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Tennis Andrea Petkovic: Petkovic verpasst Australian Open

In Tränen aufgelöst: Tennis-Star Andrea Petkovic, nachdem sie das Auftaktspiel des Hopman Cup in Perth abgebrochen musste.
In Tränen aufgelöst: Tennis-Star Andrea Petkovic, nachdem sie das Auftaktspiel des Hopman Cup in Perth abgebrochen musste.
Foto: dpa

Tennis-Star Andrea Petkovic muss erneut mindestens vier Wochen pausieren. Die Darmstädterin hat sich beim Auftaktspiel des Hopman Cup in Perths so schwer am rechten Knie verletzt, dass sie am Meniskus operiert werden muss.

Andrea Petkovic vergrub ihr Gesicht im Handtuch, schaute ungläubig auf ihr rechtes Knie und humpelte schließlich dick bandagiert und weinend vom Platz. Ihr Vater Zoran kämpfte wenige Meter entfernt mit den Tränen, Bundestrainerin Barbara Rittner saß zu Hause in Köln völlig konsterniert vor der Internetübertragung des Hopman Cups aus dem australischen Perth.

Meniskusriss lautete die Diagnose - da war ihr selbst so oft verletzungsgeplagter Mixed-Partner Tommy Haas auf einmal als Trostspender gefragt. Für den 34-Jährigen geht es Down Under nach der Schrecksekunde nun mit einer historischen Premiere weiter: Haas spielt jetzt mit der 16-jährigen Kroatin Donna Vekic. Erstmals in der 25-jährigen Geschichte des Wettbewerbs tritt damit ein Profi für ein anderes als sein Heimatland an. Vekic wird aktuell an Position 109 der Weltrangliste geführt, aber als künftige Top-Spielerin gehandelt.
Petkovic wollte nach dem völlig missratenen Jahr 2012 und dem Absturz auf Platz 126 endlich wieder ganz oben angreifen. Die einstige Nummer neun der Tennis-Welt wollte ein bisschen Spaß haben mit Altmeister Haas bei der inoffiziellen Mixed-WM, vor allem aber Spielpraxis sammeln und Selbstvertrauen tanken zum Saisonbeginn kurz vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres.

Ausfall von drei Monaten droht

Doch stattdessen der nächste Rückschlag - und schon wieder eine Zwangspause. Nach der Diagnose bei einer Kernspinuntersuchung in einem Krankenhaus der westaustralischen Hafenstadt war klar: Die Australian Open in Melbourne (14. bis 27. Januar) und die wichtige Fed-Cup-Partie der deutschen Tennis-Damen in Frankreich (8. bis 10. Februar) wird Petkovic definitiv verpassen.

Wie lange sie pausieren muss, hängt auch von der Art der Behandlung ihres schon mehrmals lädierten rechten Knies ab. Im schlimmsten Fall droht ein Ausfall von bis zu drei Monaten. „Es wäre toll, wenn ich schon nach drei oder vier Wochen wieder auf dem Platz stehen könnte“, sagte die 25-Jährige jedoch vorsichtig-optimistisch.

„Es tut mir einfach nur leid. Ich wünsche ihr, dass sie da jetzt noch mal gut durchkommt“, sagte Bundestrainerin Barbara Rittner am Sonntagmorgen und betonte: „Ich hoffe, dass sie jetzt nicht in ein ganz tiefes Loch fällt, sondern eher die Erleichterung überwiegt, dass es nicht wieder ein Kreuzbandriss ist. Hoffentlich ist es damit jetzt auch mal vorbei mit den Verletzungen.“

Aufmunternde Worte von Kollegen

Noch kurz vor dem Saisonstart hatte die Fed-Cup-Teamchefin die Hoffnung geäußert, dass die 2012 fast acht Monate verletzte Petkovic „wieder zurückkommt, wenn ihr der Körper keinen Strich durch die Rechnung macht“. Denn die gerade abgelaufene Spielzeit war eine zum Vergessen für die ehrgeizige Athletin aus Darmstadt.

Zunächst litt sie an einem komplizierten Ermüdungsbruch im Rücken, dann zog sie sich beim Turnier in Stuttgart im Frühjahr eine Sprunggelenkverletzung zu. Schon Ende 2011 hatte Petkovic wegen eines Meniskuseinrisses im Knie pausieren müssen. 2008 hatte sie bei den Australian Open einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten.

Aufmunternde Worte gab es von ihren Kolleginnen. „Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll. Du weißt, in Gedanken bin ich bei dir und es wird alles gut! Kopf hoch!“, twitterte Angelique Kerber. „Fühl dich gedrückt, Petko. Das wird alles wieder!“, schrieb Sabine Lisicki. Petkovic schien wenige Stunden nach der niederschmetternden Diagnose schon wieder ihren Humor gefunden zu haben.

Tommy Haas habe sie getröstet, „er kennt ja so ziemlich alle Verletzungen“, erzählte die Einser-Abiturientin lachend, „aber leider hat das meinen Meniskus auch nicht geheilt“. Auf ihrer To-do-Liste stünden nun: Haare sehr kurz schneiden, pink oder blond färben und Rafael Nadals Hand halten, bis „wir beide wieder gesund sind“.

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