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Berliner Zeitung | 1. FC Union Berlin: Diesen Linksverteidiger wünscht sich Sascha Lewandowski
18. January 2016
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1. FC Union Berlin: Diesen Linksverteidiger wünscht sich Sascha Lewandowski

Den Union-Trainingsanzug hat er schon, den Vertrag noch nicht: Christopher Lenz.

Den Union-Trainingsanzug hat er schon, den Vertrag noch nicht: Christopher Lenz.

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imago/Matthias Koch

Sascha Lewandowski, das ist der große Unterschied zu den zahlreichen Drumherumrednern im Fußballgeschäft, liebt das offene Wort. Sei es im Umgang mit seinen Spielern, sei es beim Gespräch mit den Reportern.

Nehmen wir das Thema Linksverteidiger als Beispiel. Als Trainer des 1. FC Union verfüge er da schon über Alternativen, referierte er Mitte vergangener Woche im Wintertrainingslager des Zweitligsklubs im spanischen Oliva Nova.

Michael Parensen mache das ordentlich, sauberes Passspiel, immer energisch, nur „wenn hohes Tempo über seine Seite kommt, was in der Zweiten Liga aber häufig der Fall ist“, dann habe der Routinier sicherlich seine Probleme.

Der wiedergenesene „Fabi Schönheim“ könne auf dieser Position auch spielen, oder aber „Chris Trimmel, der das mit seiner Flexibilität hinbekommen kann“. Und es gebe ja auch noch Kenny Redondo, „hohes Tempo, gute Technik, einfach ein guter Typ, der immer wieder etwas dazulernt“.

Was nun gleich folgen würde, war klar, nämlich das große ABER, mit dem Lewandowski seine personelle Not zum Ausdruck brachte: „Aber uns fehlt einfach ein Spezialist. Und ohne einen Spezialisten im Kader geht das nicht.“

Bei Hertha ausgebildet

Der Spezialist, den Lewandowski sich ausgeguckt hat, heißt Christopher Lenz, ist 21 Jahre alt, stammt aus der Jugend von Hertha BSC, war aber im Sommer 2012 vom Berliner Bundesligisten zu Borussia Mönchengladbach gewechselt, wo er allerdings zuletzt nur bei der U23 zum Einsatz gekommen ist.

„Er hat eine hohe Positionssicherheit“, sagte Lewandowski, der sich nach dem Testspiel der Köpenicker am Sonntag in Oliva Nova gegen Ungarns Meister Videoton FC (0:1) in seiner hohen Meinung von Lenz bestätigt sah. Die Vereine müssten nur noch auf einen Nenner kommen, sagte Lewandowski. Er habe aber da durchaus ein gutes Gefühl.

Neben der täglichen Trainingsarbeit ist der Fußballlehrer in diesen Tagen also auch mit der Umgestaltung seines Kaders beschäftigt. Und auch hier ist er mit den Grenzen des Zweitligisten konfrontiert, der in der Wintertransferperiode zwar schon Abwehrmann Emanuel Pogatetz und Torhüter Jakob Busk unter Vertrag genommen hat, aber eben auf dem Transfermarkt auch eine empfindliche Niederlage einstecken musste.

Nämlich im Fall des Ecuadorianers Carlos Gruezo, der sich gegen ein Leihgeschäft mit Union und für ein Abenteuer in der US-amerikanischen (MLS) entschieden hatte. Ein sehr gut bezahltes Abenteuer, versteht sich.