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Eisbaeren

Eisbären Berlin: Selbst das Eis ächzt beim ersten Saisontraining

Uwe Krupp beim ersten Eisbärentraining der Saison

Chefcoach Uwe Krupp mit dem neuen Co-Trainer Clément Jodoin.

Foto:

Patrick Skrzipek

Micki DuPont machte schon beim ersten gemeinsamen Mannschaftstraining deutlich, dass bei den Eisbären in diesem Jahr alles ein bisschen anders läuft als zuletzt. Der mit 37 Jahren zweitälteste Profi im Team schleppte selbst die Pucks auf das Eis, um ein paar Schüsse auf das Goalie-Trio abzugeben. Normalerweise ist es ja Sache der Jungen, die Scheiben zu tragen, aber der Routinier wollte offenbar ein Zeichen setzen, wie ernst er den anvisierten Neustart nimmt.

Um 10.29 Uhr ging dann die Kabinentür im Wellblechpalast auf und das Team stapfte noch etwas staksig durch das Spalier der rund 150 klatschenden Zuschauer aufs Eis. Auf den Smartphones tauchten Schnappschüsse von vielen bislang unbekannten Gesichtern auf. Sieben Spieler sind neu dazugekommen. Sie alle galt es genau zu inspizieren.

Viele neue Gesichter

Das galt auch für die Profis, die zum Inventar gehören. Kapitän André Rankel sagt: „So viele Wechsel hatten wir bislang selten in der Mannschaft. Das ist natürlich was anderes, weil man sich auf dem Eis erst noch an sie gewöhnen muss.“ Bis zum Saisonstart am 8. September gegen die Nürnberg Ice Tigers bleibt dazu ja ein bisschen Zeit. Dass die Eisbären nicht mehr für die Champions Hockey League qualifiziert sind, passt Cheftrainer Uwe Krupp da ganz gut: „In den ersten beiden Wochen können wir das Trainingspensum durchziehen, wie wir das planen. Mir ist es ganz recht, dass wir die Vorbereitung selbst gestalten können.“

In den kommenden Tagen dürften die Spieler nicht viel anderes sehen als die Trainingshalle in Hohenschönhausen. „Wir treffen uns um 8 Uhr zum Frühstück“, sagt Rankel. Aufgeteilt in zwei Gruppen geht es anschließend zum Krafttraining. Auf dem Eis versammelt sich die Mannschaft morgens und abends, dazwischen wird in der Vereinsgaststätte Wellis Mittag gegessen. „Es bleibt aber auch Zeit, um zwischendurch mal nach Hause zu fahren.“

Kniebeugen und Slalomstangen

Dass es im sogenannten Sommercamp auf dem Eis ziemlich zur Sache gehen wird, liegt auch an Clément Jodoin. Der neue Assistent Krupps pflegt eine klare Ansprache, wenn die Übungen schlampig ausgeführt werden. Das Aufwärmprogramm wirkte herausfordernd, speziell für jene Cracks, die nicht zu den begnadetsten Skatern gehören. So kamen die Spieler in den Genuss, während des Schlittschuhlaufens Kniebeugen vorzuführen oder im Stile von Felix Neureuther virtuelle Slalomstangen zu umkurven. Das Eis ächzte unter dem harten Einsatz der Kufen.

Viele Rückschlüsse konnte Krupp nach dem ersten Kennenlernen noch nicht ziehen. Weil bis auf die U20-Spieler alle Mann an Bord waren, ging es allerdings ungewohnt wuselig zu. Was den Trainer schon mal optimistisch stimmt, was die Kadertiefe angeht: „Wir haben eine größere Anzahl von Spielern, mit den wir arbeiten können. Da gibt es natürlich die Möglichkeit, ein bisschen mehr durchzumischen und ein paar Sachen auszuprobieren.“ Die Erfahrung von 554 NHL-, 93 KHL- und 1 180 DEL-Spielen, die die Neuen mitbringen, fordert auch die gestandenen Profis heraus. Micki DuPont hat das bereits verinnerlicht. (BLZ)