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2. Bundesliga: Union Berlin erkämpft Heimsieg gegen SV Sandhausen

Berlin -

Er habe einfach Bock drauf gehabt zu spielen, sagte Raffael Korte. Allzu häufig hatte der Sommerzugang in dieser Saison ja nicht mitwirken dürfen, insgesamt 297 Minuten nur. Das 1:0 (0:0) gegen den SV Sandhausen war sein erstes Heimspiel für den 1. FC Union, in dem er in der Startelf stand. Und die Lust trieb ihn zu seiner besten Leistung, auf einer Position, die eigentlich von einem anderen besetzt ist. „Das ist definitiv ein versöhnlicher Abschluss“, sagte Korte über seine Leistung und den Sieg der Mannschaft.

Selten erfüllen sich Trainerwünsche so präzise wie am Freitagabend. Den bisherigen Reservisten Korte hatte Sascha Lewandowski bereits vor dem Spiel gelobt, als „spielintelligenten Typ, der sich gut lösen kann“. In den bisherigen sieben, meist kurzen Einsätzen, kamen diese Qualitäten nicht zum Tragen; gegen Sandhausen hingegen zeigte der 25-Jährige eindrucksvoll, dass Lewandowski im Training richtig beobachtet hat.

Beweglichkeit tut gut

„Die beweglichen Spieler haben uns heute richtig gut getan“, lobte der Coach nach dem Abpfiff. Vor allem im Zusammenspiel mit dem ebenfalls sehr überzeugenden Steven Skrzybski hatte Korte viele Chancen herausgearbeitet.

Wurde der Mittelfeldspieler bislang meist auf der Außenbahn eingesetzt, vertrat er nun als Spielmacher den gesperrten Damir Kreilach. Er gestaltete die Angriffe. Das vermeintliche 1:0 in der 5. Minute durch Bobby Wood bereitete der kleine Mittelfeldspieler gar per Kopf vor. Dem Tor wurde jedoch nach langer Diskussion die Anerkennung wegen Abseits verwehrt – zu recht.

Man kann auch nach der 75.Minute noch gewinnen

Kurz darauf dribbelte der an diesem Abendsehr angriffslustige Verteidiger Christopher Trimmel in den Sandhausener Strafraum und bediente Skzrybski, dessen Schuss prallte von der Latte zurück ins Feld. „Wir haben von der ersten Minute an sehr effektiv Druck aufgebaut“, so Lewandowski, „auch von den hinteren Positionen, wie wir uns das vorgenommen hatten“. Maximilian Thiel, Skrzybski und Korte kamen zu weiteren Torchancen vor dem Seitenwechsel, nur der Erfolg stellte sich nicht ein. „Wir haben schlecht abgeschlossen“, bemängelte der Trainer, „da fehlt Kreilach dann doch.“

Lewandowski hatte vorab aber nicht nur Korte gelobt, sondern seinen Spielern noch eine weitere wegweisende Information mitgegeben. Man könne Spiele auch nach der 75. Minute gewinnen. Gehört, getan. Als die 75-Minuten-Grenze überschritten war, legte Skrzybski quer zu Dennis Daube und der zog aus 25 Metern ab. Vom linken Innenpfosten ploppte der Ball ins Netz. „Ich habe einfach mein Glück versucht“, sagte der Siegtorschütze hinterher, „weil der letzte Pass gegen die tiefstehende Abwehr nicht einfach war.“

Bei Quiring stehen die Zeichen auf Abschied

Auch Daube war im Sommer nach Köpenick gewechselt, auch er blieb lange hinter den Erwartungen zurück. „Es macht unheimlich Spaß mit ihm, er ist ein intelligenter, introvertierter Spieler“, sagte Lewandowski. „Es freut mich daher total für ihn, weil er in den letzten zwei Spielen richtig gut auf sich aufmerksam machen konnte.“

Zumindest für Korte und Daube ist daher vor der Weihnachtspause zum Ende alles gut. Schlechter sieht es für Christopher Quiring aus. Er war zum Abschluss nicht einmal im Kader, dafür der lange verletzte Fabian Schönheim und der U19-Spieler Lukas Lämmel. Die Zeichen stehen auf Abschied.


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