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Berliner Zeitung | Eishockey in Berlin: Eisbären unterliegen Ingolstadt mit 2:5
29. January 2016
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Eishockey in Berlin: Eisbären unterliegen Ingolstadt mit 2:5

Gegen den ERC Ingolstadt leisteten sich die Eisbären Berlin zu viele Fehler.

Gegen den ERC Ingolstadt leisteten sich die Eisbären Berlin zu viele Fehler.

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imago/Eibner

Immerhin Mark Bell hatte kurz seinen Spaß: Nach einer feinen Vorlage von Spencer Machacek stand der 35-Jährige gegen den ERC Ingolstadt goldrichtig und schob den Puck ins Tor. Weil es sein erstes Spiel seit über einem Jahr war blieb er dann auch gleich einige Minuten vor der Fankurve stehen und sog die Zuneigung der 12.617 Fans ein. Von Trainer Uwe Krupp gab es einen Klapser auf die gepanzerte Brust. Viel mehr Lobenswertes kam an diesem Abend aber nicht mehr zustande. Beim 2:5 offenbarten die Gastgeber erneut allerhand Schwächen.

Schon im ersten Drittel hatten sie Mühe mit diesem Spiel. Was auch damit zusammenhing, dass sie rund drei Minuten in 3:5-Unterzahl spielten. Patrick McNeill schoss die Oberbayern in Führung. Nicht nur Bell suchte trotz seines Tores an diesem Abend den Spielrhythmus. Auch mancher Mannschaftskollege leistete sich die eine oder andere Unkonzentriertheit. Die beiden Goalies hatten doch allerhand Hochprozentiges zu entschärfen.

Erstaunliche Antriebslosigkeit im Schlussabschnitt

In der 24. Minute war zunächst der Ingolstädter Schlussmann chancenlos, als Sven Ziegler den Puck baseballartig aus der Luft zum 2:1 verwertet hatte. Brandon McMillan belohnte kurz vor der Pause dann die Ingolstädter für ihren Einsatz um den Ausgleich (38.). „Man hat gemerkt, dass sie Punkte für die Playoffs brauchen“, meinte Machacek. Der Meisterschaftszweite der Vorsaison stand vor dem Spieltag auf Platz elf.

Und obwohl auch die Berliner noch einige Zähler brauchen, um die ersten Playoffs seit drei Jahren fix zu machen, hatten sie dem Schwung der Gäste nicht viel entgegenzusetzen.  Entscheidender Mann dabei war Brandon Buck. 28 Sekunden nach Beginn des letzten Abschnitts traf er für die Gäste erst zur Führung, in der 48. Minute dann zum 4:2. Wenngleich die Schiedsrichter bei zweiterem Tor ein klares Foul übersahen.

Wie schon vor einer Woche gegen Düsseldorf (2:7) offenbarten die Berliner eine erstaunliche Antriebslosigkeit im Schlussabschnitt. Weil nach vorne praktisch nichts mehr lief, war es dann auch nur noch eine Frage der Zeit, bis noch Schlimmeres geschah. Natürlich war es Buck, der mit seinem Hattrick die Berliner vollends erledigte.