Rückschlag für Nadal: Comeback verzögert sich weiter

Rafael Nadal musste seinen Start beim Turnier in Abu Dhabi absagen. Foto: Barbara Walton
Rafael Nadal musste seinen Start beim Turnier in Abu Dhabi absagen. Foto: Barbara Walton

Berlin. Nächste Absage statt fröhlicher Weihnachten: Rafael Nadal muss die mittlerweile halbjährige Auszeit vom Profi-Tennis ein weiteres Mal verlängern und seine Rückkehr auf das neue Jahr verschieben.

Statt wie geplant ab Donnerstag beim hochkarätig besetzten Schauturnier in Abu Dhabi auf den Platz zurückzukehren, hatte der spanische Star den nächsten Rückschlag zu verdauen. «Die Ärzte haben mir wegen einer fiebrigen Magen-Darm-Infektion verboten, in Abu Dhabi zu spielen», schrieb der einstige Weltranglisten-Erste am ersten Weihnachtsfeiertag auf seiner Facebook-Seite und betonte, er sei sehr enttäuscht.

Kein Wunder, denn seit seinem überraschenden Zweitrunden-Aus in Wimbledon am 28. Juni gegen den Tschechen Lukas Rosol hat Nadal kein Match mehr bestreiten können. Wegen seiner langwierigen Knieprobleme verpasste er kurz darauf die Olympischen Spiele, wo er die spanische Mannschaft als Fahnenträger ins Olympiastadion von London führen sollte.

Mit seiner inzwischen überwundenen Entzündung im linken Knie habe die Absage für Abu Dhabi nichts zu tun, versicherte Nadal am Dienstag: «Meine Reha ist gut verlaufen, meinen Knien geht es gut. Ich hatte mich darauf gefreut, am Turnier teilzunehmen.» Ende November hatte der Linkshänder sein Training wieder aufgenommen, allerdings davor gewarnt, zu viel von ihm zu erwarten.

Die Show-Matches in den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten Nadal Spielpraxis ohne den großen Wettkampfdruck geben sollen, bevor noch im alten Jahr die neue Saison auf der Tennis-Tour beginnt. Wann Nadal dort einsteigen wird, ließ er offen. Der nächste Start ist eigentlich ebenfalls am Persischen Golf beim Turnier in Doha geplant.

Bereits am 14. Januar beginnen die Australian Open, das erste Grand-Slam-Turnier im neuen Jahr. Nadal hatte stets betont, dass die Teilnahme in Melbourne sein Ziel sei.

Die Besetzung in Abu Dhabi ist auch ohne den Gewinner von elf Grand-Slam-Titeln noch hochkarätig. Das Elitefeld führen der serbische Weltranglisten-Erste Novak Djokovic und der britische Olympiasieger Andy Murray an. Dabei sind außerdem Tschechiens Davis-Cup-Sieger Tomas Berdych, die Spanier David Ferrer und Nicolas Almagro, der Nadal ersetzt, sowie der Serbe Janko Tipsarevic. Das dreitägige Turnier dauert bis zum Samstag. (dpa)