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Stadtderby Hertha gegen Union: „Ein normales Spiel ist das nicht“

Union Berlins Trainer Uwe Neuhaus.

Union Berlins Trainer Uwe Neuhaus.

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dpa

Als Uwe Neuhaus am vergangenen Freitag den hustenden Björn Jopek auswechselte und vorzeitig zum Duschen schickte, wusste der Trainer des 1. FC Union Berlin noch nicht, wie teuer der lockere Sieg gegen den SV Sandhausen erkauft war. Jopek war, wie Michael Parensen auch, krank in die Partie gegangen. Nun drohen beide für das Stadtderby gegen Hertha BSC am kommenden Montag auszufallen.

Neuhaus hatte sich bei seiner Entscheidung, die zwei Mittelfeldspieler gegen Sandhausen einzusetzen, auf einen Bluttest am Tag des Spiels verlassen. Anders als Daniel Göhlert, Christian Stuff und Christopher Quiring, die die Partie aufgrund ihrer fiebrigen Erkältung von zu Hause aus im Fernsehen verfolgten, bekamen Jopek und Parensen von der medizinischen Abteilung grünes Licht. Im Nachhinein hätte sich Neuhaus jedoch lieber nicht auf die Blutwerte verlassen.

Während Quiring und Stuff seit Dienstag wieder individuell trainieren und am Freitag ins Mannschaftstraining zurückkehren sollen, mussten die zwei am Freitag eingesetzten Spieler am Mittwoch weiterhin das Bett hüten. Immerhin: Der Youngster Jopek, der sich mit ausgezeichneten Auftritten in der Vorbereitung einen Stammplatz erkämpft hatte, wird am Donnerstag an der Seite von Göhlert eine erste leichte Laufeinheit absolvieren.

Parensen fehlt

Schlechter sieht es allerdings bei Parensen aus, der Antibiotika nimmt. Seine Erkältung hat sich laut Neuhaus „fast in eine Lungenentzündung“ verwandelt. Mit der Folge, dass er seinem Trainer für das Derby nicht zur Verfügung stehen wird.

„Gerade nach dem Weggang von Markus Karl ist es schwieriger Parensen zu ersetzen“, kommentierte Neuhaus am Mittwochnachmittag die schlechte Nachricht. Dennoch glaubt der Coach, dass ein Sieg im Derby möglich sei. „Wir haben bereits gezeigt, dass wir das können“, erinnerte er an den Erfolg vor zwei Jahren im Olympiastadion.

Damals erzielte Torsten Mattuschka den entscheidenden Freistoßtreffer und weil derzeit jeder von ihm wissen möchte, ob er das Kunststück wiederholen kann, gab er nach dem Training ein Interview nach dem anderen – bis Neuhaus dazwischen ging. Er scheuchte seinen Kapitän vom Platz, begleitet von den Worten: „Sonst wirst du krank!“. Auf seinen Spielmacher will Neuhaus gegen Hertha nicht auch noch verzichten.