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Neue Trainer, teure Stars: Top-Clubs jagen die Bayern

        

Auch wenn der Schein trügt: Real Madrid hat den Waliser Gareth Bale nicht nur für die Halbzeitshow verpflichtet.
Auch wenn der Schein trügt: Real Madrid hat den Waliser Gareth Bale nicht nur für die Halbzeitshow verpflichtet.
Foto: AP/Paul White
Frankfurt/Main –  

Von Real Madrid bis Manchester City: Europas Großvereine haben vor dem Beginn der Champions League so viel investiert wie noch nie, um Bayern München den Titel wieder abzujagen.

Die Jagd auf den FC Bayern beginnt. Mehr als 600 Millionen Euro und damit so viel wie noch nie in der Geschichte des Fußballs haben Europas Topvereine von Manchester bis Madrid in diesem Jahr in neue Stars investiert.

Ihr Ziel: Die Münchener wieder vom Champions-League-Thron zu stoßen. «Ich sehe zehn bis zwölf Clubs, die in der Champions League volles Rohr angreifen werden», sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in einem «Kicker»- Interview. «Die deutschen Clubs werden sich darauf einstellen müssen, dass es wieder ein Stück schwieriger wird, als es ohnehin schon war.»

Im Vergleich zu den rund 100 Millionen, die Real Madrid für Gareth Bale gezahlt hat, oder den 57 Millionen, die dem FC Barcelona der Brasilianer Neymar wert war, sehen die Investitionen der beiden Vorjahresfinalisten aus München (Mario Götze, Thiago Alcantara) und Dortmund (Pierre-Emerick Aubameyang, Henrich Mchitarjan) tatsächlich geradezu bescheiden aus. Die neue Champions League sei «endgültig die Bühne der Besten» geworden, schrieb die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung». Sie sei eine «WM ohne Nationalhymnen und Flaggen».

Für das größte Aufsehen gesorgt und den größten Aufwand betrieben hat wieder einmal Real Madrid. Der Rekordgewinner des «Henkelpokals» kaufte nicht nur für 172,5 Millionen Euro neue Spieler wie Bale, Isco, Asier Illarramendi und den Ex-Leverkusener Daniel Carvajal ein, sondern verpflichtete als einer von sieben europäischen Top-Clubs auch noch einen neuen Trainer für den Angriff auf die Bayern.

«Jeder in Madrid ist fokussiert auf den Gewinn des Europacups», sagte der Italiener Carlo Ancelotti vor dem ersten Gruppenspiel am Dienstagabend bei Galatasaray Istanbul. «Real Madrid hat seit 2002 nicht mehr das Finale der Champions League erreicht. Das ist eine viel zu lange Zeit für einen Club dieses Formats.»

Auch der erneut für 110 Millionen Euro verstärkte französische Meister Paris St. Germain startet am Dienstag in Piräus mit einem neuen Trainer (Laurent Blanc) und einem neuen Starstürmer (Edinson Cavani) in die «Königsklasse». Am meisten fürchtet Rummenigge allerdings einen Großangriff der Premier-League-Clubs aus Manchester (United und City) sowie London (Chelsea und Arsenal).

«In jedem Fall werden die Engländer Vollgas geben, sie wollen ein großes Comeback feiern. Schließlich haben sie in der Vorsaison vom Viertelfinale an kein Team mehr dabeigehabt», sagte der Vorstands- Chef des FC Bayern der «Welt am Sonntag». Mit Manchester City bekommt es der Titelverteidiger bereits in der Vorrunde zu tun. Der neureiche Club eines Scheichs aus Abu Dhabi gilt nach der Verpflichtung des hoch angesehenen chilenischen Trainers Manuel Pellegrini sowie der beiden spanischen Nationalspieler Jesus Navas und Alvaro Negredo vielleicht sogar als stärkster englischer Vertreter.

Besonders gewarnt sind die Bayern vor ihrem Dauerrivalen: dem FC Chelsea mit seinem alten und neuen Coach José Mourinho und dem immerhin auch für mehr als 20 Millionen Euro hinzugekauften deutschen Angreifer André Schürrle. Im europäischen Supercup-Finale in Prag habe man die große Motivation der Premier-League-Clubs im Allgemeinen und des FC Chelsea im Besonderen schon gespürt, meinte Rummenigge: «Sie wollen sich von der Bundesliga nicht das Wasser abdrehen lassen.»

Mourinho selbst hat die Champions League bereits mit Inter Mailand und dem FC Porto gewonnen. Dieser Pokal ist immer sein größtes Ziel - wo auch immer er gerade arbeitet. «Das ist ein Wettbewerb mit einer ganz speziellen Aura, er hat etwas Magisches», sagte der Portugiese. «Jeder will das Eldorado des Fußballs erreichen.» (dpa)

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