27.01.2012

Hannover 96: Pander will weiter angreifen

Setzt auf die Perspektive in Hannover: Christian Pander.
Setzt auf die Perspektive in Hannover: Christian Pander.
Foto: Bongarts/Getty Images
Hannover –  

Vom Dauerpatient zum Hoffnungsträger: Christian Pander hat bei Hannover 96 sein Glück gefunden. Bis zur Nationalmannschaft ist der Weg für den ehemaligen Schalker aber noch weit.

Es war wohl die letzte Chance im letzten Sommer. Bei Schalke 04 hatten sie die Geduld mit Dauerpatient Christian Pander verloren. Kreuzbandriss, Bänderriss, Innenbandriss, Adduktorenprobleme, praktisch alle Verletzungen, die Sportmediziner jungen Studenten so beibringen können - Christian Pander hatte sie.

Am Mittwoch verlängerte der 28 Jahre alte Fußballprofi seinen Vertrag bei Hannover 96 bis ins Jahr 2015. An der Leine hat er ein neues Glück gefunden.

Slomka: „Haben immer an ihn geglaubt“

Trainer Mirko Slomka arbeitete mit dem linken Außenspieler bereits in Gelsenkirchen zusammen. Er weiß, was der viermalige Nationalspieler kann. Und er wusste um seine gesundheitlichen Probleme.

„Ich war mir über die besondere Situation nach seiner schweren Knieverletzung immer bewusst“, sagte Slomka. „Wir haben ihn sehr behutsam zurück auf den Platz gebracht und immer an ihn geglaubt. Ich denke, das weiß er auch zu schätzen.“

Ablösefrei für ein Jahr haben sie Pander unter Vertrag genommen.

Das Risiko war vergleichsweise gering für die Niedersachsen, der Ertrag umso größer. „Vorher haben wir mit Christian intensiv über seine Verletzungen gesprochen. Danach schien mir das Risiko überschaubar“, sagt 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. Auch die medizinische Abteilung hatte keine Einwände.

Pander fehlt noch die alte Form

17 von 18 möglichen Bundesligaspielen hat er bestritten, ein Tor gegen Bayern München geschossen.

Die Nationalmannschaftsform aus Schalker Zeit hat er zwar noch nicht wieder vollständig erreicht, aber Pander ist bei 96 zur festen Größe geworden. „Er ist eine wichtige Stütze für uns, ich bin sehr glücklich, dass er bei uns bleibt“, sagt Schmadtke.

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Für Pander war schnell klar, dass er das neue Angebot annehmen wird. „Ich habe mich vom ersten Tag an sehr wohlgefühlt“, sagte der Mittelfeldspieler mit dem harten Schuss. Fünf Operationen am linken Knie musste er über sich ergehen lassen. Das vergisst einer nicht so schnell. „Ich habe eine harte Zeit hinter mir“, sagt Pander, „jetzt bin ich gesund und spiele regelmäßig.“

Aber nur zu spielen reicht ihm nun nicht mehr. Der Mann hat sportliche Ziele, schließlich ist er aus Schalke gewohnt, um Titel mitzumischen.

Perspektive für Hannover 96

Hannover ist ein Projekt im Aufbau, das Gastspiel in der Europa League soll nicht einmalig bleiben. „Ich meine, dass wir mit der Mannschaft noch einiges erreichen können“, erklärt Pander, „daran möchte ich auch in der Zukunft gerne mitarbeiten.“

Neben Pander haben sich auch schon die Stammspieler Manuel Schmiedebach, Ron-Robert Zieler, Christian Schulz, Jan Schlaudraff, Didier Ya Konan und Karim Haggui für eine Zukunft bei Hannover 96 entschieden. Die Perspektive stimmt also. „Dass sie sich zum Klub bekennen, ist ein gutes Signal für Hannover 96“, freut sich Sportchef Schmadtke. (dapd)

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