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Hertha-Kolumne Ha-Ho-He (70): Die Tops und Flops der Hinrunde bei Hertha BSC

Die Welle schwappt über, alle sind glücklich: das ist Hertha BSC im Dezember 2015.

Die Welle schwappt über, alle sind glücklich: das ist Hertha BSC im Dezember 2015.

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dpa/lukas schulze

Herthas Tops

Sommertransfers: Sämtliche Zugänge schlugen voll ein. Für insgesamt lediglich rund sieben Millionen Euro an Ablösesummen holte Manager Michael Preetz vier neue Profis nach Berlin. Vladimir Darida (vom SC Freiburg), Mitchell Weiser (von Bayern München) und Vedad Ibisevic (vom VfB Stuttgart) stiegen sofort zu unumschränkten Stammspielern auf und hoben die Mannschaft auf ein neues Niveau.

Sie besitzen eine hohe individuelle Klasse. Niklas Stark (vom 1. FC Nürnberg), ein großes Talent, fügte sich bei seinen Einsätzen nahtlos ein. Leider fiel er verletzt aus. Solch eine starke Transferbilanz konnte Manager Preetz noch nie zuvor aufweisen. Chapeau!

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Jungspund: Yanni Regäsel, 19, avancierte zum insgesamt 315. Bundesligaspieler von Hertha BSC. Der Berliner, der 2005 von den Reinickendorfer Füchsen in den Hertha-Nachwuchs wechselte, gab am 31.Oktober im Heimspiel gegen Mönchengladbach (1:4) sein Debüt. Trainer Pal Dardai wechselte den Rechtsverteidiger in der 78. Minute für Valentin Stocker ein. Regäsel, der ruhig und clever spielt, kam insgesamt zu sechs Einsätzen und ist dabei, sich bei den Profis zu etablieren. Manager Preetz will ihm bald einen Profivertrag vorlegen.

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Cheftrainer:„Ich bin halb Trainer, halb Spieler“ sagt Pal Dardai über sich. Genau diese Mischung hat seinen Erfolg bislang ausgemacht. Er kennt die Gedanken und Eigenheiten der Spieler genau, lässt ihnen viele Freiheiten, fordert dafür aber knallhart Leistungen auf dem Platz. Er ist locker und streng zugleich. Selbstzufriedenheit lässt er nicht zu. Einer der großen Aufsteiger in der gesamten Bundesliga. Bodenständig und ehrlich.

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Ungarn-Hilfe: Dardai besitzt auch einen großen Anteil am Erfolg der ungarischen Nationalmannschaft, die die Endrunde der EM 2016 in Frankreich erreichte. Fünf Spiele in der Qualifikation wurde das Team von Dardai betreut, ehe der ehemalige Hertha-Assistenztrainer Bernd Storck (1996-2002 unter Jürgen Röber) Ungarn übernahm. Im Tor der Ungarn: Der ehemalige Hertha-Kultkeeper Gabor Kiraly, der nun bei 101 Länderspielen angekommen ist.

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Georgien-Präsident: Auch in Georgiens Fußball ist Hertha präsent. Der ehemalige Bundesliga-Profi der Berliner, Lewan Kobiaschwili, der im Mai 2014 bei Hertha seine Karriere beendete, wurde im Oktober zum neuen Präsidenten des Georgischen Fußballverbandes gewählt. Kobi kündigte umfangreiche Reformen an. Man darf gespannt sein.

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Torhüter-Hierarchie: Herthas Nummer eins, Thomas Kraft, verletzte sich am 19. September beim Spiel in Wolfsburg an der Schulter nach einem Zusammenprall mit Naldo. Die hartnäckige Verletzung, auch ein Kapselriss im Brustkorbbereich, ließ bislang keine weiteren Einsätze zu. Für Kraft rückte der Norweger Rune Jarstein ins Tor. Der fristete lange ein einsames Reservistendasein. Jarstein ergriff seine Chance, überzeugte mit starken Leistungen und wurde zum Rückhalt. Im Sommer wollte er den Verein verlassen, nun wurde sein Vertrag sogar bis 2019 verlängert. Ab Januar ist ein harter Konkurrenzkampf zwischen Kraft und Jarstein zu erwarten.

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Dauerläufer: Der Tscheche Vladimir Darida entpuppte sich als Dauerläufer im Mittelfeld. Regelmäßig kann er die meisten gelaufenen Kilometer in einem Spiel bei Hertha aufweisen und steht auch in der gesamten Bundesliga in dieser Rangliste ganz vorn. Darida ist aber ein Läufer mit Effizienz, kam zu drei Toren und zwei Assists und dirigiert mit Ruhe und Übersicht Herthas Spiel. Meist lief er pro Spiel rund 13 Kilometer!

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Dieter-Hoeneß-Gedächtnis-Turban: Der Ivorer Salomon Kalou spielte beim Auswärts-Duell in Hannover nach einer Kopfverletzung mit einem blau-weißen Turban. Mit diesem Schutz, der an Dieter Hoeneß erinnerte, schoss er beim 3:1-Sieg sämtliche drei Treffer.

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Überwintern: Im Sommer verriet Trainer Pal Dardai seinen Traum. Er will unbedingt das DFB-Pokalfinale im eigenen Olympiastadion erreichen und nicht nur ständig Kiebitz auf der Tribüne sein. Mit bislang drei Auswärtssiegen, allesamt bei Zweitligisten, überwintert die Mannschaft auch im Pokalwettbewerb. Es darf weiter geträumt werden.

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Finanzen: Hertha hat den Schuldenstand entscheidend verringert. Die Gesamt-Verbindlichkeiten betragen noch 15,9 Millionen Euro. Die zinstragenden Verbindlichkeiten bei Banken wurden komplett getilgt.

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