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Hertha-Kolumne Ha-Ho-He: Was Hertha-Oldies für die Rückrunde vorhersagen

Die Mannschaft von Hertha BSC ist so stabil wie lange nicht und hält zusammen, sagt unster Kolumnist Michael Jahn.

Die Mannschaft von Hertha BSC ist so stabil wie lange nicht und hält zusammen, sagt unster Kolumnist Michael Jahn.

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imago/Metodi Popow

Am zurückliegenden Sonnabend habe ich sie alle wieder einmal spielen und kämpfen sehen – die Oldies von Hertha BSC in der Traditionsmannschaft des Vereins. Allesamt ehemalige Profis, mit denen ich einst als Reporter viel zu tun hatte und mit denen ich sehr viel erleben konnte. Solch ein Wiedersehen macht immer viel Spaß und erinnert mich an ein Klassentreffen.

Beim Traditionsmasters in der stimmungsvollen Max-Schmeling-Halle erreichten die Männer des ehrgeizigen Trainers Heikko Glöde dieses Mal Platz 3 im Turnier. Hinter dem 1.FC Nürnberg und Schalke 04. Exakt diesen Platz nehmen die aktuellen Profis von Hertha nach der Hinrunde der Bundesliga in der Tabelle ein. Eine sehr positive Überraschung.

Nun fragen sich alle – ob Fans, Journalisten und die Spieler selbst – ob das alles in der Rückrunde so wunderbar weitergehen kann und wird? Auch vor zwei Jahren –so die Pessimisten – lag Hertha mit 28 Punkten (jetzt sogar 32 Zähler) unter Trainer Jos Luhukay nach der Hinrunde auf Platz 6, träumte von der Europa League, stürzte später ab und holte nur noch 13 Punkte. „Wir sind eine ganz andere Mannschaft“, hält Chefcoach Pal Dardai dagegen und sieht die Platzierung als große Chance und nicht als Last. Der 39-jährige wurde übrigens zu „Ungarns Trainer des Jahres“ gewählt! Herzlichen Glückwunsch dafür!

Ich habe die Chance genutzt und einige der Hertha-Oldies nach ihren Voraussagen für die Rückrunde der Hertha in der Bundesliga gefragt. Hier das Resultat:

Lewan Kobiaschwili (62 Erstligaspiele für Hertha/3 Tore)

Der Rekordinternationale von Georgien (100 Länderspiele) flog am Montag zurück nach Tiflis. Der Präsident des Georgischen Fußballverbandes (seit Oktober 2015) ist körperlich in starker Form, schoss beim Masters sechs Tore und wurde als Publikumsliebling geehrt. „Ab und an spiele ich ein bisschen auch in Tiflis, wenn einmal Gelegenheit ist“, sagte er mir. „Ein großes Kompliment an die aktuelle Mannschaft und an Pal Dardai. Die Rückrunde wird nicht einfach, aber das Team hat im Trainingslager in Belek gut gearbeitet. Ich traue Hertha viel zu. Man sollte nicht träumen, sondern von Spiel zu Spiel denken. Die Zugänge vom Sommer schlugen alle ein, die Mannschaft ist topfit. Auch die Zugänge im Funktionsteam waren stark, so Rückkehrer Henrik Kuchno, der Konditionstrainer. Hertha wird am Ende einen guten Platz erreichen, aber exakt festlegen will ich mich noch nicht.“

Maik Franz (7 Erstligaspiele für Hertha/0 Tore)

Der einst eisenharte Verteidiger studiert an der Fern-Universität Düsseldorf Sportmanagement und arbeitet seit Januar in der Geschäftsführung des Drittligisten 1. FC Magdeburg. „Das ist eine spannende Aufgabe. Ich kann mich gut einbringen“, erzählte „Iron-Maik“, der in der Schmeling-Halle zwei Tore schoss. Seine Meinung: „Wenn die Mannschaft gut und erfolgreich in die Rückrunde kommt, ist einiges möglich in dieser Saison. Der Kader ist ausgeglichen und Hertha kann die große Überraschungsmannschaft werden. In jeder Spielzeit gibt es ja solch ein Team. Mainz oder Augsburg haben es vorgemacht. Hertha ist stabiler als im Vorjahr und das Team besitzt einen leidenschaftlichen Trainer. Es wird keinen Einbruch geben.“

Andreas Schmidt (193 Erstligaspiele für Hertha/9 Tore)

Schmidt arbeitet seit langem im Immobiliengeschäft in Berlin und ist so drahtig wie eh und je. Er sagte: „Es ist sehr eng in der Bundesliga. Wenn die Mannschaft von größeren Verletzungen verschont bleibt und auch ein wenig Glück hat, bleibt sie im oberen Drittel der Tabelle. Es wird, so denke ich, keinen Einbruch geben. Auch die Ersatzbank ist stark und gut besetzt. Die Mannschaft ist sehr fit und auch die Testspiele waren okay. Das erste Spiel am Sonnabend gegen Augsburg im Olympiastadion ist sehr wichtig. Bei einem Sieg geht der starke Aufwärtstrend weiter.“

Fazit: Die Recken von einst gehen optimistisch in die Rückrunde, trauen Hertha BSC viel zu. Auch ich schließe mich diesem Ausblick an und glaube fest an eine erfolgreiche Rückrunde. Diese Mannschaft ist so stabil wie lange nicht und hält zusammen!
Darauf ein erwartungsvolles Ha-Ho-He!


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