situationen ist perfekt auf Mario zugeschnitten“. Götze darf sich durchaus als Guardiolas Wunschspieler für den „zentralen offensiven Bereich“ fühlen, wie Sammer erklärte.

WG mit Bruder Fabian

Ein kleines Geheimnis hat Götze aber noch preisgegeben. Er wird mit seinem Bruder Fabian, der bei Drittligist SpVgg Unterhaching angeheuert hat, in Kürze eine WG beziehen. Und auf eine vermeintliche Fangfrage hat er sich doch eingelassen, nachdem ihn Sammer bereits als PR-Profi gelobt hatte. „Dass wahrscheinlich Vergleiche fallen zu Barcelona und den Spielern, ist normal. Dafür sind wir gewappnet“, hatte Götze wissen gelassen. Es ging mal zum wiederholten Male um die vermeintlichen Parallelen zu Lionel Messi und Götzes künftige Rolle bei Guardiolas Bayern. Irgendwie war der neue Münchner dann ja doch der Hauptdarsteller.

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