Neuer Inhalt
Eisbaeren

Eishockey: Eisbären Berlin bezwingen die Kölner Haie

Laurin Braun trifft zur 2:1-Führung (05.01.2016).

Laurin Braun trifft zur 2:1-Führung (05.01.2016).

Foto:

imago/Mario Stiehl

Uwe Krupp gibt meistens gerne und umfassend Auskunft über sein Tagesgeschäft als Trainer der Eisbären. Geht es allerdings um das Thema Kölner Haie, seinen ehemaligen Arbeitgeber, reagiert er gerne mal etwas ungehalten. „Ich kann das nicht beurteilen, das müssen die Leute vor Ort beantworten“, kommentierte er leicht genervt die Frage, weshalb die Domstädter einen der teuersten Kader der Liga unterhalten, aber seit Krupps Entlassung ihren Ansprüchen doch weit hinterherhinken. Derzeit mühen sie sich, Anschluss an die Playoffplätze zu bekommen.

Am Abend passten Anspruch und Wirklichkeit über weite Strecken zueinander. In einem hart umkämpften Match hielten sie lange mit den Eisbären mit, mussten sich vor 12.110 Zuschauern nach hartem Kampf aber doch mit 1:3 geschlagen geben.

Von Anfang an entwickelten die Eisbären den für Heimspiele gewohnten Druck. Immer wieder landeten Schüsse auf dem gegnerischen Tor, allerdings fehlte der letzte Tick. Mir zunehmender Zeit zeigten die Haie, warum Krupp sie zu den „Top-Mannschaften der Liga“ zählt, „die sehr schnell und gut zusammengestellt ist.“ Ähnlich wie Kölns Gustaf Wesslau musste auch Petri Vehanen, der nach einem Spiel Auszeit wieder ins Eisbären-Tor zurückkehrte, stark parieren, um keinen Gegentreffer zuzulassen.

Siegtreffer geht ins leere Tor

In der 25. Minute war Vehanen dann aber doch geschlagen. Ryan Jones nutzte aus, dass die Kölner wegen einer Strafzeit gegen Eisbären-Verteidiger Henry Haase mit einem Mann mehr auf dem Eis standen. Überhaupt wirkte das Kölner Kollektiv weitaus harmonischer als so oft in dieser Saison. Intensiv wird seit Wochen über die Entlassung von Trainer Niklas Sundblad diskutiert.

Im Schlussabschnitt mussten sich die Kölner dem Willen der Berliner aber beugen. In der 43. Minute glich Sven Ziegler, der den Puck aus der Luft ins Tor bugsierte, zunächst aus. Exakt fünf Minuten später traf ausgerechnet Laurin Braun, der seinen ersten Treffer in dieser DEL-Saison erzielte, zur Führung. Petr Pohl schoss 18 Sekunden vor Schluss ins leere Kölner Tor zum Endstand. Dieser bedeutete auch die Rückkehr an die Spitze.

Die Kölner hingegen verharren trotz guter Leistung im Mittelmaß. Krupps Sorge soll das nicht sein. Er darf weiterhin den Berliner Höhenflug erklären.