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Testspiel in Belek: Hertha verliert gegen Zweitligist VfL Bochum

Belek -

„Kopf hoch, weiter machen“, rief ein Fan der regennassen Mannschaft zu. Doch obwohl Hertha BSC das dritte Testspiel während des Trainingslagers klar gegen einen unterklassigen Gegner verloren hatte, war das Ergebnis gar nicht so erschütternd, wie es auf den ersten Blick aussah. „Es war ein Ausdauertraining für die, die in der Hinrunde nicht so viel gespielt haben“, sagte Trainer Pal Dardai nach dem 1:4 (1:0) gegen Zweitligist VfL Bochum. Sorgen bereitet nur die Torhütersituation.

Erste Hälfte lief noch gut für Hertha

In der ersten Hälfte hatte sich Dardais B-Elf noch ordentlich geschlagen. Der Ball wurde sicher zwischen eigenem Strafraum und Mittellinie hin und her bewegt, vorne öffnete Alexander Baumjohann mit schnellen Pässen immer wieder Räume für die Mitspieler. Schon in der 6. Minute hatte er mit einem sehenswerten Schuss aus über 20 Metern das Führungstor erzielt. Eine solche Treffsicherheit sind die Bochumer aus der Zweiten Liga nicht gewohnt, sie hatten ihn gewähren lassen. Auch die Nachwuchskräfte wie Florian Kohls und Maximilian Mittelstädt bewiesen per Weitschuss und Finte im eigenen Strafraum Selbstbewusstsein.

"Das Ergebnis ist nicht schön"

Während die Herthaner mit Ausnahme des überzeugenden Stammtorwarts Rune Jarstein, Valentin Stocker und Baumjohann durchspielten, brachte Bochums Coach Gertjan Verbeek für den zweiten Abschnitt eine neue Elf aufs Feld, die das Berliner Aufbauspiel unterband, in dem es die Räume geschickter zustellte. Wieder war der Ball vorwiegend in der Hertha-Hälfte, nur waren nun meist die Bochumer in seinem Besitz.

„Das Ergebnis ist nicht schön. Es gab viele Szenen, die überhaupt nicht gut waren“, sagte Dardai. Gegen zunehmend kraftlose und verunsicherte Berliner, die nach dem Seitenwechsel gegen den starken Meereswind anlaufen mussten, trafen Peniel Mlapa (49.), Görkem Saglam (57.), Arydas Novikovas (61.) und erneut Mlapa (75.). Der einzige freudige Moment aus Berliner Sicht war das Comeback von Julian Schieber in der 67. Minute nach fast elfmonatiger Verletzungspause.

Kein guter Tag für den Torwart

Weniger glücklich war Ersatzkeeper Sascha Burchert, der an den ersten drei Gegentoren kräftig mitgewirkt hatte. Erst war er mit Mlapa zusammengeprallt, dann hatte er Saglam auf den Fuß gespielt und schließlich war er von Novikovas von der Seitenlinie des Strafraums per Freistoß düpiert worden. Torwarttalent Marius Gersbeck, 20, war indes am Morgen aus Belek abgereist, da er bis 2017 an den Drittligisten Chemnitzer FC verliehen wurde, um Spielpraxis zu sammeln. Zu hoffen ist, dass die Verantwortlichen diese Entscheidung nicht vorschnell getroffen haben.

Kraft weiterhin nicht im Torwarttraining

Denn Thomas Kraft, der Mann mit der Nummer eins auf dem Rücken, der eigentlich in diesem Trainingslager mit Jarstein um den Posten im Tor hatte konkurrieren wollen, bleibt weiter ohne Einsatz. Er verspürt wieder Schmerzen in der verletzten Schulter und trainierte am Mittwoch mit den Feldspielern. Auch für Donnerstag ist kein Torwarttraining geplant.



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