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Berliner Zeitung | Fan-Proteste: Boykott gegen RB Leipzig
16. February 2016
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Fan-Proteste: Boykott gegen RB Leipzig

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Tradition bei Union: Protest gegen den Brauseklub aus Leipzig.

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imago/Matthias Koch

Beim Zweitligaspiel zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Union Berlin am Freitag (18.30 Uhr) sind erneut Fanproteste zu erwarten. Die Anhänger der Berliner werden von Unions führender Ultra-Gruppierung „Wuhlesyndikat“ dazu aufgerufen, die Union-Blöcke in den ersten 15 Minuten komplett frei zu halten und erst danach ihre Elf anzufeuern.

Das geht aus dem Informationsblatt „Die Wald-Seite“ hervor, das vom „Wuhlesyndikat“ herausgegeben wird. „Bitte beteiligt euch an dieser Protestform, damit wir wieder ein Ausrufezeichen setzen. Für den Fußball, den wir lieben!“, heißt es.

Der von einem österreichischen Getränkekonzern geförderte Verein RB Leipzig ist aktiven Fußball-Fans von Traditionsvereinen wie Union seit Jahren ein Dorn im Auge. Sie vermissen in Leipzig beispielsweise Mitbestimmungsmöglichkeiten durch die Anhänger.

Immer wieder Protest

Der Protest hat Tradition. Es gab ihn auch bei den drei bisherigen Zweitliga-Vergleichen. Beim kleideten sich Union-Fans in rote Kleidung und schwiegen in den ersten 15 Minuten. In der Saison 2014/15 hüllten sich Union-Fans beim 2:1-Erfolg An der Alten Försterei in schwarze Plastiktüten und schwiegen für den Erhalt der Fußball-Kultur 15 Minuten.

Beim Rückspiel am 1. März 2015 in Leipzig (2:3) gingen die meisten Union-Fans erst zur zweiten Halbzeit ins Stadion. Andere waren zwar pünktlich vor Ort, schwiegen aber in den ersten 45 Minuten. Am Vormittag hatten 2000 Berliner ein Traditionsspiel zwischen Chemie Leipzig und Union besucht. Fans beider Teams wollten mit der Partie einen Gegenpol zum künstlich entstandenen RB-Verein aufzeigen.