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Fussball: Rauswurf aus dem Königspalast

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Mesut Özil wechselt von Real Madrid zum FC Arsenal.
Mesut Özil wechselt von Real Madrid zum FC Arsenal.

Mesut Özil war am Ziel seiner Träume. Bei Real Madrid wandelte er auf den Spuren seines Idols Zinédine Zidane – jedenfalls bis zum Trainerwechsel. Carlo Ancelotti wollte ihn nicht, Özil muss zu Arsenal wechseln. Doch es gibt zumindest ein wenig Trost.

Er hat gekämpft, das muss man Mesut Özil lassen. Immer wieder in den vergangenen Tagen und Wochen hatte der Fußballprofi bekräftigt, dass er überhaupt nicht daran denke, Real Madrid zu verlassen. Er werde seinen bis 2016 laufenden Vertrag erfüllen und seinen Platz im Team der Königlichen nicht freiwillig räumen. Auch am Montag sträubte er sich noch, als Real und der FC Arsenal sich längst über einen Wechsel des Mittelfeldspielers geeinigt hatten. Doch schließlich musste der 24-Jährige einsehen, dass seine Zukunft nicht mehr in Madrid liegt.

Der neue Trainer Carlo Ancelotti hat deutlich kundgetan, dass er dem deutschen Nationalspieler nicht nur den 100-Millionen-Euro-Transfer Gareth Bale vorzuziehen gedenkt, sondern auch den Kroaten Luka Modric und sogar den Argentinier Angel di Maria. Letztere spielten am Wochenende beim 3:1 gegen Bilbao, Özil saß auf der Bank – ein Platz, der wohl während der Saison die meiste Zeit für ihn reserviert gewesen wäre. Ein Dasein als Ersatzspieler kann aber kaum der Anspruch eines Fußballers seiner Qualität sein, schon gar nicht in Hinblick auf seinen Platz im DFB-Team.

Dann doch lieber Arsenal! Ein renommierter Klub ohne Zweifel, dennoch ein böser Absturz für Mesut Özil. In Madrid war er drei Jahre lang ein von den Fans angehimmelter Weltstar wie Cristiano Ronaldo, in London ist er nun einer wie Per Mertesacker oder Lukas Podolski. Anstatt beim Klub seiner Träume auf den Spuren des genialen Franzosen Zinédine Zidane, seinem Idol, zu wandeln und um den Gewinn der Champions League zu spielen, geht es nun eher darum, mit Arsenal die Gruppenphase zu überstehen, unter anderem gegen Borussia Dortmund, und in der Premier League Anschluss zu den Spitzenteams aus Manchester und Chelsea zu halten.

Als Özil klar wurde, dass er nicht länger bei Real Madrid bleiben konnte, hatte er offenbar noch versucht, wenigstens bei Manchester United zu landen. Doch Englands Meister war nicht interessiert. Der FC Arsenal hingegen kann Mesut Özil gut gebrauchen, seit dem Weggang des Spaniers Cesc Fàbregas fehlt dem Team von Trainer Arsène Wenger jemand, der das Spiel strukturiert. Dafür haben die Londoner tief in die Kasse gegriffen. Mit 50 Millionen Euro Ablöse ist Özil zwar nur halb so kostspielig wie Gareth Bale, aber immerhin der teuerste Verkauf in der Geschichte von Real Madrid und der teuerste Einkauf des FC Arsenal sowieso. Am Ende nur ein schwacher Trost.

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